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    Randersacker

    Zwei Tage drehte sich alles um Kunst und Wein

    Luisa Gerstendörfer zeigte am Vertikaltuch akrobatische Höchstleistungen Foto: Matthias Ernst

    Die vierte Auflage der "Main-Wein-Kunst" hat sich zu einer Attraktion gemausert: Das zweitägige Festival zog so viele Menschen an, wie noch nie. Bereits zu Beginn am Samstagnachmittag war der "Place de Vouvray" voll von Menschen. Das freute nicht nur die Initiatoren Simone Doll-Gerstendörfer, Hermann Oberhofer und Ernst Weckert.

    Es ist die Kombination von offenen Weingütern und ausstellenden Künstlern, die den besonderen Reiz der Veranstaltung ausmacht. Zehn Weingüter, mehr als noch vor zwei Jahren, hatten ihre Keller trotz Weinlese geöffnet und gaben so der Kunst Raum. Dazu gesellten sich die örtlichen Galerien und Privatpersonen, die ihre Pforten öffnen. So konnten über 25 Künstler sich und ihre Werke präsentieren.

    Darunter waren auch drei Künstler aus Randersackers Partnergemeinde Vouvray. Chantal Deletang, Odile Santorousso und Patrick Adam stellten ihre Werke in der Neuen Galerie am Tanzplan aus.
    Bürgermeister Michael Sedelmyer ist froh, dass die Organisatoren wieder so ein tolles Programm zusammengestellt hatten und dankte ihnen mit einem kleinen Geschenk für ihre Mühen. Zuvor hatten schon die fränkische Weinkönigin Klara Zehnder und Randerackers Weinprinzessin Madeleine Füssl auf die besondere Kombination von Wein und Kunst hingewiesen. Die Ansprachen wurden kunstvoll bereichert von den Trainern des Würzburger Cirkus Knirps. Die traten gleich mehrfach auf, nicht nur am Place de Vouvray, sondern auch vor dem Balthasar Neumann Pavillon und in den Gassen und denkmalgeschützten Häusern des Ortes.

    Dazu gesellte sich allerlei musikalische Unterhaltung. Nicht nur in den Höfen selbst wurden die Gäste unterhalten, auch an den verschiedenen Plätzen im Ort gab es immer wieder Musik, beispielsweise durch die mittelalterliche Gruppe "Trancas´ Trabanten" aus der Rhön oder "HCC" (Christoph Schädel, Hermann Bettinger und Christian Kessler), sowie "Lilo, die Leierkastenfrau".

    Das künstlerische Angebot reichte von Fotografien, über alle Arten von Malerei bis hin zu Skulpturen und Plastiken. Und die Weingüter boten Kellerführungen an, wobei man frischen Federweißen genießen konnte, aber auch Raritäten aus der Schatzkammer. Manche boten sogar ihre ganze Jahrgangskollektion zur Verkostung an.

    Die Stimmung war entsprechend prächtig bei den vielen Besuchern. Auch die Gruppe, die sich mit der "Fränkin Clothild aus dem 8. Jahrhundert" (Andrea Trumpfheller) und "Apollonia, die Tochter Balthasar Neumanns" (Christiane Lörner) auf eine Themenführung durch den Ort und seine Besonderheiten begab, hatte ihren Spaß. Die beiden Weingästeführerinnen wussten einiges zum Wein und der Geschichte Randersackers zu erzählen.

    Ein weiterer Höhepunkt war der Auftritt von Luisa Gerstendörfer am Vertikaltuch. Waghalsige Akrobatik, gepaart mit Anmut und spektakulären Stürzen in die Tiefe begeisterten die Besucher.

    So gab es zum Ende viele zufriedene Gesichter in "Rantzackera". Die Mischung von Kunst und Kultur war wieder gelungen und alle freuen sich auf 2020, wenn die MainWeinKunst erneut ihre Pforten öffnet.

    Luisa Gerstendörfer zeigte am Vertikaltuch akrobatische Höchstleistungen Foto: Matthias Ernst
    Gebt der Kunst einen Rahmen, die Kinder interpretierten den goldenen Rahmen auf ihre eigene Weise Foto: Matthias Ernst
    Mit Apollonia (links) und der Fränkin Clothild begab sich eine Gruppe Interessierter auf eine Geschichtsreise durch Randersacker Foto: Matthias Ernst
    Skulpturen von Tilmar Hornung konnte man im Weingut Edelhof bewundern und dabei einen Schoppen Wein genießen. Foto: Matthias Ernst
    In den Winzerhöfen ließ man es sich gut gehen bei frischem Federweißen und ausgesuchten Spezialitäten. Foto: Matthias Ernst
    Im Atelier von Andi Schmitt (rechts) war immer etwas los. Kinder konnte sogar ihre eigenen Kunstwerke schaffen. Foto: Matthias Ernst
    Bilder von Hermann Oberhofer im Garten des Weingutes Wilhelm Arnold, kunstvoll arrangiert. Foto: Matthias Ernst
    In der neuen Galerie am Tanplan stellten drei Künstler aus Vouvray, der Partnergemeidne Randersackers ihre Werke aus. Foto: Matthias Ernst

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