• aktualisiert:

    Kürnach

    Zwei lachende und ein weinendes Auge

    Abschied von der bisherigen Leiterin und Begrüßung der neuen beim Sommerfest (von links): Sieglinde Bayerl (Förderverein...

    Nach fast drei Jahren unter Leitung von Katrin Erlenbach ist es wieder so weit: Ab 1. August hat das Seniorenzentrum Kürnach eine neue Leitung. Daniela Heinrich löst Katrin Erlenbach ab. Beim Sommerfest des Seniorenzentrums stellte sich "die Neue" Bewohnern, Ehrenamtlichen und Angehörigen vor. Er begrüße sie mit zwei lachenden und einem weinenden Auge, gestand Alexander Schraml, Geschäftsführer des Kommunalunternehmens des Landkreises Würzburg und der Senioreneinrichtungen, dem Betreiber des Kürnachers Hauses. "Ich bin traurig, Katrin Erlenbach ziehen lassen zu müssen, freue mich aber für sie über den Grund ihrer Berufspause." Der zweite Grund zur Freude sei für ihn, trotz der Personalknappheit in der Pflege, mit Heinrich nahtlos eine kompetente Nachfolgerin vorstellen zu können.

    Die neue Leiterin hatte bereits Führungsaufgaben 

    Der Grund für den Wechsel und den vorübergehenden Berufsausstieg der bisherigen Pflegedienstleitung ist der gleiche wie im Oktober 2015. Es geht um Mutterschutz. Seinerzeit hatte die heute 38-jährige Katrin Erlenbach übernommen, als ihre Vorgängerin Kathrin Ewert in Mutterschutz ging.
    Die neue Leiterin Daniela Heinrich hat, wie schon ihre Vorgängerin, in den Senioreneinrichtungen am Hubland gearbeitet, bevor man ihr schließlich die Leitung übertrug. Die Altenpflegefachkraft aus Versbach bildete sich in den letzten zwei Jahren neben ihrer beruflichen Tätigkeit beim BFZ (Berufliches Fortbildungszentrum der Bayerischen Wirtschaft) in Würzburg zur Pflegedienstleitung und Einrichtungsleiterin weiter. Im Seniorenzentrum des KU in Rimpar war sie von März 2015 bis Januar 2017 stellvertretende Pflegedienstleistung, sammelte also bereits erste Erfahrungen mit den Führungsaufgaben in der Pflege.

    Auch Mitarbeiter sollen zufrieden sein

    In Kürnach ist Heinrich zuständig für ein Haus mit 49 Plätzen, die zu 90 Prozent belegt sind. Ihren Fokus, sagt sie selbst, lege sie aber nicht nur darauf, dass sich die Bewohner wohlfühlen, sondern auch auf die Mitarbeiterzufriedenheit. Knapp 25 Menschen arbeiten hauptamtlich in der Einrichtung.

    "Zentrale Verwaltung vorteilhaft"

    Bewusst sei ihr auch, dass künftig mehr Büro- und Verwaltungsaufgaben und weniger Arbeit an und mit den Menschen auf sie zu komme, so die 29-Jährige. Erleichtert werde beim KU die Leitung einer Einrichtung auf dem flachen Land allerdings durch die zentrale Verwaltung. Damit bleibe genug Zeit für die Belange vor Ort.

    Die Leute kennen sich gut und helfen einander

    Gerade in ländlichen Häusern, merkt sie an, funktioniere das Einbinden von Ehrenamtlichen und Angehörigen meist gut, "schon weil sich die Menschen hier untereinander alle gut kennen." Das zeige sich auch beim Sommerfest, das ohne die tatkräftige Unterstützung der Kürnacher Bürger so gar nicht möglich wäre. Maßgeblichen Anteil daran hat auch der Förderverein unter Leitung der stellvertretenden Bürgermeisterin Sieglinde Bayerl.

    Festplatz vor dem Seniorenzentrum

    Jedes Jahr verwandelt sich dank der zahlreichen Helfer der Platz vor dem Seniorenzentrum zum Festplatz mit Kaffee und Kuchentheke, Grill- und Getränkestand und kulturellen Beiträgen aus dem Ort, in Form von Musikbegleitung, aber beispielsweise auch Vorführungen im Volkstanz. Bewohner, Angehörige, Mitarbeiter, Nachbarn und Freunde feiern dort miteinander. Selbst der kurze Regenguss kurz nach dem Kaffee tat der Stimmung keinen Abbruch.

    Dass ihr in Kürnach auch der kurze Dienstweg jederzeit offen stehe, wenn nötig, das versicherte Bürgermeister Thomas Ebert der neuen Leiterin.

    Weitere Artikel
    Fotos

      Kommentare (0)

      Der Diskussionszeitraum für diesen Artikel ist leider schon abgelaufen. Sie können daher keine neuen Beiträge zu diesem Artikel verfassen!