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    Würzburg

    Zwiebelkirchweih: Stadt will Gebühren prüfen

    Der Empfang der Kreuzbergwallfahrer in der Würzburger Semmelstraße am vergangenen Freitag. Danach findet dort jedes Jahr...

    Die Stadt Würzburg prüft, ob die Sondernutzungsgebühr beziehungsweise die Ausschankgebühr für die Wirte der Semmelstraße anlässlich der jährlichen Zwiebelkirchweih zur Begrüßung der heimkehrenden Kreuzbergwallfahrer abgeschafft oder zu mindest reduziert werden kann. Dies teilt nun die Pressestelle der Stadtverwaltung in einer Stellungnahme mit. 

    Die Genehmigungen der Außengastronomie im Rahmen der Zwiebelkirchweih richten sich nach der Marktgebührensatzung, heißt es darin. Diese Marktgebührensatzung sei im März 2017 einstimmig im Stadtrat neu beschlossen worden. Dabei sei aber die Sondernutzungsgebühr in Höhe von 2,10 Euro pro Quadratmeter nicht verändert worden, so die Stadt. Dieser Gebührensatz sei vielmehr seit über zehn Jahren unverändert.

    Die Gebühr sei nicht angehoben worden

    Hinzu komme eine Gebühr für den gewerblichen Ausschank von Alkohol in Höhe von 86 Euro, heißt es weiter. Dieser Betrag ergebe sich aus dem Kostengesetz in Verbindung mit dem städtischen Gebührenverzeichnis. Auch diese Gebühr sei in den letzten Jahren nicht angehoben worden, die letzte Anpassung sei im Jahr 2011 erfolgt. Die Stadt Würzburg begrüßt die Initiative, die Zwiebelkirchweih zu unterstützen. Daher wird ein Verzicht auf die Sondernutzungsgebühr bzw. eine Reduzierung der Ausschankgebühr geprüft, heißt es abschließend.

    Wie bereits berichtet hatten in diesem Jahr viele Wirte der Semmelstraße darauf verzichtet, zusätzliche Tische und Stühle für die Bewirtung der Wallfahrer und ihrer Angehörigen auf die Straße zu stellen. Dies sei angesichts der Gebühren und der erlaubten Ausschankzeit zwischen 14 und 22 Uhr unrentabel, hieß es. Aber auch die zeitgleich stattfindende Weinparade auf dem unteren Markt koste die Wirte Gäste, wurde argumentiert. Diese war 2017 vorverlegt worden, damit sie sich nicht mehr mit dem Straßenmusikfest, das immer am letzten Wochenende der bayerischen Sommerferien stattfindet, überschneidet. Das tut sie nun aber mit der Zwiebelkirchweih.

    Der Antrag wird im Stadtrat behandelt

    Um die Wirte zu entlasten hatten die CSU-Ratsmitglieder Sabine Wolfinger, Sonja Buchberger, Judith Jörg und Wolfgang Roth jetzt einen  Antrag gestellt, zum Erhalt der traditionellen Zwiebelkirchweih auf die Gebühren zu verzichten. Über diesen Antrag wird nun im weiteren Sitzungslauf des Stadtrates und seiner Ausschüsse beraten und beschlossen, hieß es auf Anfrage aus der Pressestelle des Rathauses.

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