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    AUB

    Zwischen Fernost, Ragtime und Blasmusik

    Hilde and Friends spielten Gitarrenmusik auf der Spitalbühne. Foto: Alfred Gehring

    Als ein kleines, sommerliches Festival in romantischer Umgebung im Spitalgarten, so war das Aub?n Air in diesem Jahr konzipiert.

    Mit verschiedenen Bands auf der Bühne und Sitzgruppen auf Gartenstühlen vor der Bühne für die Zuschauer sollte die Veranstaltung für junge, unbekannte Bands die Gelegenheit bieten, Bühnenerfahrung zu sammeln. Dass mit riesigen Zuschauerzahlen ohnehin niemand gerechnet hatte, zeigte der Umfang der Bestuhlung.

    Dennoch herrschte zumindest in den Nachmittagsstunden ein reges Kommen und Gehen. Neugierige wollten sich den Markt im Spitalgarten, der das Aub?n Air begleitete, ansehen, blieben sitzen, hörten den Musikgruppen zu, vesperten, interessierten sich für die kulinarischen Spezialitäten und gingen zum Teil wieder.

    Auch zu den Abendveranstaltungen war der Publikumsbesuch überschaubar, sie waren aber so gut besucht, dass die vorhandenen Sitzplätze belegt waren. Am Samstag, beim Auftritt der „Zitronen-Püppis“ mussten sogar noch zusätzliche Bänke aufgestellt werden.

    „Bambis Rache“ war der Name des Programms dieser Gruppe, einer Band aus Niederbayern, den Abend gestaltete. Ihr Repertoire bestand ausschließlich aus eigenen Stücken, die dem interessierten Publikum aber leider völlig unbekannt waren, so dass kaum Gelegenheit bestand zum Mitsingen. Trotzdem war die Band gut drauf, es gab reichlich Applaus aus dem Publikum und sogar Rufe nach Zugabe, denen die Band gerne nachkam.

    Vorher, am Nachmittag hatte die Gruppe „Hilde and friends“ mit Gitarrenmusik und bekannten Liedern für Lagerfeuerromantik im Spitalgarten gesorgt.

    Die Mitwirkenden aus Aub und den Nachbarorten waren dem Publikum teilweise bekannt, so dass ein Teil des Publikums schon aus Gründen der Neugierde den Auftritt der Band miterleben wollte.

    Den Anfang machte am Freitag Coconami, ein Duo, dessen Lieder fremd, teilweise auch vertraut erklangen. Black Patti am Sonntag stand für Eigenkompositionen, meist mit zweistimmigem Gesang, für filigran-kunstvolle und berührende Roots-Musik zwischen tiefschwarzem Delta Blues, federndem Ragtime und beseelten Spirituals.

    Am Sonntagnachmittag beim Newcomer-Afternoon hatten junge Bands die Chance zum Auftritt und der Vormittag, zur besten Frühschoppenzeit, gehörte der Historischen Trachten- und Stadtkapelle, die mit ihrer fränkisch-böhmischen Blasmusik für die Unterhaltung zum Frühschoppen und Mittagessen sorgte.

    So war das Aub?n Air ein Festival zum Entspannen, zum gemütlichen Musikhören nach Feierabend oder zur nachmittäglichen Kaffeerunde, zum Plausch mit Gleichgesinnten und Musikern, die noch keine Scheu hatten, sich nach dem Auftritt unter die Zuhörer zu mischen.

    Seinen täglichen Abschluss fand das Festival nach dem Ende der jeweiligen Konzerte im Spitalkeller, in einer kleinen aber gemütlichen Chill-out-Lounge bei ausgesuchten Cocktails mit Gelegenheit zum Abtanzen und Abhängen.

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