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    Erlabrunn

    Badesee Erlabrunn: Lob für Einhaltung der Abstandsregeln

    Vor Ort am Gelände der Erlabrunner Badeseen trafen sich die Verbandsräte des 'Zweckverband Naherholungs- und Wandergebiete Würzburg' zur konstituierenden Sitzung. Der neue Vorsitzende, Landrat Thomas Eberth, und Geschäftsleiter Michael Dröse lieferten dort unter anderem umfassende Informationen zum seit 8. Juni wieder möglichen Betrieb des Geländes.
    Vor Ort am Gelände der Erlabrunner Badeseen trafen sich die Verbandsräte des "Zweckverband Naherholungs- und Wandergebiete Würzburg" zur konstituierenden Sitzung. Der neue Vorsitzende, Landrat Thomas Eberth, und Geschäftsleiter Michael Dröse lieferten dort unter anderem umfassende Informationen zum seit 8. Juni wieder möglichen Betrieb des Geländes. Foto: Herbert Ehehalt

    Für den Urlaub daheim, in Zeiten der trotz Lockerungen nach wie vor präsenten Corona-Pandemie, ist der "Zweckverband Naherholungs- und Wandergebiete Würzburg" bestens gerüstet. Dies bekräftigten Vorsitzender und Landrat Thomas Eberth (CSU) und Geschäftsleiter Michael Dröse bei der konstituierenden Sitzung am Gelände der Erlabrunner Badeseen. Und obwohl in Spitzenzeiten bis zu 10 000 Besucher auf dem insgesamt 19 Hektar umfassenden Gelände zu verzeichnen seien, lobte Dröse vor allem die Einhaltung der Abstandsregeln unter den Gästen.

    Insbesondere um den neuen Verbandsräten aus Stadt und Landkreis die aktuelle Situation zu verdeutlichen, fand die jüngste Sitzung am ZV-Aushängeschild an den Erlabrunner Badeseen statt. Voller Elan und Tatendrang starteten die Verbandsräte dabei in ihre Amtszeit. Insbesondere das Erholungsgebiet "Guttenberger Forst" soll hierbei aufpoliert werden und so wieder Anschluss finden an den verblichenen Stellenwert früherer Tage. "Mit den Badeseen und dem Gramschatzer Wald haben wir zwei echte Bomben", schwärmte Landrat Thomas Eberth. "Aber wir wollen auch den Guttenberger Forst wieder zu dem machen, was er einmal war."

    Neues Sozialgebäude am Gelände der Badeseen

    Eine üppige Tagesordnung mit klaren Zielsetzungen für die kommenden sechs Jahre hatte sich die Verbandsversammlung gleich in der konstituierenden Sitzung vorgenommen. Im Vorsitz des "Zweckverband Naherholungs- und Wandergebiete Würzburg" werden sich auch weiterhin der Landrat des Landkreises und der Oberbürgermeister der Stadt Würzburg, statt im jährlichen, nun im zweijährigen Turnus abwechseln. Bis Jahresende wird diesen zunächst Landrat Thomas Eberth inne haben. Unterstützung findet der Vorsitzende dabei weiterhin durch Geschäftsleiter Michael Dröse und Sebastian Grimm von der Abteilung Kreisentwicklung am Landratsamt.

    Insbesondere den neuen Verbandsräten stellte Vorsitzender Thomas Eberth die geänderte Planung eines neuen Sozialgebäudes am Gelände der Badeseen vor. Damit sollen Aufenthaltsmöglichkeiten und Sanitärräume geschaffen werden für das Aufsichtspersonal und die Angestellten. Statt eines separaten Gebäudes mit Glasfront wird hierzu an die bestehenden Gebäude am nördlichen Eingang nun ein 45 Quadratmeter großer Anbau erstellt. Die Kosten hierfür werden sich nach den Ausführungen von Geschäftsleiter Michael Dröse auf 259 605 Euro belaufen. Der zum 22. Juni geplante Baubeginn sei laut Dröse jedoch eine Woche in Verzug.

    Pachtzinsminderung für zwei Monate für Kiosk-Pächter

    Entgegenkommen zeigte der Zweckverband gegenüber des neuen Kiosk-Pächters an den Erlabrunner Badeseen zu den Auswirkungen der Corona-Krise. Dem Beginn des Pachtverhältnisses zum 1. März folgte nach nur zwei Wochen bekanntlich der Lockdown mit Komplettschließung des Geländes bis zum 8. Juni. Da in dieser Zeit durch den Pächter keinerlei Einnahmen generiert werden konnten, stimmten die Verbandsräte einhellig einer Pachtzinsminderung für zwei Monate zu. Der damit verbundene Erlass beläuft sich auf 800 Euro. Während der coronabedingten Ruhephase sei am Gelände eine zunehmende, bis zu 140 Tiere umfassende Gänse-Population zu verzeichnen gewesen. Mit der Wiederaufnahme des Betriebs haben sich die Tiere, nach Aussage des Geschäftsleiters, weitestgehend zurückgezogen. Die Zeit der coronabedingten Schließung sei zu intensiven Unterhaltungsmaßnahmen genutzt worden, berichtete Dröse.

    Der 'Guttenberger Forst' zwischen den Gemeinden Reichenberg und Kist soll durch den 'Zweckverband Naherholungs- und Wandergebiete Würzburg' in Kooperation mit den Bayerischen Staatsforsten wieder einen größeren Stellenwert erhalten.
    Der "Guttenberger Forst" zwischen den Gemeinden Reichenberg und Kist soll durch den "Zweckverband Naherholungs- und Wandergebiete Würzburg" in Kooperation mit den Bayerischen Staatsforsten wieder einen größeren Stellenwert erhalten. Foto: Herbert Ehehalt

    Als einer der Schwerpunkte des Zweckverbandes in den nächsten Jahren, wurde in Kooperation mit den Bayerischen Staatsforsten eine Wiederbelebung und Aufwertung des Naherholunsgebietes "Guttenberger Forst" mit der Neukonzeption eines Waldlehrpfades ausgewählt. Einig war sich die Verbandsversammlung, hierbei primär Lösungen zu finden betreffend Querungsmöglichkeiten der Kreisstraße WÜ 29, einem Radweg-Anschluss und Zuwegungen zum Naherholungsgebiet. Die Neukonzeption des Waldlehrpfades durch die Bayerischen Staatsforsten sei mit einem geschätzten Kostenaufwand von 210 000 Euro im kommenden Jahr geplant, berichtete Dröse.

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