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    Frauenland

    Baustelle Keesburg: Bürger wünschen sich Aufenthaltsqualität

    Blick auf die Keesburg: An dieser Stelle wünschen sich Bürger einen kleinen Marktplatz mit Aufenthaltsqualität.
    Blick auf die Keesburg: An dieser Stelle wünschen sich Bürger einen kleinen Marktplatz mit Aufenthaltsqualität. Foto: Patrick Wötzel

    Der erste Bauabschnitt der Straßensanierung auf der Keesburg ist in vollem Gange und soll noch in diesem Monat fertiggestellt werden. Mit dem Ergebnis der Planung sind aber nicht alle Bürger zufrieden - speziell bei der Gestaltung des Kreuzungsbereichs Cronthalstraße/Matthias-Ehrenfried-Straße/Sanderrothstraße gibt es den Wunsch, die Aufenthaltsqualität zu verbessern.

    Herbert Stapff, der Vorsitzende der Siedlervereinigung Sieboldshöhe, hat sich mit diesem Anliegen an die Redaktion gewandt: "Wir befürchten, dass die vormals schöne Wohngegend Keesburg immer mehr an Attraktivität verliert und zur Schlafstadt avanciert", schreibt Stapff.

    Nachdem der Kupsch-Markt geschlossen wurde und auch die Sparkasse Mainfranken die Schließung ihrer Filiale angekündigt hat, entwickelt sich die Filiale der Bäckerei Rösner am "Marktplatz Keesburg" laut Stapff immer mehr zum zentralen und beliebten Treffpunkt, der aus dem gesamten Frauenland angefahren wird. Daher müssen nach Auffassung der Siedlervereinigung bestehende Pkw-Stellplätze im Umfeld erhalten und zusätzliche Stellplätze geschaffen werden.

    Außerdem könnte der Grünbereich durch Tische und Bänke und eine Aufstellmöglichkeit für den Maibaum oder einen Fahnenmast aufgewertet werden, schlägt Stapff vor. Auf dem Platz für die Verkaufswägen des Wochenmarktes wünscht sich die Siedlervereinigung mehr Raum für zusätzliche Händler sowie die dafür nötige Infrastruktur mit Versorgungsleitungen. "Angeregt haben wir das schon bei der Bürgerversammlung 2017 und in Gesprächen mit dem Tiefbauamt", so Stapff.

    Auf Anfrage teilt Stadtsprecher Christian Weiß mit, dass die Möglichkeit bedarfsgerechter Versorgungsleitungen für die Marktbeschicker vom Baureferat geprüft wird: "Es sind aber noch einige Punkte zu klären. Wir können derzeit nicht sagen, ob das möglich ist."

    Davon, dass durch die Straßensanierung Pkw-Stellplätze wegfallen, ist dem Tiefbauamt laut Weiß nichts bekannt. Gleichzeitig weist er darauf hin, dass die aktuelle Version der Planung im Rahmen einer Bürgerbeteiligung einvernehmlich entwickelt wurde: "Sie ist insbesondere darauf angelegt, die bestehenden Bäume zu erhalten."

    SPD-Stadtrat Udo Feldinger und seine Fraktion haben die Wünsche der Siedlervereinigung aufgenommen und fordern, das Sanierungsprojekt "den aktuellen Bedürfnissen anzupassen". Ein entsprechender SPD-Antrag steht am Montag im Ausschuss für Planung, Umwelt und Mobilität auf der Tagesordnung.

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