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    UNTERFRANKEN

    Corona: Die Lage in Unterfranken am Donnerstag

    51 582 (+205) bestätigte Corona-Fälle gibt es in Bayern seit Beginn der Krise, 2624 (+0) Menschen sind am Coronavirus gestorben (Stand Donnerstag). Für Unterfranken meldet das Robert-Koch-Institut 3736 (+14) Infizierte und 191 Todesopfer. Wo es bestätigte Fälle gibt und was Sie wissen müssen.
    Urlaub zu Hause: Für viele Wassersportler oft die Endstation auf dem Altmain, die Bucht von Sommerach im Landkreis Kitzingen.
    Urlaub zu Hause: Für viele Wassersportler oft die Endstation auf dem Altmain, die Bucht von Sommerach im Landkreis Kitzingen. Foto: Silvia Gralla

    Das Robert-Koch-Institut (RKI) in Berlin meldet an diesem  Donnerstag mehr als 1000 Infizierte an einem Tag. Solch hohe Werte gab es in Deutschland zuletzt im Mai, als die ersten Lockerungen in Kraft traten. Die Reproduktionszahl in der Bundesrepublik dagegen sinkt auf 0,9.

    Tourismus in Würzburg bleibt wegen Corona eher mau

    Während die Mainschleife und die Landkreise Kitzingen und Main-Spessart von der Notwendigkeit zum Urlaub im eigenen Land profitieren, gibt es in Unterfranken durchaus Regionen, die stark gesunkene Besucherzahlen melden. "Wo es nicht ausgebucht ist, das ist in den Städten", sagt Michael Schwägerl, Geschäftsführer des Deutschen Hotel- und Gaststättenverbands (Dehoga) für Unterfranken." Besonders in Würzburg seien normalerweise während der Sommermonate auch Geschäftsreisende und Tagungsbesucher zu Gast. Sie fehlten jetzt, wegen Corona.

    Das bestätigt Jürgen Ludwig, Marketingleiter des Eigenbetriebs Congress Tourismus Würzburg (CTW). Der Tagungstourismus in Würzburg sei wegen der Corona-Beschränkungen nahezu "komplett zum Erliegen" gekommen. Es gebe zwar die "ein oder andere Anfrage für den Frühherbst", allerdings mit deutlich geringerer Zahl an Personen. Das seien dann kleinere Veranstaltungen mit 20 bis 40 Teilnehmern - und "in den größten Räumen, die zur Verfügung stehen", sagt Ludwig.

    Mainschleife statt Mallorca

    An manchen Wochenenden sehen die Astheimer vor lauter Einhörnern kaum noch ihren Ort. Dann stürmen die Erholungssuchenden scharenweise mit ungezählten aufblasbaren Gummibooten, Einhörnern und Donuts heran. Der kleine Ort am Main im Landkreis Kitzingen ist so etwas wie die Einstiegsstelle für den lauschigen Altmain: Zwölf Kilometer geht es von hier am langen Nebenarm über Nordheim und Köhler bis Sommerach, das wiederum gerne als Ausstiegsstelle genutzt wird. Dazwischen: Fünf Kanu-Verleiher und drei Campingplätze mit zusammen 500 Stellplätzen. "Ferien daheim in Corona-Zeiten" - was das bedeuten kann, lässt sich hier an der Mainschleife besonders gut beobachten.

    Die Corona-Krise hat der Digitalisierung in Deutschland einen Schub verliehen, aber auch viele Defizite offen gelegt. Für Dorothee Bär eine gute Gelegenheit, bei "ihren Themen" voranzukommen. Seit 2018 ist die 42-Jährige aus Ebelsbach (Lkr. Haßberge) Staatsministerin für Digitalisierung im Bundeskanzleramt. Was ihre politische Zukunft betrifft, gibt sich Bär im Interview zurückhaltend. In München wird die stellvertretende CSU-Vorsitzende derweil als Spitzenkandidatin ihrer Partei für die Bundestagswahl gehandelt.

    Wie steht es um die Weinfeste?

    Normalerweise ist der Sommer in Würzburg geprägt von Weinfesten - diese ziehen jedes Jahr ein Vielzahl von Besuchern an. Heuer standen die Veranstaltungen wie Wein am Stein, die Weinparade und das Hofschoppenfest des Bürgerspitals auf der Kippe. Trotzdem überlegten sich die Veranstalter angepasste Programme wegen Corona. Im Juni war vieles noch unklar. Wie sieht die Lage nun aus?

    Es kommt einem unwirklich vor: Schon über ein halbes Jahr ist es her, dass in Deutschland der erste Corona-Fall gemeldet wurde. Dann breitete sich das Virus aus, Tag für Tag stiegen die Infektionen. Im März wurden schließlich Schulen, Kitas, Geschäfte und Freizeiteinrichtungen geschlossen. Katja Beringer hat sich angeschaut, wie der Lockdown die Stadt Schweinfurt verändert hat. Ein Krisenrückblick in Bildern. 

    Zahlen in Unterfranken: Die höchste Inzidenz im Landkreis Miltenberg

    Unsere Quelle für die Zahlen bleibt das Robert-Koch-Institut (RKI) in Berlin. Die Gesamtzahl der Infektionen finden Sie täglich aktualisiert hier:

    Die meisten Neuinfektionen innerhalb von sieben Tagen pro 100 000 Einwohner gibt es in Unterfranken aktuell (Stand: Donnerstag) im Landkreis Miltenberg (8,5), es folgen der Landkreis Schweinfurt und der Landkreis Aschaffenburg mit jeweils 5,2 und der Landkreis Würzburg mit 4,9.

    Für den Landkreis Rhön-Grabfeld meldet das RKI einen Wert von 3,8. Es folgen die Stadt Schweinfurt (3,7) und die Stadt Würzburg (2,3) . Im Landkreis Bad Kissingen liegt die Inzidenz bei 1,9. Für die Stadt Aschaffenburg gilt weiter der Wert von 1,4 und für den Landkreis Kitzingen 1,1. Im Landkreis Main-Spessart gab es neue Corona-Infektionen und der Wert stieg auf 0,8. Einzig im Landkreis Haßberge liegt die Inzidenz bei 0,0. Dort gab es in den vergangenen sieben Tagen keine Neuinfektionen.

    Für den Main-Tauber-Kreis in Baden-Württemberg liegt die Sieben-Tage-Inzidenz bei 2,3.

    Den kritischen Inzidenzwert hat die Staatsregierung für Bayern mit 35 (Bund 50) festgelegt, dann müssten die Behörden vor Ort gezielte Maßnahmen zur Eindämmung ergreifen.

    In Unterfranken haben sich seit Beginn der Corona-Krise laut Zahlen des Robert-Koch-Instituts (RKI) vom Donnerstag 3736 Menschen (+14)  mit dem Virus infiziert.

    Die meisten Infizierten in der Region gibt es mit 590 (+3) im Landkreis Aschaffenburg vor dem Landkreis Schweinfurt mit 542 (+0) und der Stadt Würzburg mit 499 (+0).

    Es folgen die Landkreise Würzburg mit 438 (+4) und Miltenberg mit 335 (+2). Im Landkreis Bad Kissingen sind 265 (+2) Fälle bestätigt, im Landkreis Rhön-Grabfeld 202 (+1), im Landkreis Kitzingen 198 (+0), in der Stadt Schweinfurt 195 (+1), im Landkreis Haßberge 177 (+0), im Landkreis Main-Spessart 162 (+0) und in der Stadt Aschaffenburg 133 (+0).

    Im Main-Tauber-Kreis in Baden-Württemberg liegt die Zahl der gemeldeten Infektionen bei 468 (+1). Insgesamt 11 Menschen sind dort an den Folgen des Coronavirus gestorben.  

    Bayernweit insgesamt 51 582 Infizierte und 2624 Tote

    Insgesamt 191 (+0) Menschen sind laut RKI in Unterfranken bislang an den Folgen einer Coronavirus-Infektion gestorben: 52 in der Stadt und 7 im Landkreis Würzburg, 18 in der Stadt und 25 im Landkreis Schweinfurt, 1 in der Stadt und 42 im Landkreis Aschaffenburg, 18 im Landkreis Bad Kissingen, 8 im Landkreis Rhön-Grabfeld, 6 im Landkreis Haßberge, 6 im Landkreis Main-Spessart, 5 im Landkreis Miltenberg und 3 im Landkreis Kitzingen.

    Bayernweit zählte das RKI am Donnerstag 51 582 (+205) Infizierte, darunter etwa 47 400 Genesene und 2624 Tote (+0).

    Die Zahlen des RKI unterscheiden sich aufgrund unterschiedlicher Meldezeiten von denen der Regierung von Unterfranken. Um Verwirrungen vorzubeugen, richtet sich diese Redaktion nach den Zahlen des RKI.

    Die Karte mit den bestätigten Coronafällen in Unterfranken und im Main-Tauber-Kreis wird laufend aktualisiert:

    Aus ganz Deutschland wurden 213 067 (+1045) Corona-Fälle an das RKI gemeldet sowie 9175 (+7) Todesfälle in Zusammenhang mit Covid-19-Erkrankungen (Stand: Donnerstag). Mittlerweile gelten circa 194 000 Menschen als genesen.

    Aktuelle Empfehlungen: Symptome des Coronavirus sind Fieber, Muskelschmerzen, Husten, Schnupfen, vorübergehender, kompletter Verlust des Geschmacks- und Geruchssinnes oder Durchfall. Wer davon ausgeht, sich angesteckt zu haben, sollte sich – telefonisch! – an seinen Hausarzt oder den kassenärztlichen Notdienst unter der Telefonnummer 116 117 wenden. 

    Bürgertelefone: 

    • Würzburg (0931/8003-5100): Montag bis Donnerstag von 9 bis 15 Uhr, Freitag von 9 bis 12 Uhr
    • Schweinfurt (09721/55-745): Montag bis Freitag von 9 bis 13 Uhr
    • Main-Spessart (09353/793-1490): Montag bis Freitag von 8 bis 12 Uhr
    • Miltenberg (09371/501-700): Montag bis Donnerstag von 6 bis 16 Uhr, Freitag von 8 bis 13 Uhr
    • Main-Tauber-Kreis (09341/82-4010)
    • Die Bürgertelefone für die Landkreise Kitzingen, Bad Kissingen, Haßberge und Rhön-Grabfeld wurden wegen mangelnder Nachfrage eingestellt.

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