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    Würzburg

    Danke für diesen guten Morgen

    Sieben Wochen lang haben uns Frauen und Männer aus der Region mit ihren positiven Impulsen in den Tag geleitet. Nun ist Zeit für neue Formate.
    Morgenstimmung im Schwarzenkiefernwald auf dem Volkenberg bei Erlabrunn (Lkr. Würzburg).
    Morgenstimmung im Schwarzenkiefernwald auf dem Volkenberg bei Erlabrunn (Lkr. Würzburg). Foto: Achim Muth

    Ein österreichischer Philosoph hat, man möchte nach eigener Recherche hinzufügen: völlig zurecht, einmal geschrieben: "Der Journalist ist ja endlich, obwohl es von vielen bezweifelt wird, auch ein Mensch." Aber ist jeder Mensch auch ein Journalist? Sicher nicht. Und doch: In den vergangenen sieben Wochen haben uns Menschen aus Franken an dieser Stelle mit ihren Gedanken in den Tag geleitet. Sie haben uns in teils sehr persönlichen Worten ungefilterte Einblicke in ihren von der Corona-Krise geprägten Alltag gewährt. Sie haben berichtet von ihren Ängsten und Freuden und uns mit den Schilderungen aus ihrer Gefühlswelt berührt, angeregt, zum Nachdenken gebracht oder auch zum Kopfschütteln. In 41 Ausgaben haben uns Frauen und Männer aus der Region so an ihrem Leben teilhaben lassen. Sie waren Journalisten für einen Tag – und dafür gilt es nun Danke zu sagen. 

    Die Rubrik "Der gute Morgen" entstand, weil uns zu Beginn der Pandemie zahlreiche Zuschriften erreichten. Leserinnen und Leser wünschten sich in den Tagen der sich überschlagenden Nachrichten mit dramatischen Häufungen von Todesfällen in Seniorenheimen, rasant steigenden Infizierungen und immer neuen Beschränkungen des öffentlichen Lebens auch Mut machende Nachrichten.

    So baten wir Menschen aus Franken gezielt darum, uns positive Impulse für den Tag zu schreiben. Darunter waren Bischöfe und Priester, Komödianten und Sänger, Künstler und Kommandeure, Sportler und Sozialarbeiter, Ärzte und Seelsorger, Bildhauer und Unternehmer, Wissenschaftler und Psychologen. Manche zögerten, manche haderten, bei manchen sprühten die Worte, bei manchen tröpfelten sie. Aber alle waren sie mit Begeisterung dabei, und am Ende stand immer ein Text, der seinen Zweck erfüllte: Ein kleiner Denkanstoß zu sein am Beginn eines neuen Tages.

    Journalismus ist wie ein Fluss, ständig in Bewegung. Wenn also diese Rubrik heute endet, dann ist das auch ein Beginn. Die Entwicklungen in der Corona-Krise sind sehr dynamisch. Themen ändern sich. Neue Formate werden an diese Stelle treten. Wir werden diese bewegte Zeit für Sie weiterhin begleiten mit Kritik, Empathie, Hintergründen, Problemstellungen und Lösungsansätzen. Und das nicht nur als Journalist – auch als Mensch.

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