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    Höchberg

    Die Einwohnerzahl von Höchberg nimmt zu

    Ein Novum im Höchberger Gemeinderat: Mittels Losverfahren wurden zwei Ausschüsse besetzt. Dabei überraschte die SPD mit einer noblen Geste.
    Die Gemeinde Höchberg wächst stetig. Mittlerweile zählt sie 9503 Einwohner.
    Die Gemeinde Höchberg wächst stetig. Mittlerweile zählt sie 9503 Einwohner. Foto: Matthias Ernst

    Erst in seiner dritten Sitzung nach der Kommunalwahl im März dieses Jahres hat der Gemeinderat Höchberg nun endlich auch die einzelnen Ausschüsse besetzt. Dies war vorher nicht möglich, da die Grünen zunächst noch keinen Fraktionsvorsitzenden gewählt hatten und Walter Feineis zudem seinen Fraktionsaustritt erklärt hatte. Damit sorgte er für eine Pattsituation bei der Berechnung der Ausschussbesetzung, was zum Losentscheid führte.

    Somit fiel der letzte freie Sitz im Haupt-, Finanz- und Personalausschuss sowie im Bau- und Umweltausschuss auf Walter Feineis. Vertreten wird er jeweils durch Bernd van Elten (FDP). Für eine Überraschung sorgte die SPD-Fraktion beim Losentscheid um den Sitz im Rechnungsprüfungsausschuss: Fiel das Los doch an sich auf sie, verzichtete die Fraktion auf ihren Anspruch und ließ der CSU den Vortritt. Somit ist nun wieder David Braunreuther Ausschussmitglied. Eine noble Geste, die mit viel Beifall honoriert wurde. Insgesamt sitzen nun jeweils neun Gemeinderäte aller Fraktionen im Haupt- sowie im Bauausschuss und sechs im Rechnungsprüfungsausschuss. 

    Sven Winzenhörlein und Bernhard Hupp dürfen künftig trauen

    Einstimmig beschlossen wurde auch, dass die beiden Stellvertreter von Bürgermeister Alexander Knahn, Sven Winzenhörlein (Bündnis 90/Die Grünen) und Bernhard Hupp (SPD), künftig Eheschließungen vornehmen können, sobald sie dafür eine Schulung absolviert haben.

    Mehr Verantwortung muss auch Bürgermeister Knahn selbst übernehmen. Der Bayerische Gemeindetag hatte im März eine neue Mustergeschäftsordnung vorgestellt, die einige Änderungen beinhaltet. Eine davon sieht vor, dass das Ortsoberhaupt über Ausgaben von 50 000 Euro  - und nicht wie bislang in Höhe von 30 000 Euro - bestimmen kann. 

    Geändert hat sich auch die Satzung der Wasserabgabe: Ab sofort setzt die Gemeinde elektronische Wasserzähler mit oder ohne Funkmodul ein und betreibt diese. Gespeicherte und personenbezogene Daten seien spätestens nach zwei Jahren, die ausgelesenen personenbezogenen Daten spätestens nach fünf Jahren zu löschen, hieß es dazu von der Verwaltung.

    Chlorung des Trinkwassers sorgt für Unmut

    Stichwort Wasser:  Die Chlorung des Trinkwassers stößt nicht nur den Höchberger Bürgern sauer auf, sondern auch dem Gemeinderat, der von der mangelnden Öffentlichkeitsarbeit der zuständigen Behörden wie beispielsweise des Zweckverbandes Fernwasserversorgung Mittelmain (FWM) genervt ist. Nach wie vor dauern die Umbauarbeiten im Hochbehälter Zellingen an, "ein Ende scheint nicht in Sicht zu sein", meinte Verwaltungsleiter Gerd Waltinger. Hieß es noch im Mai, dass die Bauarbeiten in diesem Jahr abgeschlossen würden, verzögert sich dies nun voraussichtlich bis 2021. 

    Für großen Unmut unter der Bevölkerung sorgt auch die Schließung des Wertstoffhofes. Bis zur Fertigstellung des neuen dauere es immerhin noch eineinhalb Jahre, so Waltinger, so lange müssten die Bürger noch nach Waldbüttelbrunn fahren. "Dieser ist aber ohnehin völlig überlaufen und man muss stundenlange Wartezeiten in Kauf nehmen", so der Verwaltungsleiter. Auch hier sei man im Gespräch mit dem Kommunalunternehmen des Landkreises, um schnellstmöglich eine Lösung zu finden.

    Erfreuliches gab es denn aber auch noch zu berichten: Höchberg nimmt an Einwohnerzahlen zu. Seit dem Zensus 2011 sind 500 Menschen zugezogen – somit zählt die westliche Stadtrandgemeinde nun 9503 Einwohner. 

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