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    Kürnach

    Eheschließungen jetzt auch im Freien möglich

    Das ehemalige Wasserpumpenhaus kann zukünftig für Trauungen im Freien genutzt werden.
    Das ehemalige Wasserpumpenhaus kann zukünftig für Trauungen im Freien genutzt werden. Foto: Aurelian Völker

    "Es ist schön, dass Bürger auch in diesen Zeiten eine Hochzeit feiern", sagte Bürgermeister René Wohlfart. Allerdings sei es eine komische Situation, wenn im Rathaus nur zehn Personen anwesend sein dürfen. Deshalb hatte er die Idee, Eheschließungen auch im Freien anzubieten. Dazu soll die Wegkapelle Wasser und Glauben, das der Evangelischen Gesamtkirchengemeinde gehört, gewidmet werden. Von Pfarrer Frank Hofmann-Kasang hat Wohlfart für sein Vorhaben positives Feedback erhalten.

    Eheschließungen unter freiem Himmel sind gesetzlich grundsätzlich möglich, solange bestimmte Kriterien erfüllt werden. So darf etwa die Beurkundung nicht gefährdet sein und der Ort muss frei von störenden Umgebungs- oder Witterungseinflüssen sein. Zudem muss die Nutzung des Ortes durch die Gemeinde rechtlich gesichert sein. Außerdem dürfen Kapellen nur genutzt werden, wenn sie nach Kirchenrecht nicht geweiht sind, denn standesamtliche Eheschließungen stellen einen staatlichen Rechtsakt dar. Die Wegkapelle ist nicht geweiht und auch alle anderen Kriterien sind erfüllt. Der Gemeinderat beschloss deshalb einstimmig, das ehemalige Wasserpumpenhaus zu widmen. Der ersten Trauung im Freien, die Ende Juli stattfinden wird, steht somit nichts mehr im Wege.

    Nutzung des Festplatzes

    Auf der Tagesordnung der Gemeinderatssitzung stand auch die zukünftige Nutzung des Festplatzes an der Höllberghalle. Der Platz wurde bereits abgeschliffen, muss aber teilweise noch nachgeschliffen werden, da das Ergebnis nicht hundertprozentig zufriedenstellend war. Da der Platz dann aufgewertet ist, solle er nicht mehr für Schmutz, Dreck und als Baustellenablage verwendet werden. Deshalb schlug Wohlfart vor, "den Platz, der teuer ertüchtigt wurde, zu schützen". Diesen Vorschlag hat der Bauausschuss einstimmig angenommen, berichtete Wohlfart.

    Der Festplatz soll deshalb zukünftig abgesperrt werden, damit er nicht befahren wird. Deshalb wird sich auch der Standort der Altglas- und Kleidercontainer leicht verschoben. Wenn die Schleifarbeiten abgeschlossen sind, steht der geplanten Aufstellung einer mobilen Skateanlage also nichts mehr im Wege. Auf Nachfrage von Alfons Konrad (CSU) bestätigte Wohlfart, dass auch die Basketballkörbe wieder aufgestellt werden. Dennoch kann der Platz, wenn es bei Großveranstaltungen notwendig ist, als Parkplatz genutzt werden.

    Keine Bewerbung für Modellprojekt

    Sieben bayerische Kommunen erhalten für ein Modellprojekt zur Einführung eines kommunalen Lastenrad-Mietsystems eine Förderung vom Freistaat Bayern. Auch im Landkreis Würzburg bewerben sich einige Gemeinden für die Förderung. Gemeinderätin Lea Nachtigall (Grüne) hielt eine Bewerbung für Kürnach aus ökologischer Sicht für "sehr angebracht" und auch Manfred Dülk (UWG-FW) hielt es für sinnvoll, einen Antrag zu stellen.

    Michael Ländner (CSU) sprach sich gegen die Bewerbung aus. Die Bewerbung sowie die Auswertung der verkehrlichen Nutzung seien mit einem "wahnsinnigen Aufwand" verbunden. Und es brauche einen geeigneten Platz zum Abstellen der Räder. Auch Lisa Bayerl-Gögercin ist sich "nicht sicher, ob Kürnach dafür geeignet ist". Sie verwies darauf, dass etwa auch Wartungsarbeiten anfallen würden. Mit 13:3 Stimmen entschied sich der Gemeinderat gegen eine Bewerbung.

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