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    Veitshöchheim

    Ein Anbau an den Kindergarten

    Der Trägerverein des Kuratiekindergartens favorisiert einen Anbau auf der Westseite zum öffentlichen Spielplatz hin.
    Der Trägerverein des Kuratiekindergartens favorisiert einen Anbau auf der Westseite zum öffentlichen Spielplatz hin. Foto: Dieter Gürz

    Im Kindergartenbedarfsplan, den der Gemeinderat kürzlich verabschiedete, ist zur teilweisen Bedarfsbefriedigung im Kleinkindbereich unter drei Jahren der Anbau einer Gruppe im Kuratiekindergarten vorgesehen. Denn dessen Trägerverein hat für die seit Januar im Haus der Begegnung im Altort (befristet bis Ende 2021) als Übergangslösung untergebrachte Krippengruppe die Trägerschaft übernommen.

    Diese soll dann durch einen Anbau an den bestehenden Standort in der Egerlangstraße integriert werden. Der 1990 in der Gartensiedlung errichtete Kindergarten Kuratie Hl. Dreifaltigkeit ist derzeit mit einer Kleinkindgruppe und drei Gruppen für Kinder ab drei Jahre bis Schulbeginn belegt.

    Der Anbau mit Gruppenraum, Küchenecke, Essbereich, Schlaf- und Wickelraum, Personaltoilette und Kleinspielbereich im Freien muss jedoch komplett auf Kosten der Gemeinde abzüglich der Fördermittel erfolgen. Grund: Seitens des Bischöflichen Ordinariats werden zurzeit keine finanziellen Mittel mehr für Kindergartenbauten zur Verfügung gestellt.

    Wie KiTa-Leiterin Petra Langer erklärte, stehe allerdings noch nicht fest, auf welcher Seite des Kindergartens der Anbau erfolgt. Die vom Trägerverein favorisierte Lösung eines Anbaus auf der Westseite zum öffentlichen Spielplatz hin, stößt laut Langer bei der Kindergartenaufsicht beim Landratsamt auf Ablehnung.

    Diese bevorzuge einen Anbau im Norden im Anschluss an die bereits bestehende Krippe. Dies hätte jedoch zur Folge, dass das erst vor einigen Jahren mit staatlicher Förderung angebaute Nebengebäude mit Kinderwagen-Parkplatz und Spielgeräten ebenso wie ein Großteil des Laubengangs und die Schaukelanlage zurückgebaut werden müsste. Außerdem entfalle die bislang einzige Zufahrt auf das Außengelände der KiTa.  Für die dann notwendigen Ausgleichsflächen rechnet der Trägerverein laut Langer mit Mehrkosten von 100 000 Euro. Ein Anbau im Westen halte der Träger dagegen für optimal.

    Eine Entscheidung soll nun bei der Kindergartenaufsicht in Absprache mit der Förderstelle der Regierung fallen, wenn der vom Gemeinderat verabschiedete Bedarfsplan dem Amt vorliegt und für gut befunden wird.

    Einen Kindergartenneubau sieht Langer im übrigen als vordringlich an. Sie habe bereits jetzt Anmeldungen für elf Kinder auf der Warteliste von auswärtigen Eltern, die im Bereich der Sandäcker dabei sind, ihr Wohnhaus zu bauen. Außerdem rechne sie damit, dass der Corona-Lockdown im nächsten Jahr zu einer höheren Geburtenrate führt, denn von vielen Kindergarteneltern habe sie erfahren, dass weiterer Nachwuchs unterwegs sei.

    Die Verwaltung schätzt in ihrer Bedarfsfeststellung vom 15. Juli, dass im Neubaugebiet Sandäcker von den möglichen 192 Wohneinheiten 100 mit Familien bewohnt werden.
    Die Verwaltung schätzt in ihrer Bedarfsfeststellung vom 15. Juli, dass im Neubaugebiet Sandäcker von den möglichen 192 Wohneinheiten 100 mit Familien bewohnt werden. Foto: Dieter Gürz
    Die Kindergartenaufsicht beim Landratsamt bevorzugt einen Anbau im Norden im Anschluss an die bereits bestehende Krippe. 
    Die Kindergartenaufsicht beim Landratsamt bevorzugt einen Anbau im Norden im Anschluss an die bereits bestehende Krippe.  Foto: Dieter Gürz
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