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    Höchberg

    Elmar Hofmann feiert 85. Geburtstag

    Frohgelaunt blickt Elmar Hofmann an seinem Ehrentag in die Zukunft
    Frohgelaunt blickt Elmar Hofmann an seinem Ehrentag in die Zukunft Foto: Matthias Ernst

    Am Dienstag wird der gelernte Metzger und Gastwirt Elmar Hofmann 85 Jahre alt. Über Jahrzehnte hinweg prägten er und seine Frau Walburga das Höchberger Wirtshausleben mit ihrem "Gasthaus Hofmann" in der Hauptstraße. Legendär waren seine Sprüche, die bei der Kundschaft meist gut ankamen. Ein Beispiel: "Was willst du? Ein kleines Bier, dann warte bis du richtigen Durst hast, dann komme ich wieder und bringe dir ein großes".

    Schon seine Eltern betrieben die Schankwirtschaft am selben Platz. Wie sein Vater auch, erlernte er das Metzgerhandwerk in einem renommierten Würzburger Betrieb, bevor ihn seine Gesellenjahre nach Heidelberg führten, wo er von seinem dortigen Meister viel lernte. "Ich wollte auch mal andere Metzgereien und deren Eigenheiten kennenlernen", erzählt er. Wegen Durch den frühen Tod des Vaters 1953 half er am Wochenende verstärkt in der elterlichen Gastwirtschaft, schlachtete hier die Schweine für die Wirtschaft und arbeitete unter der Woche weiter in Heidelberg.

    1958 lernte er seine Frau Walburga bei einem Kappenabend im Würzburger Hotel Walfisch kennen. Sie heirateten 1959 und übernahmen gleichzeitig die elterliche Wirtschaft. Wie sie in der Hektik des Gastwirtdaseins noch vier Kinder groß ziehen konnten, ist Hofmann heute noch ein Rätsel. 1970 bauten sie neben der Wirtschaft ein Hotel Garni. Die Braten, vor allem der Sauerbraten, waren weit bekannt, ebenso wie die Bratwürste und Hausmacher Platten. 

    Im Tanzsaal neben der Wirtschaft war Höchbergs erstes Kino untergebracht und viele Männer, so erinnert sich Hofmann, durften am Freitag nur in die Abendvorstellung, weil es danach immer frische Leberkäsbrötchen gab, die diese ihren Frauen mit nach Hause bringen mussten. Hofmann war schon immer ein Vereinsmensch und überzeugter Bayernfan.

    Nach der Aufgabe des Hotels und der Gastwirtschaft im Jahr 2000 war es ihm und seiner Frau nur noch sieben Jahre vergönnt, miteinander den Lebensabend zu genießen. Ein echter Glücksfall war für den heutigen Jubilar 2008 das erneute Kennenlernen seiner jetzigen Lebensgefährtin Gisela Röder. Die Schulfreundin seiner verstorbenen Frau brachte ihn wieder zurück ins Leben und so sind beide, wenn sie nicht auf dem Balkon ihres Hauses in der Hauptstraße sitzen und den pulsierenden Verkehr genießen, viel auf Reisen. Gemeinsam ist ihnen die Liebe für die Berge, aber mit fortschreitendem Alter wird dies weniger. 

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