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    Hausen

    Hausens Gemeinderat zieht Bilanz: 122 Sitzungen in sechs Jahren

    In der Jahnhalle fand die letzte Sitzung der abgelaufenen Wahlperiode des Gemeinderats Hausen statt. Die Sicherheitsbestimmungen in der Corona-Krise wurden dadurch gewahrt.
    In der Jahnhalle fand die letzte Sitzung der abgelaufenen Wahlperiode des Gemeinderats Hausen statt. Die Sicherheitsbestimmungen in der Corona-Krise wurden dadurch gewahrt. Foto: Irene Konrad

    Eine straffe Tagesordnung und noch einmal ausführliche Diskussionen hat es in der letzten Sitzung dieser Legislaturperiode im Hausener Gemeinderat gegeben.

    Es war die 122. Sitzung in sechs Jahren. Zählt man die 82 Bauausschuss-Sitzungen dazu, tagten die Entscheidungsgremien der Gemeinde durchschnittlich alle eineinhalb Wochen. "Wir haben ein großes Arbeitspensum abgeleistet", blickte Schraud zurück.

    Peter Weber bleibt Regiejäger für weitere drei Jahre

    Acht der 14 gewählten Gemeinderäte sind ab Mai nicht mehr dabei. Am letzten Tag ihrer Amtszeit trafen sie mit den sechs wieder gewählten Ratsmitgliedern noch wichtige Entscheidungen. Eine davon war die weitere Vergabe der Regiejagd im Eigenjagdrevier Hausen.

    Seit der Umstellung auf die Eigenjagd hat Regiejäger Peter Weber die Verantwortung. Ihm wurde bisher im Zusammenhang mit seinem Jahresbericht vom Gemeinderat jeweils die Verlängerung um ein Jahr ausgesprochen. Diesmal erfolgte die Beauftragung als Regiejäger für drei Jahre und somit für den Zeitraum vom 1. April 2020 bis 31. März 2023.

    "Ich halte die Verlängerung der Regiejagd von einem auf drei Jahre für nachvollziehbar und es für einen überschaubaren Zeitraum", unterstützte Schraud Webers Antrag. Jener begründete diesen auch damit, "dass eine gewisse Ruhe in das Konzept eingekehrt" sei.

    Jäger investieren in neue Hochsitze im Gemeindewald

    Die Jahresberichte werde er selbstverständlich wie bisher jedes Jahr dem Gemeinderat vorstellen. Im vergangenen Jahr wurden 18 Rehe erlegt und eines überfahren, so dass der Abschussplan genau erfüllt wurde. Der Schwarzwildbestand sei niedrig, die Hasenjagd spiele kaum eine Rolle und der waldbauliche Erfolg sei hervorragend, sagte Weber.

    Einhellige Zustimmung gab es für einen Begehungsschein für Reinhard Heinrich aus Kürnach. Er wird damit neues Teammitglied der Jäger im Hausener Gemeindewald. Die somit wieder fünf zuständigen Jäger wollen demnächst in neue Hochsitze investieren.

    Ausführlich gesprochen wurde über den Bericht der örtlichen Prüfung der Jahresrechnung 2019. Die zweite Bürgermeisterin Hannelore Schraut las als Rechnungsprüfungsvorsitzende eine Reihe an Anmerkungen vor, die ihr und den Ausschussmitgliedern Sieglinde Kirchner, Peter Weber und Klaus Römert aufgefallen waren.

    Prüfer haben viele Anmerkungen zur Jahresrechnung

    Dabei ging es um die Endabrechnung von Straßensanierungen und künftige Sanierungskonzepte, um den Einkauf von Materialien und Fachliteratur der Verwaltung, um Abschreibungskosten für die Kläranlage, jährliche Verluste bei der Waldbewirtschaftung, die Brennholzvergabe bei Holzwerbern, Stromkosten in den Kindergärten, die Autoversicherungen sowie um den Abbau von Urlaub und Überstunden bei den Mitarbeitern von Bauhof und Verwaltung.

    Schraud konnte mit seinen ausführlichen Ausführungen "alle Unstimmigkeiten aufklären", so dass bei einer Gegenstimme die Feststellung und Entlastung der Jahresrechnung 2019 erfolgte.

    Das Ratsgremium stimmte mehreren Ausnahmen bei einem Bauantrag im Gemeindeteil Erbshausen zu, welche die Farbe der Dacheindeckung, die Dachneigung und die Zufahrt zur Kellergeschossgarage betrafen. Eine beantragte Stellplatzablösung für ein Grundstück im neuen Baugebiet "An der Kirche" fand dagegen keine Mehrheit im Gremium.

    Abbrennen von Feuerwerken bleibt Einzelfallausnahme

    Zur Übernahme der Trafostation am Spielplatz "Glockenberg" fiel noch keine Entscheidung. Ein Teilabbruch und der Aufbau eines neuen Daches kommen für die ÜZ Mainfranken nicht in Frage. Auf Vorschlag von Klaus Römert wird der Bürgermeister noch einmal mit der ÜZ verhandeln, ob sie sich eine Ablöse in Höhe der Abbruchkosten vorstellen könnte.

    Um die Erlaubnis für Feuerwerke ging es in einem weiteren Tagesordnungspunkt. Die Anfragen dazu häufen sich in der Gemeindeverwaltung "auf zehn bis 15 im Jahr". Das Genehmigungsverfahren bei Kleinfeuerwerken durch Privatpersonen, etwa zu besonderen Geburtstagen oder Jubiläen, soll als Einzelfallausnahme fortgeführt werden.

    Größere Feuerwerke bei gewerblichen Veranstaltungen müssen von Pyrotechnikern, also von "Personen mit einer sprengstoffrechtlichen Erlaubnis oder mit einem Befähigungsschein", beim Gewerbeaufsichtsamt bei der Regierung von Unterfranken angezeigt werden. Hier hat die Gemeinde keinen Einfluss auf eine Genehmigung.

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