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    Kürnach

    Hundeverbotsschild sorgt in Kürnach für Verwirrung

    "Als Dank an die Kürnacher möchten wir etwas zurückgeben, das länger bleibt", sagte Lisa Bayerl-Gögercin zum Antrag ihrer SPD-Fraktion. Diese möchte ein "blühendes Band" entlang der Pleichfelder Straße errichten, das die Einfahrt in den Ort schmückt. Vom Edeka-Markt bis zur zukünftigen "CSU-Bank" will die SPD den Grünstreifen der Böschung zwischen Fahrbahn und Radweg mit Tulpenzwiebeln versehen. Im Herbst soll dazu bestenfalls – je nachdem wie dann aktuell die Corona-Lage aussieht – eine Pflanzaktion stattfinden, bei der gegebenenfalls Kinder und Jugendliche einbezogen werden.

    Die SPD möchte den Bürgern so etwas schenken, "das nachhaltig ist, und an dem sich die Kürnacher erfreuen können". Im Frühling soll die Ortseinfahrt dann zukünftig so schön blühen, wie die Narzissen an der Prosselsheimer Straße. Die Gemeinde stimmte dem Antrag vorbehaltlich zu. Da die Aktion an einer Kreisstraße geplant ist, muss sich die Gemeinde allerdings mit dem Landratsamt abstimmen.

    Hundeverbot am Kürnacher "Beach"

    Bereits in der vergangenen Sitzung diskutierte der Gemeinderat über einen Antrag der Grünen zur Situation am Kürnacher "Beach", der häufig von Hundebesitzern betreten werde. Das Gremium einigte sich darauf, ein Schild aufzustellen. Dies ist inzwischen durch den Bauhof geschehen. Allerdings scheint das Schild bei einigen Hundebesitzern für Verwirrung zu sorgen. Denn einige Gemeinderäte haben seitdem Bürger angetroffen, die weiterhin mit ihren Hunden auf dem Platz waren. Darauf angesprochen, kam etwa die Antwort, dass die Hunde an dieser Stelle nicht ihr Geschäft verrichten würden und somit den Anweisungen des Schildes Folge geleistet werde. Das Schild sei also irreführend.

    "Es stellt nicht da, Hunde sind hier verboten, sondern Hunde dürfen hier nicht koten", sagte Michael Ländner (CSU). Die Gemeinde hofft, dass die Hundehalter zukünftig trotzdem sensibilisiert sind und mit den Hunden den Platz nicht betreten. Außerdem kamen im Gemeinderat Vorschläge auf, im Gegenzug zukünftig bestimmte Plätze zu schaffen, die speziell für Hunde gedacht sind.

    Beteiligung am "Einheitsbuddeln"

    In einem weiteren Antrag der Grünen ging es um die Aktion "Einheitsbuddeln", die am Tag der Deutschen Einheit 2019 ins Leben gerufen wurde. Damals wurden bundesweit 125 000 Bäume gepflanzt, auch Bürger aus Kürnach waren daran beteiligt. Die Aktion soll jährlich wiederholt werden. In ihrem Antrag schlug die Grünen-Fraktion vor, das Einheitsbuddeln mit der jährlichen Pflanzaktion "Kürnacher Jubiläumswald" zu verbinden. Aufgrund der zunehmenden Trockenheit sei zu erwarten, dass Baumpflanzungen im Frühjahr schwieriger werden und eine Pflanzaktion im Herbst größere Überlebenschancen biete.

    Allerdings berichtete Bürgermeister René Wohlfart, dass Förster German-Michael Hahn erklärte, dass die Pflanzung im Herbst "keinen Sinn" mache. Bayerl-Gögercin merkte außerdem an, dass die beiden Aktionen nicht vermischt werden sollten, denn die Jubiläumspflanzungen seien für die Bürger mit besonderen Momenten verbunden. Daraufhin zog Kerstin Celina (Grüne) den Antrag in dieser Form zurück. Sie werde sich aber eine andere Lösung überlegen.

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