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    Winterhausen

    Kanäle im "Heigern" werden durchleuchtet

    Überwiegend mit Bauangelegenheiten war der Gemeinderat in seiner jüngsten Sitzung befasst.

    Zunächst wurde aber der Auftrag für den diesjährigen Abschnitt der Kamera-Befahrung von Abwasserkanälen vergeben. Im Baugebiet "Heigern" werden Leitungen, Haltungen und Schächte untersucht. Nach erfolgter Ausschreibung und Überprüfung der Angebote wurde eine Fachfirma aus Marktheidenfeld beauftragt. Die Kostensumme beträgt 64 193,36 Euro brutto und liegt geringfügig über den veranschlagten Kosten.

    Bürgermeister Christian Luksch sagte, dass man im nächsten Jahr nach Möglichkeit die Kanäle im Altort untersuchen sollte. Dort gebe es auch einige schadhafte Straßenabschnitte. Vor deren Sanierung wäre es notwendig zu wissen, wie es im Untergrund aussieht.

    Denkmalrechtliche Erlaubnis

    Grundsätzlich befürwortet hat der Gemeinderat eine denkmalrechtliche Erlaubnis für die Erneuerung von Fenstern und Türen an einem Haus im Altort. Die vorgesehenen Fenster auf der Straßenseite würden den Anforderungen der Ortsgestaltungssatzung genügen. Bei einigen Fenstern und Türen auf der Rückseite wäre dies nicht der Fall, dies wurde aber als vertretbar angesehen, weil sie von außen praktisch nicht einsehbar sind.

    In diesem Zusammenhang warf zweiter Bürgermeister Matthias Wieser die Frage nach einer Neufassung der Gestaltungssatzung auf. Denn es würden immer viele Befreiungen erteilt. In der jetzigen Form sei die Satzung ein "zahnloser Tiger". An präziseren Festlegungen ist Wieser gelegen, weil Winterhausen und Sommerhausen ortsübergreifend und flussübergreifend als Denkmalensemble gelten, was eine große Besonderheit sei. Beim Denkmalschutz genieße das gemeinsame Ensemble eine hohe Wertigkeit.

    Zudem hält es Wieser für sinnvoll, Bauwilligen bei einer denkmalgerechten Sanierung auch finanzielle Förderung zukommen zu lassen. Die Begleitung durch ein Fachingenieurbüro wäre dafür wichtig. Bürgermeister Christian Luksch würde ein entsprechendes Programm zusammen mit den Bürgern erarbeiten wollen, eventuell im Rahmen eines integrierten städtischen Entwicklungskonzepts. Auch in der Interkommunalen Allianz sollte dies ein Thema werden.

    Ungeklärte Fragen

    Diskutiert wurde über den Antrag zur Errichtung einer einseitig offenen Halle im Gewerbegebiet, in welcher Lastwagen und Baumaschinen untergestellt werden sollen. Im Gemeinderat blieben ungeklärte Fragen. Peter Teufel wies darauf hin, dass von den Fahrzeugen auch Öl oder Betriebsstoffe austreten könnten. Es müsse vermieden werden, das diese in den Boden eindringen. Außerdem kam die Vermutung auf, dass für das Vorhaben auch eine wasserrechtliche Erlaubnis nötig sein könnte. Für das anfallende Dachwasser ist im Plan eine Versickerung in einer eigens zu schaffenden bepflanzten Mulde vorgesehen.

    Klaus Trunk war überzeugt, dass das Landratsamt bei dem gewerblichen Bauvorhaben, wenn nötig, auch das Wasserwirtschaftsamt einschalte. Zudem unterliege der Betrieb Kontrollen durch die Gewerbeaufsicht. Trunk hatte keine Zweifel, dass der Bauwerber das Vorhaben den Regeln entsprechend ausführt.

    Der Gemeinderat erteilte grundsätzlich das gemeindliche Einvernehmen. Dem Landratsamt sollen aber die angesprochenen Punkte mit der Bitte um Prüfung mitgeteilt werden.

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