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    Uffenheim

    Kirchweih und Handwerkermarkt fallen aus

    Nachdem wegen Corona in diesem Jahr schon die Großveranstaltungen "Auto-Technik-Freizeit Markt", das Walpurgi-Fest und das Deutsch-Italienische Weinfest ausgefallen sind, sieht Bürgermeister Wolfgang Lampe auch keine Chance für die Kirchweih im September. Auch der Handwerkermarkt wird nicht stattfinden.

    "Die Kirchweih ist abgesagt", informierte Lampe den Stadtrat in der jüngsten Sitzung. Auch der Handwerkermarkt Anfang Oktober werde nicht stattfinden. Dies habe ihm der Veranstalter, der Gewerbeverein Uffenheim, mitgeteilt. Da zu dieser Veranstaltung bei gutem Wetter normalerweise Tausende Besucher strömen, sei alles nicht kalkulierbar.

    Nach dem bereits im Verwaltungsausschuss über die Situation des städtischen Bauhofs gesprochen wurde, dessen künftiger neuer Leiter Thomas Siebert (Obernzenn) sich vorstellte, beschäftigte sich auch der Stadtrat mit dem Thema.

    Bereits bei einer Begehung 2015 war festgestellt worden, dass das Gebäude in keinem guten Zustand mehr ist. 2004 hatte es erste Überlegungen gegeben, den Bauhof in einen Neubau zwischen Stadtwerken und Kläranlage zu verlegen. Diese Planungen sollen nun weitergeführt werden. Es würden hierbei geschätzte Kosten von etwa drei Millionen Euro entstehen.

    Bei einer Ortsbegehung durch den Verwaltungsausschuss war dem Bauhof ein "erbärmlicher Zustand" attestiert worden. Deswegen bestehe "akuter Handlungsbedarf". Diesen sieht auch Bürgermeister Lampe, der deutlich machte, dass die Stadt um einen Neubau nicht herumkomme.

    Dass ein Bauhof in Schuss und für die Mitarbeiter ein sicheres Arbeitsumfeld bieten müsse, diese Einsicht war bei allen Ratsmitgliedern da. Jedoch der Zeitpunkt des Handels sorgte für Diskussionsstoff, weil derzeit mit Kläranlage, Hallenbad, Schützenmuseum und jüngst Würzburger Torturm teure Maßnahmen anstehen. So wollte die CSU erst einen Zeit- und Finanzierungsplan haben.

    Dem gegenüber stand der dringende Apell des Bürgermeisters, den Bauhof-Neubau nicht zu verzögern. Jetzt gehe es nur um den Durchführungsbeschuss als Startschuss. "Wann es losgeht, weiß noch keiner", sagte Lampe. Planungen würden aber stets im Stadtrat vorgestellt. Er mahnte, dass nun, da Mängel offensichtlich seien, jeder in der Verantwortung stehe. Deswegen gab es auf seinen Antrag hin auch eine namentliche Abstimmung. Die fiel für den Durchführungsbeschluss einstimmig aus, so dass jetzt mit Planungen begonnen werden kann.

    Dennoch ist die finanzielle Situation Lampe bewusst. In den vergangenen Jahren habe man Schulden abbauen können, betonte er. Auch sei ihm klar, dass die Steuereinnahmen wegen Corona niedriger ausfallen werden als ursprünglich erhofft. Auf Grundlage von Zahlen, die der Bayerische Städte- und Gemeindetag ermittelt hat, sagte Lampe, dass die Stadt möglicherweise mit 1,3 Millionen Euro weniger an Steuereinnahmen rechnen müsse. "Das ist aber spekulativ", betonte Lampe. Allerdings sollen wegen der geringeren Einnahmen Zuschüsse von Bund und Land kommen, wobei die Höhe noch nicht bezifferbar sei.

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