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    Simmershofen

    Krämers letzte Sitzung in ungewohnter Umgebung

    Letzte Sitzung als Mitglied des Gemeinderates beziehungsweise als Bürgermeister (von links): Dieter Zeller, Thorsten Schmidt und Bürgermeister Heinz Krämer.
    Letzte Sitzung als Mitglied des Gemeinderates beziehungsweise als Bürgermeister (von links): Dieter Zeller, Thorsten Schmidt und Bürgermeister Heinz Krämer. Foto: Alfred Gehring

    Ausgerechnet bei der letzten Gemeinderatsitzung unter Bürgermeister Heinz Krämer war alles anders. Statt im Sitzungssaal des Rathauses traf sich der Gemeinderat im Gemeindehaus, weil dort die Mindestabstände eingehalten werden konnten.

    Auf der Tagesordnung standen auch die Auswirkungen der Corona-Krise auf die Gemeinde. So finden die Sitzungen des Gemeinderates bis auf weiteres im Gemeindehaus statt. Maibaum wird in diesem Jahr keiner aufgestellt.

    Geldstrafe für den Pfarrer

    Veranstaltungen werden bis auf weiteres verboten, bei Beerdigungen dürfen höchstens 15 Personen teilnehmen. Krämer wusste von einer Bestattung zu berichten, an der rund 40 Personen teilnahmen, was eine Geldstrafe für den Pfarrer nach sich zog.

    Zu Beginn gab der Gemeinderat zwei privaten Bauprojekten, einer Umnutzung einer Ferienwohnung zum Alterswohnsitz in Auernhofen und dem Neubau eines Einfamilienhauses in Equarhofen seine Zustimmung.

    70 Prozent Förderung

    Zur Dorferneuerung in Simmershofen wusste Krämer von einer Vereinbarung der Teilnehmergemeinschaft mit dem Amt für ländliche Entwicklung zu berichten, nach der sich die Behörde mit einem Fördersatz von 70 Prozent an den Kosten der vorgesehenen Baumaßnahmen in Höhe von rund 1,16 Millionen Euro beteiligt. Betroffen sind dabei nicht Kosten für die Kanalisation und Wasserversorgung. Die Projekte sollen bis 30. Juni 2022 abgeschlossen sein.

    Inzwischen ist auch die Rechnung für die Ingenieursleistungen für Planung und Baubetreuung zur Dorferneuerung eingegangen. Die Kosten von 111 000 Euro werden mit 50 Prozent bezuschusst.

    Parken auf Kirchplatz verboten

    Krämer wies darauf hin, dass der Kirchplatz kein Parkplatz mehr sei. Noch immer nutzen einige Anwohner den Kirchplatz als Dauerparkplatz. Dies sei nicht zulässig.

    Für den Bau der Pumpleitung der Abwasseranlagen sind inzwischen die Genehmigungen der Straßenbaubehörde zur Querung der verschiedenen Straßen eingegangen, lediglich die der Autobahnverwaltung steht noch aus. Ein Erörterungstermin in der kommenden Woche sei die letzte Möglichkeit, sich gegen den Bau der Abwasserleitung zu wenden.

    Kaum Sponsoren für Broschüre

    Die Broschüre "Einsteiger", die die lokale Aktionsgruppe südlicher Steigerwald jährlich kostenlos verteilt, soll trotz Corona-Krise auch im kommenden Jahr wieder verteilt werden. Da sich die Sponsoren mit Anzeigen derzeit zurückhalten, könnte es sein, dass sich die Gemeinden stärker beteiligen müssen. Krämer sprach sich dennoch dafür aus, denn das nächste Heft wird sich schwerpunktmäßig auch mit Simmershöfer Projekten wie der Sanierung des Dachsenkellers befassen.

    Die Überprüfung der Standfestigkeit der Grabsteine in allen Ortsteilen wird künftig zentral über die lokale Aktionsgruppe Neustadt erfolgen. Die Überprüfung eines einzelnen Grabsteines kostet 68 Cent, für die rund 300 Grabsteine insgesamt 242 Euro.

    Ausführlich beriet der Gemeinderat die Höhe der Entschädigungen für Hand- und Spanndienste, die Gemeindebürger für die Allgemeinheit leisten. Diese orientieren sich an den Entschädigungen, die der Maschinenring zahlt. Teilweise wurden die Entschädigungen kräftig erhöht. So beträgt der Stundenlohn für den persönlichen Arbeitseinsatz beispielsweise künftig statt zehn Euro fünfzehn Euro. Die Schlepperstunde wird, je nach Art des eingesetzten Schleppers auf bis zu 25 Euro erhöht, fürs Schneeräumen gibt es künftig 60 Euro, die Einsatzstunde der Gemeindearbeiter wird mit 50 statt bisher 40 Euro berechnet. Die Zuwendung für Vereinsjubiläen wird von 150 auf 200 Euro angehoben. Aktive Feuerwehrleute erhalten künftig einen Verzehrgutschein von 15 Euro.  Die neuen Entschädigungssätze gelten ab 1. Mai.

    Kaum noch Grabstätten

    Im Friedhof in Equarhofen sind aktuell gerade noch drei Gräber frei. Krämer schlug vor, zwei neue Grabreihen mit Fundamenten zu versehen, so dass wieder rund 20 neue Gräber zur Verfügung stehen. Der Gemeinderat stimmte dem zu.  

    Abschiedsvorstellung in ungewohnter Umgebung: Stehend applaudierten die Gemeinderäte von links Josef Himberger, Florian Hirsch, Ernst Kilian, Manfred Streckfuß und (ganz am Rand) Rainer Kellermann den ausscheidenden Ratsmitgliedern (sitzend von links Thorsten Schmidt, Bürgermeister Heinz Krämer und Dieter Zeller.
    Abschiedsvorstellung in ungewohnter Umgebung: Stehend applaudierten die Gemeinderäte von links Josef Himberger, Florian Hirsch, Ernst Kilian, Manfred Streckfuß und (ganz am Rand) Rainer Kellermann den ausscheidenden Ratsmitgliedern (sitzend von links Thorsten Schmidt, Bürgermeister Heinz Krämer und Dieter Zeller. Foto: Alfred Gehring

    Zur Anschaffung des neuen Feuerwehrfahrzeuges finden derzeit Absprachen mit den Gemeinden Seinsheim, Martinsheim und einem weiteren Ort im Landkreis Kitzingen statt, so Krämer.

    Da das Spielmobil des Landkreises nicht mehr einsatzfähig ist, wird das Kinderferienprogram voraussichtlich lediglich aus einer Filmvorführung bestehen. Vorgesehen ist der Zeichentrickfilm "Wikie auf großer Fahrt".

    Stabile Einwohnerzahlen

    Ihre Einwohnerzahl konnte die Gemeinde stabil halten. Derzeit sind in Simmershofen mit Ortsteilen 941 Haupt- und 66 Zweitwohnsitze gemeldet.

    Ratsmitglied Josef Himberger beklagte, dass in den Grüngutcontainer des Landkreises vermehrt große Wurzelstöcke entsorgt werden. Sollte das weiterhin geschehen, befürchtet er, dass der Landkreis den Container möglicherweise abzieht. Krämer verwies darauf, dass es für solche Abfälle die Möglichkeit der kostenlosen Entsorgung in Custenlohr gibt.

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