• aktualisiert:

    Waldbüttelbrunn

    Bischof Ehrenfried weihte vor 90 Jahren diePfarrkirche

    Die heutige neue Pfarrkirche im neuromanischen Stil wurde am 28. Juli 1929 von Bischof Matthias Ehrenfried feierlich im Namen des Apostels St. Bartholomäus geweiht. Foto: Ronald Ott

    90 Jahre Pfarrkirche St. Bartholomäus – zu diesem Bestehen referierte Pfarrer im Ruhestand Dr. Dr. Dieter Feineis (Professur Fränkische Kirchengeschichte) im St. Josefshaus.

    Die Geschichte der Pfarrei Waldbüttelbrunn beginnt mit der Ortsgeschichte von Waldbüttelbrunn dem Jahre 748. Dieses Gründungsjahr geht auf die berühmte fränkisch-würzburgische Hochstiftschronik des Magisters Lorenz Fries zurück. In dieser Chronik wird u.a. „Butelbrun“ bei der Gründung und Ausstattung für die Mönche des Andreasklosters durch Bischof Burkard erstmals als Besitz des Klosters erwähnt. Pfarrer Dr. Dr. Dieter Feineis erklärte, dass Waldbüttelbrunn zu den Dörfern gehörte, die das Kloster St. Burkard (das frühere Andreaskloster) in Würzburg mit „Gülten, Zehnten und Zinsgefällen“ unterhalten sollten.

    Schenkung an das Andreaskloster

    Er sprach davon, dass auf Grund der historischen Quellen zu erkennen ist, dass die Geschichte Waldbüttelbrunns bestimmt wurde durch die Auseinandersetzung des Stiftes St. Burkard mit der damaligen Grafschaft Wertheim. Es ging immer um die Dorfherrschaft. Unter Bischof Hugo wird das Andreaskloster reformiert. Im Zuge dieser Maßnahmen schenkte er dem Kloster die Pfarrkirche auf dem Marienberg (Festung) und verschiedene Dörfer, darunter auch „Butelbrun“. Urkundlich erwähnt ist „villa butelbrunium“ erstmals am 18.05.1356. Schon damals stand hier auch eine Pfarrkirche (örtlich an einer anderen Stelle), zu deren Sprengel auch Höchberg gehörte. Die kirchenrechtliche Trennung von Höchberg erfolgte  1858 durch Bischof Georg Anton Stahl.

    Geschichtsträchtiger Abend

    Die „Alte Kirche“ von Waldbüttelbrunn wird seit 1980 als „kulturelles Zentrum“ der politischen Gemeinde genutzt – eine der Würde des Gotteshauses sinnvolle Nutzung.  Die heutige neue Pfarrkirche im neuromanischen Stil wurde am 28. Juli 1929 von Bischof Matthias Ehrenfried feierlich im Namen des Apostels St. Bartholomäus geweiht.

    Die Veeh-Harfengruppe vom Eisinger St.Josefs-Stift sorgte für den musikalischen Rahmen zum Vortrag. Die sehr interessierten Zuhörer bedankten sich für den lehrreichen geschichtsträchtigen Abend durch reichlich Beifall.

    Von: Roland Ott für die Kirchenverwaltung Waldbüttelbrunn

    Weitere Artikel
    Fotos

      Kommentare (0)

        Der Diskussionszeitraum für diesen Artikel ist leider schon abgelaufen. Sie können daher keine neuen Beiträge zu diesem Artikel verfassen!