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    Würzburg

    Einsatz von Frauen für eine intakte Umwelt

    Neujahrsempfang der Arbeitsgemeinschaft Würzburger Frauen und Frauenorganisationen: Im Bild 1. Reihe von links: Karin Strempel, Regine Samtleben, Michaela Reim, Barbara Lehrieder, Veronika Zirbs, Susanne Waldmann, Petra Müller-März, Cellotta-Band; 2. Reihe hinten Lena Gärtner, Angelika Voeth, Margit Dubsky, Anja Knieper, Heike Richartz, Sandra Vorlova, Cellotta-Band Foto: Martina Kapuschinski

    Frauen - aktiv für die Umwelt! – Unter dieses Motto stellte die AWF (Arbeitsgemeinschaft Würzburger Frauen und Frauenorganisationen) ihren Neujahrsempfang.

    Wie die Gleichstellungsbeauftragte der Stadt Würzburg, Petra Müller-März, in ihrem Grußwort betonte, gab es schon seit dem 19. Jahrhundert zahlreiche Frauen, die sich für den Naturschutz einsetzten - auch wenn sie meist im Verborgenen blühten.

    Vielfältiges Engagement

    Dies zu ändern und den Einsatz von Frauen für eine intakte Umwelt deutlich zu machen, war die AWF am vergangenen Samstag angetreten. In Interviews stellten sechs interessante Frauen ihr vielfältiges Engagement für unsere Lebensgrundlagen dar. Anja Knieper, seit 29 Jahren Leiterin der Umweltstation, schilderte den Wandel im Umweltbewusstsein an Schulen. Aufgrund der breiten, parteiübergreifenden Bildungsarbeit, die ihr Team leistet, wurde die Würzburger Umweltstation ein Modell für ganz Bayern. Die neue Umweltstation an der Zeller Straße als Ort der Begegnung und Vernetzung schuf auch für diesen Empfang einen schönen Rahmen.

    Diese Bildungsarbeit hat Früchte getragen - das beweist die Bewegung „Fridays for Future“. Deren Vertreterin Veronika Zirbs betonte, dass die zahlreichen Demonstrationen junger Menschen wachrütteln und die gesellschaftliche Diskussion beleben wollen. Es bedürfe neben individuellem Umdenken vor allem anderer Prioritäten in der Wirtschaft und politischer Entscheidungen, um den Klimawandel noch zu stoppen.

    Alternativen zum herkömmlichen Handeln

    Dass es Alternativen zum herkömmlichen Handeln gibt, zeigten auch die anderen Gesprächspartnerinnen jede auf ihre Art: Dr. Michaela Reim, Physikerin vom ZAE (Bayer. Zentrum für angewandte Energieforschung), machte an einem Wärmebild die Überhitzung der Stadt Würzburg deutlich, der beispielsweise durch stärkere Stadtbegrünung effektiv zu begegnen sei. Sie lud ein zur Ausstellung „Klima-Umwelt-Energie“ im Energie-Effizienz-Centrum am Hubland.

    Bio-Winzerin Margit Dumbsky aus Volkach beschrieb den Wandel ihres Betriebs vom konventionellen zum ökologischen Landbau mit all seinen Chancen und Schwierigkeiten. Das Ergebnis konnten die Besucher mit Secco und Säften vor Ort gleich genießen.

    Musikalische Umrahmung

    Susanne Waldmann schilderte ihren langen Weg bis zur Gründung ihres „Unverpackt“-Ladens, wo sie vom Apfel bis zur Zahnbürste anbietet, was die Stadtbevölkerung, ob jung, ob alt, für ein gesundes, plastikfreies Leben brauchen kann. Und wer mal raus aus der Stadt will und sich sinnvoll in der Natur betätigen möchte, kann dies bei zahlreichen Naturschutzaktionen, die Lena Gärtner vom Bergwaldprojekt vorstellte. Ob Baumpflanzungen im Spessart, Moorbewässerung oder Lupinenmahd in der Rhön - aktiver Einsatz statt Weltuntergangsstimmung ist gefragt.

    Fazit dieser aufschlussreichen Veranstaltung der AWF: Klimaschutz ist möglich - wenn viele mitmachen. 

    Musikalisch umrahmt wurde die Veranstaltung von der  jungen Würzburg Singer-Songwriter Band Cellotta

    Von: Heike Richartz, Vorstand Arbeitsgemeinschaft Würzburger Frauen und Frauenorganisationen

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