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    Zell

    Gespenst und Co. im Bürgerbräustollen

    Die Märchenerzählerin Kerstin Lauterbach zog die Kinder in ihren Bann. Foto: Sabine Pichler, Öffentlichkeitsarbeit Markt Zell a. Main

    Viele kleine Hexen, Vampire, Gespenster und Skelette sah man an Halloween in Zell durch die Straßen ziehen. Doch nicht „Süßes oder Saures“ forderten die verkleideten Kinder, sondern gruselige Gänsehaut. Und die wollte man sich wieder bei der Lesung im Zeller Bürgerbräustollen holen.

    Mit etwas Mut in den dunklen Berg

    Der gemeindliche Sozialarbeiter Simon Henche und seine Helferin Daniela Görner-Schmitt hatten die Veranstaltung als Teil des Zeller Herbstferienprogramms organisiert. Die Kinder brauchten etwas Mut, um sich durch den Eingang in den dunklen Berg zu wagen. Denn es ging vorbei an Spinnenweben, Kürbisfratzen und kleinen Gummiskeletten und durch die mit Kerzenlicht erleuchteten Gänge bis in den Vorleseraum. Dort begrüßte sie Bürgermeisterin Feuerbach und stellte die erste Geschichtenerzählerin vor. Die Bundestagsabgeordnete Simone Barrientos war auf Einladung der „Stiftung Lesen“ nach Zell gekommen, um den Leseclub der Marktgemeinde zu besuchen. Sie erzählte den Kindern, dass sie selbst schon immer eine leidenschaftliche Leseratte gewesen sei und sich freute, dass es in Zell einen Leseclub gibt. Passend zum gruseligen Anlass hatte Barrientos das antiquarische Buch „Das Schulgespenst“ von Peter Abraham mitgebracht und las daraus ein Stück vor. Das habe sie selbst als Kind mit Begeisterung gelesen und gerne überließ sie ihr Exemplar dem Leseclub.

    Geschnarcht und gestampft, gelacht und geschaukelt

    Nach der Pause, in der es heißen Punsch und scharfe Würstchen gab, übernahm die professionelle Märchenerzählerin Kerstin Lauterbach und begann mit der Geschichte vom Laminak, dem bösen Kobold, der die alte Bäuerin tyrannisiert. Die Kinder waren voll und ganz dabei und die Geschichte wurde zum Mitmachmärchen, in dem geschnarcht und gestampft, gelacht und geschaukelt wurde. Bei einem Märchen der Brüder Grimm verwandelte sich dann die Kinderschar in schlaue, schnatternde Gänse, die betend mit einem nichtendenden „Ga! Ga! ihrem Schicksal, dem hungrigen Fuchs, entgingen. Mit „Der Bär und das Eichhörnchen“, die es zusammen mit dem Winterschlaf versuchten, endete der Nachmittag nicht ganz so gruselig und die Kinder konnten sich ohne Gänsehaut mit einem Applaus von der tollen Erzählerin verabschieden.

    Von: Sabine Pichler, Öffentlichkeitsarbeit Markt Zell a. Main

    Die Märchenerzählerin Kerstin Lauterbach zog die Kinder in ihren Bann. Foto: Sabine Pichler, Öffentlichkeitsarbeit Markt Zell a. Main
    Bürgermeisterin Anita Feuerbach begrüßt die Zeller Kinder und die Bundestagsabgeordnete Simone Barrientos. Foto: Sabine Pichler, Öffentlichkeitsarbeit Markt Zell a. Main
    Grusellesung im Zeller Bürgerbräustollen. Foto: Sabine Pichler, Öffentlichkeitsarbeit Markt Zell a. Main

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