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    Kürnach

    Jeder Eigenwerber bekam Wipfelholz

    Bürgermeister Thomas Eberth, Bauhofleiter Reinhard Heinrich und Forstarbeiter Martin Stula gestalteten den Vergabemodus der Holzversteigerung im Gemeindewald. Die Gemeinde Kürnach versucht über die nachhaltige Waldbewirtschaftung jährlich immer eine entsprechende Menge Stamm- und Brennholz für die Bürger bereit zu halten. Foto: Matthias Demel

    Eine lange Tradition hat im Gemeindewald Kürnach die Holzversteigerung. Das Wipfelholz und schwächere Stammholz steht der Bevölkerung zum Aufarbeiten als günstiger Brennstoff zur Verfügung. Unter Leitung von Bürgermeister Thomas Eberth, Bauhofleiter Reinhard Heinrich und Forstarbeiter Martin Stula wurde auch im Jahr 2019 wieder das Holz an Eigenwerber vergeben.

    Über 50 Holzwerber wollten den günstigen, nachwachsenden Brennstoff erwerben. „Die Erstellung der Holzlose erfolgt nach den Kriterien der Waldpflege und des Waldbaus, nicht nach Anzahl der Bewerber“, betont Bürgermeister Thomas Eberth. Dennoch kamen fast alle Bewerber zum Zug. Außerdem wurde 2019 als „kleines Zuckerle“ auch Polterholz vergeben. Dieses ist leichter aufzuarbeiten. Wichtig für die Gemeinde ist außerdem die Sicherheit im Wald. Daher dürfen nur Bewerber mit einem Kettensägenlehrgang und entsprechenden Nachweisen ein Los für Brennstoff aus dem Gemeindewald abgeben.

    Würfeln bei der Holzvergabe

    Früher wurde bei der Holzvergabe versteigert oder gewürfelt. Dabei hatte der Holzförster Würfel dabei und die Interessenten mussten so lange würfeln bis pro Holzlos ein Gewinner feststand. Heutzutage hat man sich aufgrund der Vielzahl von Interessenten etwas anderes einfallen lassen. „Der Wald dient uns als Bürgerwald. Wichtig ist der Einklang zwischen Nutzung und Natur. Deshalb kann jeder Hausbesitzer mit Brennofen und Kettensägenlehrgang ein Los abgeben und vor Ort wird dann gezogen, wer Holz aufarbeiten darf“.

    Danach kommt der Bauhofleiter Reinhard Heinrich und Forstarbeiter Martin Stula und schätzen die Steranzahl des Holzes. Für den Ster zahlen die Kürnacher Bürger zehn Euro. Der Betrag muss dann an die Gemeinde bezahlt werden. „Nicht der letzte Euro ist unser Ziel, sondern der schonende Umgang mit dem Wald und der Natur“, betont dabei der Bürgermeister. Vor der Versteigerung wurde die Sicherheitsbelehrung durchgeführt. „Wenn man weiß, welche Verletzungen im Wald mit der Säge entstehen können, dann muss man einfach das Thema Sicherheit in den Vordergrund stellen“, so Eberth weiter.

    Keine Plastikplanen

    Insgesamt kamen annähernd 100 Bürger um bei der Verlosung teilzunehmen. Beinhaltet ist Wipfelholz von Buche, Eiche und Birke. Auch andere Werthölzer der Jungdurchforstung wurden aufgearbeitet. Die Holzlose müssen bis Januar 2020 aufgearbeitet sein. „Damit wieder Ruhe in den Wald einkehrt“, betont Bauhofleiter und Forstwirt Reinhard Heinrich. Das Abdecken der Holzlose mit Plastikplanen wurde erstmals verboten. „Wir wollen keinen Plastikmüll in unserem Gemeindewald“, waren sich alle einig.

    Von: Thomas Eberth, 1. Bürgermeister, Gemeinde Kürnach

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