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    Zell

    Rückschau auf 20 Jahre Dienst als "Helfer vor Ort"

    Bild von den heutigen First Respondern (vlnr): Frank Huppmann, Nico Wülk, Norbert Schenk, Judith Huppmann, Helena Felkl, Stefan Wallrapp, Marcus Behringer, Theresa Schneider, Konstantin Behringer, Manuel Dill. Auf dem Bild fehlen: Dr. Werner Eckardt, Kevin Matysik Foto: Leopold Wallrapp

    Neben den Ehrungen von langjährigen Mitgliedern, Überreichung von Lehrgangszeugnissen (16) und Ernennungen, stand vor allem die Rückschau auf 20 Jahre freiwilligen Dienst als Helfer vor Ort beim Kameradschaftsabend der Freiwilligen Feuerwehr Zell am Main im Mittelpunkt.

    Die First Responder, auch Helfer vor Ort (HvO) genannt, haben die Aufgabe bei medizinischen Notfällen die Zeit bis zum Eintreffen des Rettungsdienstes zu überbrücken. Sie haben ihren Sitz bei ortsansässigen Rettungsorganisationen oder wie in Zell am Main, bei der Freiwilligen Feuerwehr. Bei akuten Notfällen, wie Herzinfarkt, Schlaganfall, Sturz vom Baum sowie bei Verkehrsunfällen, wo jede Minute zählt und der Rettungsdienst vermutlich nicht rechtzeitig vor Ort sein kann, kommen die First Responder zum Einsatz.

    First Responder seit 1999

    So hat es 1999 angefangen. Feuerwehrfrauen und Feuerwehrmänner haben sich zu First Respondern in einem 70 stündigen Lehrgang ausbilden lassen. Es mussten schriftliche und praktische Prüfungen abgelegt werden. Jährlich müssen auch immer wieder Fortbildungsveranstaltungen besucht werden, um die Qualifikation zu behalten und auf dem neuesten Stand zu bleiben. Ein entscheidender Vorteil der First Responder liegt darin, dass sie über genaue Ortskenntnisse in Zell verfügen und so auch den nachrückenden Rettungsdienst einweisen können. Unter anderem unterstützen sie den Rettungsdienst auch durch Tragehilfe, wenn es durch enge Treppenhäuser und unwegsamen Gelände geht. Jährlich wird der First Responder in Zell circa 140 mal zu jeder Tages- und Nachtzeit alarmiert.

    Unvergessbare Hilfseinsätze

    In den 20 zurückliegenden Jahren haben sich markante HvO-Einsätze bei den Helfern eingeprägt. Es waren dies Verkehrsunfälle auf der Umgehungsstraße sowohl in Zell wie auch in Margetshöchheim, Reanimationen mit und leider auch ohne Erfolg, Geburtshilfe im Altort, Ein verhinderter Sprung von der St. Laurentiusbrücke in Zell, Patientenrettungen über Drehleiter, wenn Treppenaufgänge für Krankentrage zu klein waren oder ein möglichst patientenschonender Transport von Nöten war, Person im Main auf Höhe der Schiffsanlegestelle auf der gegenüberliegenden Mainseite, Schusswaffengebrauch nach gefährlicher Körperverletzung an einem Rentner im Kloster Oberzell, Rettung von verunglücktem Radfahrer im Wald aus unwegsamen Gelände, Zusammenstöße von Radfahrern sowohl am Tag, wie auch in der Nacht am Radweg auf Höhe Maxl Bäck, als auch Gasthaus Rose, Gepfählter Angler am Königsbau unterhalb vom Kloster Oberzell, Hand in Rasenmäher und Sturz in Brunnenschacht.

    Da die Zeller Feuerwehr mit zu den ersten First Respondern gehörten, fuhren sie in den ersten Jahren auch nach Margetshöchheim, Erlabrunn, Leinach, Waldbüttelbrunn und Hettstadt, bis sich auch dort First Responder Gruppen gebildet hatten.

    Von: Waldemar Schneider, Feuerwehr Zell am Main

    Im Bild die Lehrgangsteilnehmer mit ihren Urkunden und die Kameraden für die eine Ernennung ausgesprochen wurde. Foto: Leopold Wallrapp

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