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    Randersacker

    Stehende Ovationen für Duo Piacello

    Duo Piacello: mit Pianistin Yuri Nakamori am Flügel und Volker Potoradi am Violoncello. Foto: Peter Scheurer

    Einen musikalischen Kunstgenuss, so wie es Alfred Schmitt in seiner Begrüßungsrede angedeutet hatte, erlebten die rund 200 Besucher beim Benefizkonzert von „Duo Piacello“, mit der Pianistin Yuri Nakamori am Flügel und dem Instrumentallehrer Volker Potoradi am Violoncello in der Pfarrkirche St. Stephanus in Randersacker.

    Bereits bei der ersten musikalischen Darbietung, der „Träumerei“ von Robert Schumann war zu spüren, mit welch großer Professionalität und Hingabe zur Musik, die beiden Künstler zu musizieren vermögen.

    Leidenschaftliches Spiel

    Bei der Interpretation der sieben Variationen, die Ludwig van Beethoven über das Lied „Bei Männern, welche Liebe spüren“ aus Mozarts Oper „Die Zauberflöte“ sollte sich bewahrheiten, was Umblätterin und Moderatorin Cilly Fröhling, die in Bezugnahme auf Beethovens Zitat „Eine falsche Note zu spielen sei unbedeutend – ohne Leidenschaft zu spielen sei unverzeihlich“ , behauptete,  dass Duo Piacello „nicht nur leidenschaftlich, sondern zudem fehlerfrei spielen würde.“

    Mit einem solistischen Vortrag, bei dem die Pianistin einen fulminanten Auftritt am Flügel hinlegte, wandte man sich dem Komponisten Franz Schubert zu, der in Anbetracht seiner kurzen Lebensdauer von nur 31 Jahren mit über 600 Werken zu den produktivsten Komponisten zählt. Obwohl die Chor- und Kirchenmusik ein Schwerpunkt seines Schaffens war, gilt Schubert als unumstrittener Meister des Kunstliedes und so war es nicht verwunderlich, dass es nach der Darbietung der drei Lieder „Ave Maria,  „Forelle“ und „Ständchen“ , die in der Fachwelt vermutlich eher unter die  Rubrik „leichtere Muse“ fallen, aber sich aufgrund des hohen Bekanntheitsgrades größter Beliebtheit erfreuen, nicht ausblieb, dass sie auch die Konzertbesucher in Randersacker erreichten, und diese zu stehenden Ovationen bewegte.

    Spende für Ausbildungszentrum

    Des Weiteren gefiel Duo Piacello, als es sich mit einem kongenialen Zusammenspiel und technisch und emotional ausgereifter musikalischer Sensibilität, den „Zwölf Variationen“, die Beethoven über das Thema aus Friedrich Händels Oratorium „Judas Maccabäus“ widmete.

    Das gesamte Konzert war geprägt von klassischer Musik auf höchstem Niveau, was die beiden Musiker beim Adagio und Allegro von Robert Schumann zum krönenden Abschluss der Veranstaltung nochmal unter Beweis stellten.

    Der Aufforderung des Publikums nach Zugabe kamen die Pianistin und der Cellist mit „Hymne A Lamour“ von Marguerite Monnot und Schumanns „Träumerei“ gerne nach.

    Eine Spendensumme von rund 1400 Euro ging ein und wird einem Ausbildungszentrum in Kinkole/Kongo zufließen, über dessen Arbeit der Initiator des Projekts Pfarrer Fredereic Fungula einen Überblick gab.

    Von: Cilly Fröhling für das Duo Piacello

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