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    Von der Magie des Be-greifens

    Der Tag des offenen Klassenzimmers bot die Möglichkeit den Schülern über die Schulter zu schauen und zu erleben, wie diese mit den Materialien lernen. Foto: Maria Bethge

    Kürzlich öffneten sich die Türen der Montessori-Schule Würzburg von 10 bis 14 Uhr für interessierte Besucher. Rund 300 Gäste ließen sich von Lehrkräften, Eltern und Schüler über die Montessori-Pädagogik und deren besondere Lernmethode sowie die verschiedenen Schulabschlüsse beraten.

    Das elementare Kernstück der Montessori-Pädagogik ist die Freiarbeit. Jedes Kind kann frei entscheiden, wie es die Unterrichtszeit sinnvoll ausfüllen möchte. In Begleitung der Pädagogen ihrer Klasse suchen sich die Kinder ihre Arbeitsmaterialien aus: Holzwürfel, goldenes Perlenmaterial, Lochbretter oder Wortsetzkästen. Uwe Dillenz, Schulleiter der Montessori-Schule Würzburg erklärt, wie das Arbeiten damit funktioniert: „Die Materialien, welche Maria Montessori entworfen hat, sprechen alle Sinne des Kindes an und helfen das Be-greifen.“ So wird beispielsweise das Ziehen einer Quadratwurzel anhand einzelner Perlen dargestellt und physisch greifbar gemacht. „Bei manch einem Erwachsenen habe ich heute schon ein Ahh oder Ohh vernommen, wenn Herausforderung aus der eigenen Schulzeit mithilfe der Materialien einfach dargestellt wurden“, so Dillenz weiter.

    Mitmachprogramm

    Der Tag des offenen Klassenzimmers bot die Möglichkeit den Schülern über die Schulter zu schauen und zu erleben, wie diese mit den Materialien lernen. Aber auch für ein aktives Rahmenprogramm war gesorgt. Die Besucher konnten mit Feile und Raspel Holz in der Holzwerkstatt bearbeiten. Der Hort lockte mit Bastelangeboten im Gruppenraum. Der Aktion- und Toberaum durfte ausgiebig von den kleinen Besuchern getestet werden. Die Turnhalle bot ein aktives Mitmachprogramm.

    Im Schulhaus fanden die Besucher Stationen der schuleigenen Miniphänomenta. An den frei zugängliche Experimentierstationen konnten naturwissenschaftliche und technische Phänomene von Kindern erlebt werden.

    Schulhausführungen

    Die pädagogischen Teams der Klassen standen für die Fragen der Besucher zum Schulalltag zur Verfügung.  Am Infostand gab es nicht nur Wissenswertes zum Aufnahmeverfahren, auch die Anmeldelisten für neue Kinder füllten sich zusehends. Potentielle Neueltern konnten von den Erfahrungen langjähriger Monte-Eltern in persönlichen Gesprächen profitieren. Highlight des Tages waren die vier Schulhausführungen von SchülerInnen aus der 9. und 10. Klasse, welche die einzelnen Lernräume vorstellten.

    Für das neue Jahr steht der Einzug der Montessori-Fachoberschule auf den Schulcampus des Kloster Oberzells an, aktuell befindet sie sich am Berliner Platz. Damit ist der Montessori Trägerverein seinen Leitbild einen großen Schritt näher, eine Schule für alle von der Krippe bis zum Abitur.

    Von: Maria Bethge, Montessori Trägerverein Würzburg, Zell a. Main

    Der Tag des offenen Klassenzimmers bot die Möglichkeit den Schülern über die Schulter zu schauen und zu erleben, wie diese mit den Materialien lernen. Foto: Maria Bethge
    Der Tag des offenen Klassenzimmers bot die Möglichkeit den Schülern über die Schulter zu schauen und zu erleben, wie diese mit den Materialien lernen. Foto: Maria Bethge

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