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    Würzburg

    Leserforum: Bitte Verantwortung übernehmen!

    Zum Beitrag "Erneut Taube verletzt durch Blasrohrpfeil" vom 11. Juli erreichte die Redaktion folgender Leserbrief.

    Sehr geehrte Taubenzüchter,

    die meisten von Ihnen wollen nicht wahrhaben, dass die große Anzahl verwilderter Stadttauben etwas damit zu tun hat, dass Sie die Brieftauben, die Ihren Ansprüchen nicht genügen, zum Teil aussetzen (so hört man) und dass manche Ihrer Hochleistungstauben den großen Anstrengungen von Extremstrecken nicht gewachsen sind.

    Jedesmal wenn ich einen Taubenzüchter gefragt habe, wo denn die Tauben geblieben sind, die nicht zurückkamen, hieß es: "Die hat der Habicht geholt."

    Sie trennen Paare beziehungsweise Mütter von ihren Jungen und fahren diese dann bis zu 1000 Kilometer weit weg. Dort werden sie aufgelassen, um – angetrieben durch Sehnsucht nach Partnern oder Jungen – zu ihrem Schlag zurückzufliegen. Sind solche Methoden nicht grausam?

    Brieftauben – seit Jahrhunderten auf Menschen geprägt – sind darauf angewiesen, dass ihr Züchter ihnen Futter zur Verfügung stellt. Die verwilderten Tauben und deren Nachkommen sind ständig auf der Suche nach Nahrung und bevölkern deshalb die Innenstädte. Dort treffen sie auf Ablehnung und Hass, wie die Blasrohrpfeile zeigen.

    Sie hoffen auf Medaillen bei Wettbewerben und hohe Erlöse bei Auktionen – aber Ihr Ruhm wird von diesen sanften Kreaturen teuer bezahlt. Bitte zeigen Sie Mitgefühl und hören Sie auf, Hochleistungstauben zu züchten!

    Maria Neckermann
    97082 Würzburg

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    Bearbeitet von Aaron Niemeyer

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