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    MARGETSHÖCHHEIM

    mainART2018: Kultur baut Brücken

    Stuhlkreis in Kloster Oberzell (von links): Brigitte Laudenbacher (mainARTkulturverein), Bürgermeister Waldemar Brohm un... Foto: Matthias Ernst

    Die Kunst- und Kulturmesse „mainART“ wirft ihre Schatten voraus. Vom 15.-17. Juni wird sich im Altort von Margetshöchheim wieder alles um die Kunst drehen. Viele Hofbesitzer öffnen ihre Türen für die Künstler und diese präsentieren alle möglichen Arten von Kunst, egal ob Gemälde, Musik oder Lesungen.

    In zweijährigem Rhythmus veranstaltet die Gemeinde Margetshöchheim in Zusammenarbeit mit dem mainARTkulturverein dieses Kunst- und Kulturevent, das seinen Ursprung in einer Veranstaltung anlässlich des Kulturherbstes des Landkreises Würzburg 2009 hat. Das Ereignis ist mittlerweile ein Alleinstellungsmerkmal in der Region Würzburg und genießt längst Kultstatus bei den Kennern der unterfränkischen Kulturszene.

    2018 steht die Veranstaltung unter dem Motto „Kultur baut Brücken“ und es wird spannend zu beobachten sein, wie Künstler, mainARTkulturverein, Gemeinde und Hofbesitzer dieses Motto in die Tat umsetzen werden.

    Bei einem Pressegespräch in Kloster Oberzell wiesen Bürgermeister Waldemar Brohm, Brigitte Laudenbacher vom mainARTkulturverein und Schwester Beate vom Kloster Oberzell auf ein besonderes Projekt der diesjährigen mainART hin. Das Projekt: „ein Stuhl für den Mainsteg“, soll die künstlerische Mitarbeit aller Vereine, Privatpersonen und Organisationen rund um Margetshöchheim symbolisieren.

    Einige Exemplare von extra für die mainART angefertigten Stühlen konnten schon während des Tags der offenen Klöster in Oberzell begutachtet und benutzt werden. Anfangs waren die Besucher etwas irritiert, als sie bei uns im Klosterhof diese zwölf roten Stühle rund um den Brunnen aufgestellt sahen, berichtete Schwester Beate. Zusammen mit dem Antonia-Werr-Kreis kam es zu der außergewöhnlichen Idee. Die Umsetzung geschah durch den Bauhof der Gemeinde Margetshöchheim. Mit einfachen Mittel ein Sitzmöbel zu bauen, das entspricht ganz der Lebensweise der Franziskanerinnen in Kloster Oberzell und ist ein Zeichen der Verbundenheit von Kloster und Seelsorgeeinheit.

    „So etwas kann man nicht planen“, findet Brigitte Laudenbacher und ist überwältigt von der Resonanz der nachgefragten Stuhlprojekte. Aus der Idee mit den Stühlen sind viele spannende Ideen geworden, die dann am Samstag, 16. Juni, ab 16 Uhr den Besuchern entlang der Mainpromenade präsentiert werden. Die Stühle sollen natürlich nicht nur an den Tagen der mainART2018 in Margetshöchheim stehen, sondern dauerhaft, ergänzt Bürgermeister Waldemar Brohm.

    Auch aus dem gegenüberliegenden Veitshöchheim werden Stühle hinzukommen, denn der Mainsteg, also die Brücke über den Main zwischen beiden Gemeinden, ist das verbindende Element. Gegen 18 Uhr ist dann die Prämierung der originellsten Sitzgelegenheiten. Dabei können Stühle entschleunigend wirken, definieren sich aber über ihre Funktion. Da gibt es Angst einflößende Stühle, wie den elektrischen Stuhl, Stühle um auszuruhen, Stühle zum Entspannen oder zum Arbeiten.

    Doch das ist nur ein Höhepunkt. So wird auch Helen Schneider wieder mit von der Partie sein. Vor zwei Jahren begeisterte die Sängerin, nun stellt sie am Sonntag ihr Kinderbuch vor.

    Mit Worten und Bildern wird auch Willy Eckert die Besucher erfreuen. Er wagt eine Zeitreise über 50 Jahre Mainsteg oder wie er eigentlich offiziell heißt: Ludwig-Volk-Steg.

    Daneben wird es wieder ein reiches musikalisches Unterhaltungsprogramm geben.

    Die Gemeinde Margetshöchheim gibt in diesem Jahr einen Zuschuss zur Veranstaltung von 10 000 Euro (Gesamtetat: 20 000 Euro). Der Gemeinderat, so der Bürgermeister, habe die Werbewirkung der mainART erkannt und stehe hinter dem finanziellen Engagement.

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