• aktualisiert:

    Hausen

    Nach der Wahl: Drei Fragen an Bernd Schraud

    Bernd Schraud
    Bernd Schraud Foto: Irene Konrad

    Bei der Kommunalwahl im März stand in 47 der 52 Gemeinden des Landkreises Würzburg auch die Entscheidung über die Bürgermeisterposten an. In einer Serie interviewt diese Redaktion neugewählte, wiedergewählte oder demnächst ehemalige Bürgermeister. Heute: Bernd Schraud (Christliche Wählerunion und  offene Liste Rieden). Er wurde wieder zum Bürgermeister von Hausen gewählt.

    Frage: Wenn Sie auf vergangenen sechs Jahre zurück blicken: Was ist Ihnen gelungen und was nicht?

    Bernd Schraud: Ob Projekte gelingen oder schwierig umsetzbar sind, hängt nicht nur von mir, sondern von vielen Entscheidungsträgern und Kooperationspartnern ab. In den letzten sechs Jahren ist dieses Zusammenwirken bei der Schaffung von Wohnraum gut gelungen. Die Gemeinde hat Bauflächen in den Ortsteilen Hausen und Erbshausen Baufläche ausgewiesen und in Rieden stehen Anfang 2021 neue Bauflächen zur Verfügung. Wir haben mit Tempo-30-Zonen auf vielen Gemeindestraßen die Verkehrssicherheit erhöht und unser innovatives Blühflächenprogramm fördert die Biodiversität. Dagegen sind der Dorfweiher in Rieden oder die Umsetzung von Maßnahmen aus dem Gewässerentwicklungskonzept in Hausen noch im Planungsstand. Hier hätte ich mir größere Schritte in Richtung Umsetzung gewünscht.

    Reicht Ihnen in der Gemeindepolitik ein "Weiter so" oder muss sich etwas ändern?

    Schraud: Mit dem Anbau der Kinderkrippe in Erbshausen und dem laufenden Neubau des Kindergartens in Hausen verbessert sich weiter die Bildungs- und Betreuungssituation der Klein- und Kindergartenkinder. Auf die veränderten Bedürfnisse bei der Nachmittagsbetreuung im Grundschulbereich muss die Gemeinde gemeinsam mit dem Schulverband Bergtheim reagieren. Ziel ist der Ausbau von Betreuungsplätzen, besonders am Schulstandort Erbshausen.

    Was ist die größte Herausforderung für die nächsten sechs Jahre?

    Schraud: Eine der Herausforderungen besteht im kommunalen, wie auch im gesamtgesellschaftlichen Bereich. Es geht darum, ökonomische und ökologische Ziele so zu verbinden, dass dies sowohl unserem gesellschaftlichen Wohlstand als auch dem Erhalt unserer Umwelt dient. Konkret halte ich es für wichtig, weiterhin positive Rahmenbedingungen und eine gute Infrastruktur für Gewerbebetriebe und die Landwirtschaft anzubieten. Ebenso wichtig ist es, Biotopflächen zu schaffen und zu erhalten.

    Drei Mal wöchentlich bequem per E-Mail:
    Abonnieren Sie jetzt den kompakten Würzburg-Newsletter!

    Kommentare (0)

      Der Diskussionszeitraum für diesen Artikel ist leider schon abgelaufen. Sie können daher keine neuen Beiträge zu diesem Artikel verfassen!