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    Würzburg

    Rauchschwalben brüten im Pferdestall

    Mark Sitkewitz vom LBV (links) überreicht Jochen Klingler die Plakette "Hier sind Schwalben willkommen!"
    Mark Sitkewitz vom LBV (links) überreicht Jochen Klingler die Plakette "Hier sind Schwalben willkommen!" Foto: Herbert Kriener

    Über eine besondere Auszeichnung darf sich der Reit- und Fahrsportverein Würzburg und Umgebung freuen: Seine Reitanlage an der Mergentheimer Straße ist nun ein "Schwalbenfreundliches Haus" mit der Botschaft: "Hier sind Schwalben willkommen".

    Die Plakette überreichte jetzt der Bezirksleiter Unterfranken des Landesbundes für Vogelschutz (LBV) Marc Sitkewitz an den Vorsitzenden des Reitvereins Jochen Klingler. Bei der Besichtigung des großen Pferdestalles zählten beide 20 Reviere mit ebenso vielen Brutpaaren. Die Rauchschwalben, die als Langstreckenzieher in Afrika überwintern, brüten von April bis Oktober mehrmals und können jeweils drei bis sechs Jungvögel zu Welt bringen.

    Der Bestand der Rauchschwalben in Bayern ist laut Sitzkewitz mit 79 000 bis 150 000 Brutpaaren noch groß, doch stehen sie wie die Mehlschwalben und Mauersegler auf der "Vorwarnliste". Moderne Bautechnik mit geschlossenen Gebäuden und die Versiegelung der Böden mache es den den Schwalben als "Kulturfolger des Menschen"  immer schwerer, geeignete Brutstätten zu finden. Die Reitanlage an der Mergentheimer Straße mit ihrer stets offenen Fenstern und umgeben von Natur sei hier mitten in der Stadt ein idealer Brutplatz.

    So sehr sich Vorsitzender Klingler über die Auszeichnung freut, so macht ihm die derzeitige Situation im Verein große Sorgen. Die Pferde dürfen zwar von ihren Besitzern betreut und ausgeritten werden, doch sei derzeit kein Reituntericht in Gruppen möglich. Damit entfielen dem Verein wesentliche Einnahmen. Klingler hofft, dass sich diese Situation bald ändert und dass vor allem das Kiliani-Reitturnier vom 17. bis 19. Juli stattfinden kann, weil sonst dem Verein auch noch wichtige Sponsoren-Gelder verloren gingen.

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