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    Aub

    Stadtrat erhöht Hundesteuer und Zuschüsse zur Sanierung

    Um Anreize zu stärken, Gebäude im Fördergebiet der Städtebauförderung zu sanieren, schlug Bürgermeister Roman Menth dem Stadtrat vor, die Fördersumme für das kommunale Förderprogramm zu erhöhen. Bisher konnte die Stadt Aub Baumaßnahmen, die den Förderrichtlinien entsprechen mit bis zu 10 000 Euro je Anwesen unterstützen. Diese Grenze erhöhte der Stadtrat jetzt auf 15 000 Euro. Der höhere Fördersatz ist rückwirkend ab Jahresbeginn 2020 gültig.

    Im Haushalt sollen für das kommunale Förderprogramm statt bisher 40 000 Euro ab dem kommenden Jahr 50 000 Euro bereitgestellt werden. Der Beschluss fiel einstimmig.

    Hundebesitzer müssen für ihre Vierbeiner mehr bezahlen. Einstimmig erhöhte der Stadtrat die Hundesteuer von bisher vierzig Euro je Hund fünfzig Euro jährlich. Besitzer von Kampfhunden werden künftig statt mit zweihundert Euro mit vierhundert Euro zur Kasse gebeten.

    Damit schließt sich die Stadt Aub den neuen Hundesteuersätzen der beiden übrigen Mitgliedsgemeinden der Verwaltungsgemeinschaft, Gelchsheim und Sonderhofen, an. In Aub sind aktuell 94 Hunde zum regulären Steuersatz angemeldet, drei weitere werden ermäßigt besteuert nach dem Steuersatz für Nutzhunde. Kampfhunde sind derzeit nicht registriert.

    Weiter hat der Stadtrat die Satzung über die Anleinpflicht von Hunden sowie über das Verunreinigungsverbot im Bereich der Stadt an die aktuelle Rechtslage angepasst. Leinenzwang kann die Stadt Aub demnach nur für ihre eigenen Grundstücke fordern. Auf öffentlichen Straßen und Plätzen kann nach aktueller Rechtslage für kleine Hunde bis zur Schulterhöhe von fünfzig Zentimetern kein Leinenzwang vorgeschrieben werden. Dass Verunreinigungen durch die Vierbeiner von deren Besitzern zu entfernen sind, sollte sich von selbst verstehen.

    Nach einer ebenfalls beschlossenen Verordnung über das Umherlaufen von großen Hunden besteht für solche Tiere mit Schulterhöhe von mindestens fünfzig Zentimetern innenorts Leinenpflicht.

    Menth gab bekannt, dass nun mit der Sanierung der Stadtmauer im Bereich des Spitalgeländes begonnen werde Der Spielplatz an der Gollach musste gesperrt werden, einerseits wegen der Bauarbeiten, anderseits weil die Spielgeräte marode sind und erneuert werden müssen.

    Statt der Straßenausbaueiträge, die nach aktueller Rechtslage nicht mehr erhoben werden dürfen, erhält die Stadt Aub pauschal vom Freistaat Bayern einen jährlichen Betrag von 21 344 Euro. Menth warf die Frage auf, welche Straße damit wohl saniert werden könnte. Den Wegfall der Straßenausbaubeiträge hält Menth nach wie vor für falsch. Mit der Pauschalregelung könnten die Kommunen in keiner Weise ihren Aufgaben nachkommen, ihre Straßen zu sanieren.

    Seit kurzem ist die neue Gollachbrücke für den Verkehr freigegeben. Die bisherige Umgehung durch die Westsiedlung wurde wieder für den Durchgangsverkehr gesperrt. Der Poller an der Grundschule soll auf Wunsch der Anwohner noch für eine Übergangszeit erhalten bleiben

    Menth wies auf die am Wochenende eröffnete Ausstellung "Viel Zeit und Raum" hin. Die Betonstelen für die Ausstellung, die überall im Stadtgebiet zu sehen sind, hätten schon allerhand Aufmerksamkeit erregt.

    Aus nichtöffentlichen Sitzungen gab der Bürgermeister bekannt, dass mit Tabea Neckermann eine Stadtmanagerin in Teilzeit eingestellt wurde. Für die ehemalige Synagoge wurde die Sanierung der Malereien und des Putzes für 9460 Euro vergeben, der Auftrag für die Sanierung der Stadtmauer beläuft sich auf 304 947 Euro.

    Die Planungsarbeiten für das Feuerwehrgerätehaus in Burgerroth wurden für 9474 Euro vergeben, Für Maler- und Verputzarbeiten in der ehemaligen Milchsammelstelle in Baldersheim wurde ein Auftrag für 6935 Euro vergeben, in der Kläranlage wurde für den Tauchereinsatz und notwendiges Gerät 14 804 Euro ausgegeben.

    Stellvertretender Bürgermeister Klaus Saliger lobte den Einsatzwillen der freiwilligen Bauhelfer beim Umbau des Feuerwehrhauses und des Sankt-Georgs-Treffs in Baldersheim. Sechzehn Helfer hätten dort kürzlich bei drückender Hitze geschuftet. "Es geht in großen Schritten voran. Menth schloss sich dem Lob an: "Was da geleistet wird, ist wirklich außergewöhnlich."

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