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    Würzburg

    Inklusions-Projekt belebt Verbindung nach Trutnov

    Unterwegs auf der jungen Elbe. Foto: Christoph Hoffmann

    Warum immer nur die bewährten Begegnungen in westlichen Verbindungen pflegen? Wenn doch eigentlich das Tschechische Trutnov die am schnellsten zu erreichende Würzburger Partnerstadt ist. Das dachten sich auch die jungen Kanuten von TG Heidingsfeld, des VSV Würzburgs und des Blindeninstituts nach Sportreisen ins irische Bray, nach Dundee oder Umea. So begab sich eine größere Gruppe Sportler, Betreuer und Übungsleiter im Rahmen des Inklusions-Projektes der Bayerischen Sportjugend Würzburg auf den Weg ins Riesengebirge.

    Dort standen im Rahmen der internationalen Begegnungen zwei Kanu-Touren auf der noch jungen Elbe und dem Fluss „Adler“ auf dem Programm. Die Flussfahrten in  Rafting-Booten machten allen Beteiligten großen Spaß.  So wild wie auf dem Umeälv in Nordschweden ging es nicht zu, da die Flüsse aus dem Riesengebirge im Sommer wenig Wasser unter dem Kiel  bieten.

    Anspruchsvolle Wanderung

    Am Tag dazwischen sorgte eine lange Wanderung durch die faszinierende Adersbacher Felsenwelt für sportliche Abwechslung.  Enge Schluchten mit Leitern und Seilen verlangte durchaus Kletterfertigkeit und Kondition. Ein weiterer interessanter Punkt war die Führung über den Broumover Friedhof durch den Sudetendeutschen Jan Neumann. Er erzählte vom Schicksal der deutschen Bevölkerung am Ende des 2. Weltkrieges sowie von den Neugründungen der Stadt Braunau in Chile, USA und Österreich. Danach organisierte er einen Besuch des Brauerei-Museums und schickte die Gruppe anschließend auf eine anspruchsvolle Bergwanderung zur „Stern“-Hütte. Dort gab es vom freundlichen Personal nicht nur unbegrenzten Nachschlag an Knödel und Fleisch, sondern für die hungrigsten Jugendlichen noch eine dreifache Portion Pallatschinken zum Nachtisch.

    Weitere Kanu-Begegnungen

    In Trutnov überraschte eine nicht erwartete Stadtführung in deutscher Sprache. Bürgermeister Thomas Eichler lud anschließend zur internationalen Begegnung ins Rathaus.  Dabei nahm Michaela Dedkova die Fotobücher der gemeinsamen Sportfahrt nach Caen für die fünf tschechischen Läufer in Empfang. Gespräche gab es auch mit der Leiterin des Deutsch-Tschechischen Freundschaftskreises, Stepanka Sichowa.  Sportliche Kontakte knüpfte Georg Harbauer  für weitere Kanu-Begegnungen.

    Die Rückreise wurde in Prag unterbrochen, um die architektonische und kulturelle Vielfalt der Stadt kennen zu lernen. Karlsbrücke, Kunstmuseum, Burg und Veitsdom wurden erwandert sowie Kloster Strachow und Benedict. Obligatorisch war die Einkehr ins Hard Rock Cafe.

    Dank galt Tina Meinusch, die aufgrund langjähriger Beziehungen zu den Städten Trutnov und Braunau ein interessantes Programm zusammengestellt und für deutschsprachige Führungen gesorgt hatte.

    Alle Teilnehmer bedankten sich für die finanzielle Unterstützung durch die Stadt Würzburg, den Bezirk Unterfranken, die Sparkassenstiftung sowie Willi Dürrnagel vom Blindenobsorgeverein.

    Von: Christoph Hoffmann, Bayerische Sportjugend Würzburg

    Gruppenbild nach dem Rafting in Stanovice. Foto: Georg Harbauer
    Wasserspiele auf der Orlice. Foto: Christoph Hoffmann
    Gruppenbild auf dem schönen Marktplatz in Trutnov. Foto: Rudolf Diener
    Wanderung in der Adersbacher Felsenwelt. Foto: Christoph Hoffmann
    Rafting auf der Orlice Foto: Georg Harbauer

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