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    Kürnach

    Pilot-Projekt: Tierpädagogik und Landschaftspflege

    Begrüßen gemeinsam die drei Kürnacher Kamerunschafe Matthilda, Lisbeth und Lore. Von Links: Susanne John, 3. Bürgermeister Edgar Kamm, Eva Pfenning, Bürgermeister Thomas Eberth, Helga Ländner mit Enkelin Finja auf der Bank, Peter Ebert, 2. Bürgermeisterin Sieglinde Bayerl und Dr. Christa Kasang Foto: Matthias Demel

    Bürgermeister Thomas Eberth ist erfreut über das Engagement der Helfer. Mit dabei ist auch 3. Bürgermeister Edgar Kamm, Landtagsabgeordneter Manfred Ländner und weitere Frauen und Männer, die das neue Projekt „Tierpädagogik“ in Kürnach unterstützen möchten.

    Bürgermeister Eberth stellt dabei das Projekt vor: „Das Wissen um die Landwirtschaft, die Tierhaltung und die Natur geht immer weiter verloren. Dies ist nicht nur in Städten, sondern zunehmend auch auf dem Land so. Daher hat sich die Gemeinde Kürnach überlegt, wie gegen diese Entwicklung etwas unternommen werden kann“, erläutert der Bürgermeister. Gemeinsam mit dem Bauhof und ehrenamtlich engagierten Bürgern ist das Pilot-Projekt mit Tierpädagogik und Landschaftspflege auf Kleinflächen in Kürnach diskutiert und als nachverfolgenswert erachtet worden. Drei Schafe und vier Hühner wurden angeschafft. Die Fütterung, Pflege und Kontrolle der Tiere erfolgt über einen fest eingeteilten ehrenamtlichen Helferkreis in Verbindung mit den verschiedenen Einrichtungen der Gemeinde Kürnach.

    Kinder und Senioren übernehmen Arbeiten

    Nach einer Eingewöhnungsphase der Tiere werden die Arbeiten wochenweise von den Kindern der Kindergärten und der Grundschule mit einem Betreuer übernommen. Auch das Seniorendienstleistungszentrum und die Senioren der Tagespflege sollen beteiligt werden. Die Kosten für den Unterstand, einen Elektrozaun, einen Holzzaun, das Futter, Wasserbehälter und der Baumschutz sowie die Anschaffung der Tiere belaufen sich auf rund 3500 Euro. 

    Zwei Wochen später ist der erste Weideneinstand auf der Wiese hinter dem Bauhof fertiggestellt und die drei Kamerunschafe Matthilda, Lisbeth und Lore liegen zufrieden in der Sonne. Zur Begrüßung der Tiere haben sich die Helfer getroffen um auch die Details abzustimmen. Außerdem schaut auch der Tierarzt vorbei um vor Ort die Gesundheit der Tiere und das Gehege zu begutachten. Die Grundlagen der Tierhaltung sind auch mit dem Veterinäramt besprochen. Den Kindern der Kindergärten und Grundschule aber auch den Senioren soll ermöglicht werden, mit den Tieren in einem tierfreundlich ausgestalteten Lebensraum in Kontakt zu treten. Damit sollen positive Erlebnisse ermöglicht und Wissenswertes über Bedürfnisse, artgerechte Haltung und Fütterung sowie die Bedeutung dieser Tiere für den Menschen vermittelt werden. 

    Begegnungen zwischen Kindern und Tieren

    Susanne John hat über das gemeindliche Mitteilungsblatt von der Aktion gelesen und sich sofort bereit erklärt mitzumachen. Auch Dr. Christa Kasang ist mit dabei und freut sich auf die ersten Begegnungen zwischen den Kindern und den Tieren. Über weitere Helfer oder Spender für das Projekt freut sich die Gemeinde Kürnach. Allerdings gilt: Betreten der Koppel ist nur mit Aufsicht erlaubt und auch das Füttern nur unter fachmännischer Begleitung.

    Von: Matthias Demel für die Gemeinde Kürnach

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