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    Würzburg

    Steinschlag am Dom: Schönbornkapelle bekommt ein Gerüst

    Weil herabfallende Fassadenteile am Würzburger Dom Passanten gefährden könnten, wurde die Schönbornkapelle nun mit einem Gerüst gesichert. Was Taubenkot damit zu tun hat.
    Ein Gerüst an der Schönbornkapelle am Würzburger Dom soll Passanten vor herabfallenden Steinen schützen.
    Ein Gerüst an der Schönbornkapelle am Würzburger Dom soll Passanten vor herabfallenden Steinen schützen. Foto: Thomas Obermeier

    Seit Ende der vergangenen Woche ist an der Schönbornkapelle des Kiliansdoms ein Gerüst angebracht. Der Grund: Die Fassade des Gebäudes, das sich am nördlichen Querhaus des Würzburger Doms befindet, ist in einem schlechten Zustand. "Zuletzt haben sich immer wieder kleinere Steinteile gelöst und sind heruntergefallen", sagt Markus Hauck, Leiter der Pressestelle des Ordinariats Würzburg.

    Deshalb sei es dringend notwendig, mit einem Schutzgerüst rund um die Kapelle für Sicherheit zu sorgen. Anderenfalls könnten Passanten von herabfallenden Fassadenteilen getroffen werden, so Hauck. Allerdings handle es sich dabei um keine Bau- sondern eine Notmaßnahme, betont der Pressesprecher. Schließlich hat die Diözese im Mai eine Haushaltsperre verhängt, die keine baulichen Projekte zulässt. 

    Frost und Taubenkot beschädigten Fassade

    Schuld an der angegriffenen Gebäudefassade seien der Frost im Winter und aggressiver Taubenkot, sagt Hauck: "Das hat der Kapelle zugesetzt und den Sandstein porös gemacht." Bis zu einer möglichen Generalsanierung der Schönbornkapelle wird deshalb vorerst das Gerüst stehen bleiben.

    Anders als der Kiliansdom, der im 11. Jahrhundert gebaut wurde, stammt die Kapelle aus dem 18. Jahrhundert. Sie wurde im Wesentlichen von Balthasar Neumann als Grabstätte für die Familie Schönborn errichtet.

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