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    Würzburg

    Erneut Figuren auf Würzburgs Alter Mainbrücke beschädigt

    Vandalismus als teure Daueraufgabe: Kaum sind die Reparaturarbeiten beendet, fehlt schon wieder ein Detail der Brückenheiligen oder es bleiben Beschädigungen zurück. Aktuell müssen das Schwert und die Hand des Frankenapostels Kilian (Foto) aufwändig von Farbe befreit werden.
    Vandalismus als teure Daueraufgabe: Kaum sind die Reparaturarbeiten beendet, fehlt schon wieder ein Detail der Brückenheiligen oder es bleiben Beschädigungen zurück. Aktuell müssen das Schwert und die Hand des Frankenapostels Kilian (Foto) aufwändig von Farbe befreit werden. Foto: Christian Weiß

    Das Kilians-Schwert, das Unbekannte unlängst rot angemalt hatten, wird bereits repariert. Rund 1000 Euro kosten die Stadt Würzburg vermutlich die Reinigung, die Vergoldung und der Wiedereinbau des Schwertes. Doch das ist laut städtischer Pressemitteilung nicht der einzige Schaden, der derzeit an den Brückenheiligen auf der Alten Mainbrücke repariert wird.

    Beim Nepomuk wurde das Kreuz von Unbekannten rot angemalt, bei der Josephus-Figur fehlt der Zeigefinger des Kindes. Insgesamt ebenfalls Schäden von mehreren hundert Euro, die jedes Mal bei der Polizei angezeigt wurden.

    Im März hatten Unbekannte das Schwert des heilige Kilians mit roter Farbe beschmiert. 
    Im März hatten Unbekannte das Schwert des heilige Kilians mit roter Farbe beschmiert.  Foto: Achim Muth

    Ob Nepomuk, Kilian oder Pippin – jede der im 18. Jahrhundert geschaffenen Figuren war bereits Ziel von mutwilligen oder zumindest unfreiwilligen Zerstörungen. Bis zu 10 000 Euro investiert die Stadt jährlich in die Reparatur und Ausbesserung der Beschädigungen – Geld, mit dem auch anderes gemacht werden könnte, heißt es in der Mitteilung.

    Beschädigungen sind keine Kavaliersdelikte

    Ein Kavalierdelikt sei das Beschädigen der Brückenheiligen nämlich nicht. Denn zum einen sind die Heiligenfiguren Denkmäler und stehen als solche unter Schutz, zum anderen gehören sie zu den jahrhundertealten Wahrzeichen Würzburgs.

    „Es ist kein Scherz, auf den Figuren zu turnen, um Selfies zu machen oder gar Teile als Souvenirs mitzunehmen“, sagt deshalb auch Benjamin Schneider, Baureferent der Stadt Würzburg: „Dies ist eine mutwillige Beschädigung die wir konsequent verfolgen. Ich appelliere an alle Brückenbesucher, pfleglich mit den historischen Figuren umzugehen – damit auch andere die Brückenheiligen in ihrer vollen Schönheit bewundern können.“

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    Bearbeitet von Andreas Köster

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