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    Kirchheim

    Warum es in Kirchheim schon bald ruhiger werden könnte

    Der Zugang zum Bahnhaltepunkt teilt die geplante Lärmschutzwand in zwei Hälften.
    Der Zugang zum Bahnhaltepunkt teilt die geplante Lärmschutzwand in zwei Hälften. Foto: Ammon

    Im Baugebiet "Am Schoppen" in Kirchheim entsteht Haus nach Haus. Doch immer wenn auf der angrenzenden Bahnstrecke ein Zug vorbeirauscht, scheppert es gehörig. Damit die Grenzwerte für die Lärmbelastung eingehalten werden können, ist eine Lärmschutzwand nötig. Sie soll auf 210 Metern eine Höhe von bis zu vier Metern erhalten und ist bereits im Bebauungsplan vorgesehen. Die Baukosten haben die Bauherren schon übernommen. Sie waren in den Kaufpreis für die Grundstücke einberechnet.

    Nun hat der Gemeinderat in seiner jüngsten Sitzung den Bau des Lärmschutzes auf den Weg gebracht. Die Lärmschutzwand soll entlang der Carl-Schilling-Straße ausschließlich auf gemeindlichem Grund und auf der Höhe des Baugebiets errichtet werden. Damit ist die Deutsche Bahn außen vor. Die Gemeinderäte haben sich mehrheitlich für Lärmschutzelemente aus Aluminium entschieden. Dabei kostet ein Meter 1219 Euro. Sie könnten mit Kletterpflanzen begrünt werden. Für größere Anpflanzungen gibt es keinen ausreichenden Platz. Der Sockel, der kurz vor der steil zu den Gleisen abfallenden Böschung eingelassen wird, besteht aus Stahlbeton.

    Lärmwerte erneut berechnen?

    Damit sind Eingriffe in die Straße unvermeidbar. Um Kosten zu sparen, soll es jedoch lediglich auf der Höhe des Baugebiets zu einem Ausbau des älteren Teils der Carl-Schilling-Straße mit einem Gehsteig kommen. Keine Mehrheit fand ein Ausbau der Straße im vorderen Bereich ab dem Pendlerparkplatz. Unter Umständen müssten hierfür die Anlieger mit Straßenausbaubeiträgen aufkommen. Die Straße besitzt hier bisher weder einen Gehweg noch eine Entwässerung. Auf Antrag von Harald Kreupp (SPD) soll zumindest geprüft werden, ob eine kostengünstige Sanierung der Asphaltdecke ohne Vollausbau der Straße möglich wäre. Die Carl-Schilling-Straße ist die einzige Zufahrt in das Baugebiet.

    Grundlage für die Lärmschutzwand ist ein Lärmschutzgutachten von 2005. Allerdings könnten – da die meisten Häuser bereits gebaut sind – die einzelnen Lärmwerte nochmals neu berechnet und so "optimiert" werden, wie Planer Jürgen Bauer vom Ingenieurbüro plan2o aus Giebelstadt berichtete, das bereits die Erschließung geplant hatte. Die Wände sollen so gestaltet werden, dass sie beidseitig den Lärm schlucken. Damit ist keine Erhöhung des Lärms durch Rückschall in den Altort zu erwarten. Zusätzlich plant die Bahn auf eigene Kosten eine Lärmschutzwand auf der Südseite der Gleise in Richtung Altort.

    Der Gemeinderat hat die Firma KFB Baumanagement, die bereits das Baugebiet erschlossen hat, damit beauftragt, auch die Lärmschutzwand zu errichten. Die Bauarbeiten könnten im kommenden Frühjahr beginnen.

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