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    Würzburg

    Wo man in Stadt und Landkreis Karriere machen kann

    Mit einer Chancenbörse wollen Stadt und Landkreis auf Berufschancen in der Region aufmerksam machen. 800 Firmen haben sich schon an der Plattform beteiligt.
    Mit Werbekampagnen und Ausbildungstagen, wie hier bei der Firma Kinkele in Ochsenfurt, werben viele Unternehmen um Fachkräftenachwuchs. Die Chancenbörse von Stadt und Landkreis Würzburg soll vor allem kleineren Betrieben diese Suche erleichtern.
    Mit Werbekampagnen und Ausbildungstagen, wie hier bei der Firma Kinkele in Ochsenfurt, werben viele Unternehmen um Fachkräftenachwuchs. Die Chancenbörse von Stadt und Landkreis Würzburg soll vor allem kleineren Betrieben diese Suche erleichtern. Foto: Gerhard Meißner

    Tausende Absolventen verlassen jedes Jahr als hoch qualifizierter Fachkräftenachwuchs die Würzburger Hochschulen. Viele von ihnen zieht es danach beruflich in andere Teile der Republik, obwohl Fachkräfte in der Region nie so begehrt waren wie heute. Auch das Handwerk tut sich schwer, Ausbildungsplätze zu besetzen. Die gemeinsame Chancenbörse von Stadt und Landkreis hat es sich deshalb zum Ziel gesetzt, auf das vielfältige Jobangebot und die Karrierechancen hierzulande aufmerksam zu machen. Vor einem Jahr ging die gemeinsame Internet-Plattform an den Start. Inzwischen werben dort bereits 800 Firmen um die Gunst künftiger Mitarbeiter. 

    "Es ist eine großartige Resonanz", sagt Michael Dröse, Leiter des Fachbereichs Kreisentwicklung am Landratsamt. Und auch Würzburgs oberster Wirtschaftsförderer Klaus Walther ist zufrieden. "Es war schon immer unser Thema, den Leuten klar zu machen, was wir in Würzburg für ein Potenzial haben", sagt er.

    Angebote für Auszubildende und Studierende

    Zunächst hatte sich das Projekt vornehmlich auf Berufseinsteiger konzentriert. Die teilnehmenden Firmen boten Ausbildungsstellen und Arbeitsplätze für ein begleitendes duales Studium oder die Erstellung einer Bachelor- oder Masterarbeit an. Inzwischen sind es zunehmend auch Berufspraktika und sogar Ferienjobs, die die Chancenbörse vermittelt, um Jugendliche bei der Berufswahl zu unterstützen. Im Gegenzug hoffen die Arbeitgeber darauf, künftige Fachkräfte frühzeitig auf sich aufmerksam machen zu können.

    "Es war schon immer unser Thema, den Leuten klar zu machen, was wir in Würzburg für ein Potenzial haben."
    Klaus Walther, Standortmarketing der Stadt Würzburg

    Mit einem kurzen Profil stellen sich die beteiligten Unternehmen vor, geben an, welche Ausbildungs- und Stellenangebote sie vorhalten und verweisen auf Ansprechpartner. Über die Suchfunktion können Interessierte die Angebote nach Berufen und Berufsfeldern, nach Orten und Regionen oder nach dem angestrebten Ausbildungsziel eingrenzen.

    Nachwuchsmangel als Gefahr für die Wirtschaft

    Der Mangel an Nachwuchskräften sei inzwischen zu einer ernsten Gefahr für die künftige Entwicklung des Wirtschaftsraums geworden, meint Michael Dröse. Vor allem kleinere und mittlere Betriebe hat er dabei im Fokus. Große Unternehmen hätten fachliche und finanzielle Ressourcen, um auf sich und die beruflichen Chancen aufmerksam zu machen. "Kleinere Betriebe sind dabei teilweise überfordert oder verfügen nicht über die entsprechenden Möglichkeiten", so Dröse. Deshalb begrüßt auch Ludwig Paul, Hauptgeschäftsführer der Handwerkskammer, die Initiative. "Gerade in der Corona-Pandemie ist es unser größtes Problem, dass Ausbilder und künftige Auszubildende schwer zueinander finden", sagt er.  

    "Gerade in der Corona-Pandemie ist es unser größtes Problem, dass Ausbilder und künftige Auszubildende schwer zueinander finden."
    Ludwig Paul, Hauptgeschäftsführer Handwerkskammer

    Für Klaus Walther ist die Internet-Plattform ein Zeichen für die gute Zusammenarbeit zwischen Stadt und Landkreis bei der gemeinsamen Entwicklung der Region. "Im Bereich der Wirtschaftssförderung haben wir seit Jahrzehnten einen intensiven und fruchtbaren Austausch", sagt Walther. Der gemeinsame Auftritt bei der Landesgartenschau 2018 unter dem Logo "stadt.land.wue" habe diese Verbindung weiter vertieft.

    Unter der gleichnamigen Internetadresse www.stadt-land-wue.de ist auch die Chancenbörse zu finden. Unternehmen, die an der Plattform teilnehmen wollen, können sich dort kostenlos registrieren.

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