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    Hoffenheim auf Kurs Europacup - Mainz in Abstiegsnot

    FSV Mainz 05 - TSG 1899 Hoffenheim       -  Jean-Philippe Mateta (l) von Mainz 05 im Duell mit Hoffenheims Havard Nordtveit.
    Jean-Philippe Mateta (l) von Mainz 05 im Duell mit Hoffenheims Havard Nordtveit. Foto: Sascha Steinbach / Pool/epa/Pool/dpa

    Alles gegeben, nichts bekommen: Für den FSV Mainz 05 wird nach dem 0:1 (0:1) gegen die TSG Hoffenheim 1899 die Lage im Abstiegskampf der Fußball-Bundesliga immer prekärer.

    „Die Mannschaft hat ein gutes Spiel gemacht. Dass wir ohne Tor rausgehen, ist schon enttäuschend”, befand der Mainzer Chefcoach Achim Beierlorzer nach der unglücklichen Niederlage am Samstag sichtlich angefasst. Es war nach dem Neustart der Saison das vierte Geisterspiel ohne Erfolgserlebnis für die Rheinhessen.

    Für das Tor des Tages für die Hoffenheimer sorgte Ihlas Bebou (43. Minute). Nach dem zweiten Sieg in Serie sind die Gäste aus dem Kraichgau wieder auf Kurs Europa. „Meine Mannschaft hat super gekämpft und eine gute Haltung gezeigt”, meinte 1899-Trainer Alfred Schreuder nach dem schmeichelhaften Erfolg. „Mainz war ein starker Gegner. Ich bin stolz, wie die Mannschaft sich rein gehauen hat.”

    Nach der letzten 0:5-Heimpleite gegen RB Leipzig wollten sich die Mainzer auch vor leeren Rängen nicht wieder vorführen lassen. Allerdings wären alle guten Absichten schnell Makulatur gewesen, wenn nicht 05-Torwart Florian Müller mit einer Glanzparade früh den Rückstand verhindert hätte. Mit der Faust lenkte er den platzierten Freistoß von Robert Skov (7.) aus 18 Metern über die Latte.

    Die Gäste - sie mussten ohne den aus privaten Gründen vor der Partie abgereisten Pavel Kaderabek auskommen - machten weiter Druck, aber die Platzherren versteckten sich nicht und hatten Möglichkeiten. Nach einem Eckball war Jean-Philippe Mateta (24.) per Kopf zur Stelle. Dabei prallte der Ball von Robin Quaison ungewollt, aber durchaus gefährlich in Richtung Tor von 1899-Keeper Oliver Baumann.

    Keine zwei Minuten später konnten sich die Mainzer erneut bei Schlussmann Müller bedanken, der einen schlecht geschossenen Foulelfmeter von Steven Zuber parierte. Zuvor war der fast durch gepreschte Christoph Baumgartner von Ridle Baku und Alexander Hack in die Zange genommen worden. „Das war ein gutes Gefühl, aber es zählen momentan nur Punkte”, sagte Müller zu seiner Glanztat. „Deshalb ist es umso bitterer, dass wir heute keine mitnehmen konnten.”

    Nach dieser vergebenen Führungschance hatten die Hoffenheimer Glück, nun nicht selbst ins Hintertreffen zu geraten. In der 34. Minute traf Quaison mit einem Freistoß aus gut 20 Metern nur den Pfosten. In der 40. Minute kam eine Hereingabe von Baku zu dem frei stehenden Taiwo Aiwonyi, der einen Meter vor dem Tor mit dem Fuß über den Ball rutschte. Sportvorstand Rouven Schröder gab zu, „total angefressen und enttäuscht zu sein”. Er lobte dennoch sein Team: „Die Mannschaft hat alles rausgeholt.”

    Die Serie der vergebenen hochkarätigen Chancen setzte auf der Gegenseite Skov fort, der allein auf Torwart Müller zulief und links vorbeizog. Besser macht es kurz danach Bebou. Nur sechs Minuten nach seiner Einwechslung setzt er sich gegen zwei Mainzer durch und traf.

    In der 60. Minute hätten die Gastgeber fast doch noch den Ausgleich geschafft: Awoniyi drückte den Ball über die Torlinie, doch Schiedsrichter Sascha Stegemann erkannte den Treffer nicht an, obwohl auf der Anzeigetafel schon das 1:1 angezeigt wurde. Keeper Baumann war zuvor gefoult worden.

    Es ging turbulent weiter. Vier Minuten später forderten die Mainzer nach einem vermeintlichen Foul an Baku einen Strafstoß, doch Baumann hatte den 05-Profi gar nicht zu Fall gebracht. Beierlorzer sah es anders: „Ein Torwart, der aus dem Tor rausgeht und in den Spieler reingrätscht: da muss es Elfmeter geben.” Am Ende blieb es bei einem auch glücklichen Sieg der Hoffenheimer.

    Von Andreas Schirmer, dpa

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