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    FUSSBALL: TESTSPIEL

    Der Club überrascht sogar seinen Coach

    4:0-Erfolg für den Club beim Testspiel in Würzburg. Unser Bild zeigt Nürnbergs Adam Zrelak (vorne) im Zweikampf mit dem ... Foto: Silvia Gralla

    Die ersten drei Wochen der Vorbereitung in den Beinen und am Vormittag noch eine Trainingseinheit absolviert – da war selbst Trainer Michael Köllner vom überzeugenden Auftritt des 1. FC Nürnberg in Würzburg überrascht. In Kombination mit dem klaren 4:0-Sieg durch allesamt gut herausgespielte Tore sorgte das für einen willkommenen Stimmungsaufheller. Denn die Testspiele zuvor waren eher mager gewesen und auf Neuzugänge mit Aha-Effekt wartet man beim Bundesliga-Aufsteiger bisher vergeblich. Auch Stürmer Dario Lezcano kommt nicht, Ingolstadts Ablöseforderung ist dem Club zu hoch.

    Nach den Fanklub-Besuchen am Sonntag haben die Profis sich vier freie Tage nun redlich verdient, bevor es am Freitag ins zehntägige Trainingslager nach Südtirol geht. „Alle sollen mit ihren Freundinnen, Frauen und Familien etwas unternehmen, das ist in den letzten drei Wochen deutlich zu kurz gekommen – auch bei mir“, sagte ein gut gelaunter Köllner.

    Mit dem überraschenden 1:0 nach 21 Minuten durch Eduard Löwen, den Neuzugang Törles Knöll geschickt in freie Schussposition brachte, hatte der Club den stark beginnenden Kickers den Stecker gezogen. „Würzburg ist ein ambitionierter Drittligist, aber wir hatten danach die Kontrolle über das Spiel“, sagte Löwen. Er deutete an, dass er das Zeug hat, in der zentralen Rolle im Mittelfeld den nach Bremen abgewanderten Kevin Möhwald zu ersetzen. Gleich zwei Treffer steuerte Edgar Salli bei. Dabei zählte der sichere Abschluss bisher nicht zu den Qualitäten des Kameruners, den Köllner mehr schätzt als mancher Fan. „So kann er sich in der Vorbereitung das nötige Selbstvertrauen holen“, hofft der Trainer.

    Sechs Spieler wechselte er zur Pause, fünf dann noch einmal im Verlauf der zweiten Hälfte. Dem Spielfluss tat es überraschend keinen Abbruch gegen müde wirkende Würzburger, die noch das 0:4 durch Federico Palacios kassierten. Und auch die mit Viererkette spielende Abwehr ließ in wechselnden Besetzungen kaum etwas Erwähnenswertes zu. Sebastian Kerk und Patrick Erras mussten als einzige Club-Profis zusehen, als Sorgenkinder würde Köllner sie aber nicht bezeichnen. „Kerk hätte sogar ein paar Minuten spielen können. Beide werden topfit mit nach Natz fahren“, versprach er.

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