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    Frankfurt / Main

    Eintracht will und im Europacup überwintern

    Adi Hütter
    Will mit Frankfurt in die K.o.-Runde: Eintracht-Coach Adi Hütter. Foto: Patrick Seeger/dpa

    Eintracht Frankfurt kann mit einem weiteren Sieg im letzten Gruppenspiel der Europa League am heutigen Donnerstagabend (18.55 Uhr/DAZN) gegen Vitória Guimarães zum zweiten Mal nacheinander in das Sechzehntelfinale einziehen.

    Die Portugiesen sind nach anfangs drei Niederlagen aus dem Rennen, erreichten aber zuletzt gegen den FC Arsenal und Standard Lüttich jeweils ein 1:1.

    DIE LAGE BEI DER EINTRACHT: Seit dem grandiosen 5:1 gegen Bayern München konnten die Frankfurter kein Spiel in der Fußball-Bundesliga gewinnen. Nach den Niederlagen beim SC Freiburg (0:1), gegen den VfL Wolfsburg (0:2) und bei Mainz 05 (1:2) gelang den Hessen zuletzt ein 2:2 gegen Hertha BSC. Folge der Negativserie: Das Abrutschen auf Tabellenplatz elf oder wie Eintracht-Coach Adi Hütter es formulierte: „Ein wenig ins Niemandsland.” Auch das 2:1 beim FC Arsenal in London brachte in der heimischen Liga nicht den gewünschten Ruck. Dafür haben die Hessen dadurch aber die Chance, aus eigener Kraft in die K.o.-Runde der Europa League einzuziehen.

    TOR-FLAUTE IM STURM: Nach dem Schützenfest gegen den FC Bayern am 2. November blieben die Frankfurter Stürmer Gonçalo Paciência und André Silva in sechs Spielen ohne Tor. Zudem meldete sich der niederländische Torjäger Bas Dost bis Ende des Jahres wegen einer Leistenverletzung ab. Die Treffer erzielte derweil vor allem Verteidiger Martin Hinteregger - zwei in den vergangenen beiden Partien und insgesamt schon sechs. „Am Ende des Tages ist es wichtig, dass Stürmer treffen, aber auf der anderen Seite ist es egal, wer die Tore schießt”, meinte Hütter. „Ich bin zuversichtlich, dass unsere Angreifer bald wieder treffen. Wir haben die Bewegungen und Abläufe in der Box analysiert und im Training den Hebel angesetzt.”

    WIE KOMMT FRANKFURT WEITER: Mit einem Sieg gegen Vitoria Guimarães wären die Frankfurter auf jeden Fall für die Runde der letzten 32 Mannschaften qualifiziert. Wenn der Fußball-Bundesligist verliert und Standard Lüttich gewinnt, ist Endstation für die Hessen. Sie wären dann nur Tabellendritter. Sollte die Partie gegen Guimarães - das bereits ausgeschieden ist - remis enden und Lüttich gegen Arsenal gewinnen, hätten alle drei Clubs zehn Punkte. In diesem Fall würden der direkte Vergleich und die Tordifferenz zu den anderen Vereinen sowie die erzielten Auswärtstore herangezogen, um Platz eins und zwei zu ermitteln. Coach Hütter will Rechenspiele verhindern: „Die Situation in der Gruppe ist kompliziert. Wir wollen nicht rechnen, sondern unbedingt gewinnen.”

    WEITERKOMMEN IST LUKRATIV: Auch finanziell wäre der Einzug in die K.o.-Runde ein Gewinn. Für das Erreichen von Platz zwei in der Gruppe F bekäme die Eintracht eine Prämie von 500 000 Euro, der Tabellenerste erhält eine Million Euro. Das Erreichen des Sechzehntelfinals wird zusätzlich mit einer halben Million honoriert. Fliegen die Hessen als Gruppendritter raus, gibt es immerhin noch 570 000 Euro. Wenn die Frankfurter mit einem Sieg gegen Guimarães Zweiter werden, addieren sich die Einnahmen aus der Gruppenphase und dem Antrittsgeld für die Europa League von 2,75 Millionen auf insgesamt rund 5,5 Millionen Euro.

    WIE GEHT ES WEITER: Die Paarungen des Sechzehntelfinals werden am kommenden Montag von der Europäischen Fußball-Union in Nyon ausgelost. Die Hin- und Rückspiele sind für den 20. und 27. Februar terminiert. Die Eintracht war in der vergangenen Saison in der Europa League bis ins Halbfinale gekommen.

    Von Andreas Schirmer, dpa

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