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    München

    Fünf Torgrüße an die Liga: FC Bayern auf der Überholspur

    Rückstand verkürzt
    Nach dem Sieg gegen Schalke haben die Bayern nur noch einen Punkt Rückstand auf Spitzenreiter Leipzig. Foto: Angelika Warmuth/dpa

    Spannung an der Spitze! Die Top-Teams der Fußball-Bundesliga sind noch näher zusammengerückt. Den großen Verlierer RB Leipzig trennen verfolgt vom FC Bayern München und Borussia Mönchengladbach nur vier Punkte vom Vierten Borussia Dortmund.

    Am unteren Tabellenende setzte der SC Paderborn die am Sonntag spielenden Mannschaften unter Druck. Das neue Schlusslicht Fortuna Düsseldorf gastiert bei Bayer Leverkusen (18.00 Uhr), zuvor tritt der Drittletzte Werder Bremen gegen die TSG Hoffenheim an (15.30 Uhr/beide Partien auf Sky).

    JÄGER: Der Tabellenführer patzt - und die Bayern sind sofort da. Und wie! Das 5:0 (2:0) gegen den bislang so starken FC Schalke 04 im Topspiel war eindrucksvoll. Und schon bald, am 9. Februar, kommt es zum großen Gipfeltreffen zwischen dem Rekordmeister und RB Leipzig in München. „Es fühlt sich im Moment ganz gut an”, sagte Thomas Müller nach der Partie bei Sky. „Wir waren vielleicht noch einen Schuss griffiger. Vielleicht haben wir noch zwei, drei Prozent draufgelegt. Das stachelt an, wenn man den Fehler der Konkurrenz sieht.”

    VERLIERER: RB Leipzig war beim 0:2 (0:0) bei Eintracht Frankfurt in fast allen Punkten überlegen. Laut der Gastgeber standen in der Statistik 22:7 Torschüsse, 67:33 Prozent Ballbesitz, 52:48 Prozent gewonnene Zweikämpfe. Aber: „Zwei Tore mehr geschossen. Reicht!”, twitterte die Eintracht. RB-Trainer Julian Nagelsmann war entsprechend angefressen, er warf seiner Mannschaft fehlende Gier im Titelkampf vor: „Es ist die Frage: Wollen wir das Gipfelkreuz erreichen oder bleiben wir kurz darunter stehen und genießen die schöne Aussicht.” Sein Team sei nicht „auf einem Niveau mit Bayern oder Dortmund”, konstatierte der 32-Jährige.

    TRAUMTOR: Den wollte Florian Neuhaus genau so machen. Der 22-Jährige traf beim 3:1 (1:1) von Borussia Mönchengladbach gegen den FSV Mainz 05 kurz vor Schluss mit einem wunderbaren Heber aus gut 40 Metern zum Endstand. „Es war auf jeden Fall mein schönstes Bundesligator”, sagte Neuhaus bei Sky. „Ich habe mir schon gedacht, dass der Torwart nicht so schnell auf die Linie zurückkommt. Deshalb habe ich mich schnell gedreht und versucht schnell abzuschließen.” Gladbach mischt als Dritter zwei Punkte hinter Leipzig wieder voll oben mit. Trainer Marco Rose gab den Party-Befehl: „Wir haben heute Samstag, oder? Das heißt, die Clubs haben auf. Da können die Jungs ruhig mal um die Häuser ziehen.”

    AUTOSTADT: Wolfsburg war für Jürgen Klinsmann durch das 1:5 während seiner Zeit als Bayern-Trainer immer ein Ort der schlechten Erinnerungen. Seit Samstag und dem spät gesicherten 2:1 (0:0)-Sieg mit Hertha BSC beim VfL dürfte die krachende Pleite von einst noch mehr in Vergessenheit geraten. Der ambitionierte Coach kletterte mit der Hertha auf Platz 13. „Für uns ist das natürlich ein unglaublich wertvoller Dreier”, sagte Klinsmann und fügte mit Blick auf die 0:4-Niederlage zuvor gegen die Bayern an: „Wir haben letzte Woche eine Lektion vom FC Bayern erhalten. Heute hatten wir ein bisschen Glück. Aber die Jungs haben kapiert, worum es geht.”

    AUFSTEIGER: In Paderborn und Berlin dürfte so mancher Fan lange gefeiert haben. Beide Neulinge gewannen, der SCP mit 2:0 (0:0) beim SC Freiburg, Union mit demselben Ergebnis beim FC Augsburg. Der Hauptstadtclub kletterte durch den Sieg sogar auf Platz elf. Paderborn verließ mindestens für einen Tag den letzten Tabellenplatz. Wirklich glücklich wirkte Trainer Steffen Baumgart aber trotzdem nicht - er regte sich über Schiedsrichter Christian Dingert auf, der ihm die Gelbe Karte gezeigt hatte. „Ich habe vor jedem Schiedsrichter Respekt, ich erwarte es aber von beiden Seiten”, schimpfte Baumgart.

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