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    Berlin

    Gewerkschaft der Polizei: „Geisterspiele sind eine Gefahr”

    Jörg Radek       -  GdP-Vize Jörg Radek sieht in Geisterspielen die Gefahr von Fan-Ansammlungen im öffentlichen Raum.
    GdP-Vize Jörg Radek sieht in Geisterspielen die Gefahr von Fan-Ansammlungen im öffentlichen Raum. Foto: Kay Nietfeld/dpa

    „Geisterspiele sind eine Gefahr, auch wenn der Veranstalter im Stadion alles tut, damit Hygienevorschriften eingehalten werden, um das Infektionsrisiko so niedrig wie möglich zu halten”, sagte GdP-Vize Jörg Radek in einem Interview der „Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung”. Es sei das gute Recht der Deutschen Fußball Liga (DFL), einen Plan für den Neustart der Saison auszuarbeiten, „aber er scheint mir nicht alle Aspekte zu berücksichtigen”, sagte Radek.

    Es sei vielleicht möglich zu kontrollieren, was im Stadion passiere, sagte der Gewerkschafter. „Für den öffentlichen Raum davor gilt das nicht. Die Stadien werden zu einem potenziellen Ziel von Fans, die ihr Team unterstützen wollen. Das wäre verheerend. Es darf während dieser Pandemie nicht zu großen Menschenansammlungen vor den Stadiontoren kommen. Das ist nicht nur verboten, es wäre unverantwortlich”, sagte Radek. Sollten Fans gegen die wegen der Corona-Pandemie geltenden Auflagen verstoßen, müsse die Polizei „im Sinne der Einhaltung von Sicherheit und Ordnung” einschreiten.

    Die DFL hält eine Fortführung der Saison ohne Zuschauer vom 9. Mai an für möglich. Offen ist aber, wann und von wem die DFL und die Clubs mit einer verbindlichen Entscheidung darüber rechnen können.

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