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    Meistertipp: Bayern Favorit, aber die Konkurrenz wird größer

    Meisterschale
    Wer holt die Meisterschale? Wieder der FC Bayern München? Foto: Angelika Warmuth

    Die Konkurrenz ist dem FC Bayern München auf den Fersen. Mit spektakulären Transfers und hohen Investitionsbeiträgen könnten die Verfolger des deutschen Rekordmeisters für große Spannung im nächsten Meisterschaftskampf sorgen.

    Das ist die mehrheitliche Meinung der Bundesligatrainer, die sich in einer Umfrage der Deutschen Presse-Agentur zwar klar für den FC Bayern als Titelfavorit aussprachen, aber auch einen größeren Konkurrenzkampf voraussagen.

    Denn nicht nur Borussia Dortmund hat mit mehr als 100 Millionen Euro kräftig investiert. Auch bei den anderen im internationalen Wettbewerb vertretenen Clubs aus Leverkusen (mehr als 60 Millionen), Leipzig (30), Mönchengladbach (30) ist bislang viel Geld in neue Spieler geflossen.

    Julian Nagelsmann, der neue Trainer vom Tabellendritten RB Leipzig, tippt zwar auch auf den FC Bayern, glaubt aber, dass die Verfolger näher an die Spitze heranrücken können. „Ich sehe fünf bis sechs weitere Mannschaften, die den Bayern ernsthaft Paroli bieten können. Es gibt einige neue Trainer in der Bundesliga, und dazu haben Mannschaften wie beispielsweise Borussia Dortmund auch viele neue Spieler verpflichtet. Von daher könnte sich die Saison ausgeglichener gestalten”, sagte der ehemalige Hoffenheimer Coach.

    Auch Freiburgs Trainer Christian Streich glaubt nicht, dass es zwangsläufig wieder auf ein Titel-Duell zwischen den Bayern und Dortmund hinausläuft. „Gut möglich, dass es einen Dreikampf und irgendeine Überraschungsmannschaft gibt, die noch oben mitspielt”, sagte er.

    In der Umfrage nach dem kommenden Meister tippten 15 Trainer auf den FC Bayern, zwei sehen ein offenes Rennen zwischen den Bayern und Dortmund. Werder Bremens Trainer Florian Kohfeldt setzt auf den BVB. „Wenn eine Mannschaft die Meisterschaft so oft nacheinander holt, kann der Weg auch in dieser Spielzeit nur über die Bayern gehen”, sagte Urs Fischer vom Erstliga-Neuling Union Berlin. Allerdings sprachen sich bei der Frage nach dem größten Konkurrenten für die Bayern 13 Trainer für Borussia Dortmund aus, sieben für RB Leipzig und fünf für Bayer Leverkusen. Selbst Borussia Mönchengladbach erhielt noch zwei Nennungen.

    Ein Blick auf die Statistik der vergangenen 20 Jahre zeigt aber, dass die Konkurrenz gegen die beiden Branchenführer kaum Chancen hat. Außer München und Dortmund haben es in diesem Zeitraum nur drei Teams zu Meisterehren gebracht: Werder Bremen (2004), der VfB Stuttgart (2007) und der VfL Wolfsburg (2009).

    Auch Münchens Trainer Niko Kovac sieht neben Dortmund und Leipzig vor allem Leverkusen als starken Konkurrenten an. „Bayer Leverkusen wird eine sehr gute Rolle spielen. Die Entwicklung der Mannschaft unter Peter Bosz ist richtig gut, sie spielen tollen Fußball. Ich rechne mit ihnen”, befand der Bayern-Coach. Augsburgs Trainer Martin Schmidt könnte sich vorstellen, dass es eine Überraschung im Titelrennen gibt. „Vielleicht wird es noch enger als in der vergangenen Saison.”

    Die Trainer-Prognosen:

    Niko Kovac (FC Bayern München): „Natürlich sind wir wieder diejenigen, die von vielen gejagt werden.”

    Lucien Favre (Borussia Dortmund): „Der FC Bayern hat die besten Voraussetzungen. Wir wollen ein starker Herausforderer sein.”

    Julian Nagelsmann (RB Leipzig): „Der FC Bayern.”

    Peter Bosz (Bayer Leverkusen): „Es gibt zwei Clubs, die öffentlich gesagt haben, dass sie Meister werden wollen - Bayern und Dortmund. Und es gibt 16 Clubs, die es ihnen auf dem Weg zum erhofften Titel sehr schwer machen werden.”

    Marco Rose (Borussia Mönchengladbach): „Ich denke, dass es wieder ein bis zum Ende offenes Rennen zwischen dem FC Bayern und Borussia Dortmund geben könnte. Für eine Überraschungsrolle ganz oben kommen für mich vielleicht Leipzig und Leverkusen in Frage.”

    Sandro Schwarz (FSV Mainz 05): „FC Bayern München.”

    Christian Streich (SC Freiburg): „Ich gehe davon aus, dass wieder der FC Bayern München deutscher Meister wird.”

    Ante Covic (Hertha BSC): „Bayern München.”

    Florian Kohfeldt (Werder Bremen): „Borussia Dortmund”

    Steffen Baumgart (SC Paderborn): „Bayern München”

    Oliver Glasner (VfL Wolfsburg): „Bayern München”

    Alfred Schreuder (1899 Hoffenheim): „Bayern München”

    Martin Schmidt (FC Augsburg): „Bayern München ist sicher der Favorit. Aber ich könnte mir vorstellen, dass es eine Überraschung im Meisterschaftsrennen gibt und es noch enger wird als in der vergangenen Saison. Ich traue dem BVB durchaus den nächsten Schritt zu.”

    Friedhelm Funkel (Fortuna Düsseldorf): „Bayern München”

    Achim Beierlorzer (1. FC Köln): „Um die deutsche Meisterschaft wird definitiv wieder der FC Bayern spielen, der eine überragende Mannschaft hat und sicher auch noch nachlegen wird. Dazu Borussia Dortmund, weil sie sich sehr gut verstärkt haben. Ob eine dritte Mannschaft dazu kommt, wird sich zeigen - ob zum Beispiel Leipzig nochmal so eine Saison spielen kann oder Leverkusen mitmischt.”

    Urs Fischer (1. FC Union Berlin): „Der FC Bayern ist immer Favorit auf den Titel. Wenn eine Mannschaft die Meisterschaft so oft hintereinander holt, kann der Weg auch in dieser Spielzeit nur über die Bayern gehen.”

    Adi Hütter (Eintracht Frankfurt): „Bayern wird der Favorit in der Bundesliga bleiben. Borussia Dortmund hat aber sehr gute Transfers gemacht. Es könnte sein, dass der Kampf vorne interessanter wird.”

    David Wagner (FC Schalke 04): „Bayern München. Sie haben die größte Erfahrung im Titelkampf und unverändert die besten Ressourcen in jeder Hinsicht.”

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