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    FUSSBALL: BUNDESLIGA

    Der einzige Neue ist wohl noch nicht im Nürnberger Kader

    31 01 2019 1 FC Nürnberg Nuernberg FCN Club 1 Fussball Bundesliga Saison 2018 2019 Pressek
    Ivo Ilicevic Foto: Imago, Zink

    Mit einem zweiten Neuzugang hat der 1. FC Nürnberg am Donnerstag dann doch nicht mehr aufgewartet. Über eine Rückkehr von Josip Drmic war spekuliert worden, denn Borussia Mönchengladbach wäre den Schweizer Stürmer gerne losgeworden. So gibt es auf Club-Seite mit Ivo Ilicevic also nur ein neues Gesicht. Der 32-Jährige wird im Heimspiel des Bundesliga-Schusslichts am Samstag (15.30 Uhr) gegen Werder Bremen aber wohl noch nicht im Kader stehen.

    Seit Oktober war der gebürtige Aschaffenburger ohne Praxis, weil der kasachische Erstligist FC Kairat Almaty nach dem Verpassen der Meisterschaftsendrunde alle Ausländer freigestellt habe, berichtete Ilicevic am Donnerstag. „Wir müssen schauen, dass er in den nächsten Wochen auf 100 Prozent kommt. Er hat sich individuell fit gehalten, aber das ist natürlich etwas anderes als regelmäßiges Mannschaftstraining“, sagte Michael Köllner.

    Die Wertschätzung des Trainers ist schon groß

    Die Wertschätzung des Nürnberger Trainers für seinen einzigen Neuzugang ist trotzdem schon sehr groß. „Ich kenne ihn, seit er 15, 16 ist. Er ist ein geerdeter Junge, der alles dafür tun will, dass wir unser Saisonziel erreichen können“, sagte Köllner. Der Ex-Fürther und Hamburger sei mit seiner Erfahrung im Abstiegskampf „und als Entscheider“ ein „sehr wichtiger Transfer“. Ilicevic selbst erklärte auf die Frage, warum er nicht schon Anfang Januar zum Club gekommen sei, um das Trainingslager in Spanien mitmachen zu können, dass er noch seinen Vertrag auflösen musste. Da ist die Fifa sehr streng.

    Gegen Bremen muss es vor erwarteten 36 000 Besuchern – die Erfolglosigkeit macht sich bisher nicht in schwindenden Zuschauerzahlen bemerkbar – das bekannte Personal richten. Enrico Valentini und Georg Margreitter haben muskuläre Probleme, dürften aber vermutlich eher zum Einsatz kommen als Eduard Löwen (Wadenprellung). „Für alle stehen Ersatzleute bereit“, gab sich Köllner betont unaufgeregt.

    Noch immer unzufrieden mit der Entscheidung in Mainz

    Die Nürnberger Profis haben nach Auskunft des Trainers, der weiter hinter verschlossenen Toren üben lässt, zwei Tage gebraucht, bis der Ärger über die 1:2-Niederlage in Mainz – und vor allem über das aberkannte Tor von Adam Zrelak, der gesetzt bleibt – verraucht war. Köllner ist mit der durch den Videobeweis erfolgten Entscheidung noch immer nicht einverstanden und kritisierte zudem eine unzureichende Unterrichtung in Grundsatzfragen des Videobeweises durch den Verband.

    In Mainz hatte der Club erstmals anders Fußball gespielt als bisher gewohnt. Statt des Versuchs, mit Flachpässen aufzubauen, gab es viele weite Bälle in die Spitze, die Abwehr wurde weniger entblösst. Wenn Abwehrspieler Georg Margreitter am Mittwoch vor den Medien richtig verstanden worden ist, dann ist dieses Marschroute auch aus einem Treffen der Mannschaft ohne den Trainer in der vergangenen Woche entstanden.

    Da darf man gespannt sein, ob der neue Club-Stil auch gegen Bremen zum Tragen kommt. Der Gegner, weiß Köllner nach der Ansicht der Partie gegen Frankfurt (2:2), sei bestens in Form und habe die Qualität, sich für einen internationalen Wettbewerb zu qualifizieren. „Was uns erwartet, sieht man schon daran, dass es sich Werder leisten kann, Kevin Möhwald, der bei uns Basisspieler war, nur punktuell auf den Platz zu bringen.“ Beide Seiten, der FCN und Möhwald, hätten sich schönere Umstände für das Wiedersehen vorstellen können.

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