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    Berlin

    Zehnkampf-Ass Kaul: Handball hat mir „viel geholfen”

    Niklas Kaul
    Hat auch talentierte Händer am Ball: Zehnkampf-Weltmeister Niklas Kaul. Foto: Oliver Weiken/dpa

    „Der Handball hat mir für die Leichtathletik viel geholfen, ich habe beide Sportarten lange parallel ausgeübt”, sagte Kaul dem „Münchner Merkur” in einem Interview. „Gerade wenn man jung ist, ich war damals 14, 15, dann schadet es überhaupt nicht, zwei Sportarten gleichzeitig zu machen, weil die sich durchaus ergänzen können”, meinte Deutschlands „Sportler des Jahres”.

    Kaul hatte Anfang Oktober in Doha überraschend WM-Gold erobert und sich mit 21 Jahren zum jüngsten Zehnkampf-König der Leichtathletik-

    Geschichte gekrönt. In der Handball-Bundesliga wäre er wohl nicht so aufgestiegen wie in seiner aktuellen Sportart. „Ich glaube, es war besser, dass ich Leichtathletik gemacht habe. Ich hatte sicher die Grundlagen, ein sehr guter Handballer zu werden. Ich wäre aber nicht annähernd so gut geworden wie in der Leichtathletik”, sagte der Weltmeister, der beim USC Mainz von seinen Eltern Stefanie und und Michael Kaul trainiert wird.

    „Es war schon die richtige Entscheidung, auch wenn es immer noch in den Fingern juckt, wenn ich in der Halle stehe”, verriet der Fan der Rhein-Neckar Löwen und des THW Kiel. Der Student mit dem Berufswunsch Lehrer („Das ist das Ziel. Stand heute.”) bleibt trotz des Erfolgs mit beiden Füßen auf dem Boden: „Ich bin ja durch zwei Tage Wettkampf kein anderer Mensch geworden.”

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