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    LKR Bad Kissingen

    Bad Brückenauer Tempo gegen den Altmeister

    Irres Torfestival in Mellrichstadt. Bei Nüdlingen überzeugt nur einer.
    Gegen die HG Maintal souverän gewonnen: Inci Abbate (FC Bad Brückenau II, am Ball) und Teamkollegin Jana Gebhard. Foto: Sebastian Schmitt
    Gegen die HG Maintal souverän gewonnen: Inci Abbate (FC Bad Brückenau II, am Ball) und Teamkollegin Jana Gebhard. Foto: Sebastian Schmitt

    TSV Rödelsee - FC Bad Brückenau 29:35 (13:16).

    "Das Hinspiel konnten wir zu Hause mit 29:25 für uns entscheiden. Wir wissen also, wie man den TSV bezwingen kann", ging FC-Coach Oliver Hilbert-Probeck zuversichtlich in das Match gegen den einst so ruhmreichen unterfränkischen Handballverein, der es aus eigener Kraft sensationell bis in die dritte Liga geschafft hatte, dort allerdings in finanzielle Schwierigkeiten geraten war. Der Bad Brückenauer Trainer hat aber auch schon einige Niederlagen gegen die ausgebufften Rödelseer einstecken müssen und warnte daher vor den Altmeistern, die mit ihrer großen Erfahrung aus höheren Spielklassen immer wieder für geniale Momente gut sind. Doch mit hohem Tempo und variablem Angriffsspiel zwangen die Sinnstädter die Rödelseer zum zweiten Mal in dieser Saison in die Knie. Mit Sascha Hammer, Stefan Pruy und Christian Häckner hat der TSV zwar immer noch Ausnahmekönner in seinen Reihen, aber es scheint, als wäre die Verantwortung nach dem überraschenden Abgang von Radovan Suchy , der 20 Jahre lang das Gesicht der Mannschaft war, mittlerweile auf sehr wenige Schultern verteilt. FC-Keeper Peter Feuerstein war stark gefordert und wurde von Beginn zu mutigen Paraden gezwungen. Mit zunehmender Dauer der Partie rissen die Gäste das Heft des Handelns an sich und bauten dabei auch auf die lautstarke Unterstützung der mitgereisten Bad Brückenauer Fans in der Sickergrundhalle. Am Wochenende kommt es im Hexenkessel in Römershag zum Spitzenspiel der Bezirksoberliga gegen den extrem spielstarken TSV Lohr II, der gegen den FC Bad Brückenau in jüngster Zeit regelmäßig zur Galaform auflief...

    Tore für Bad Brückenau: Simon Dietrich (9/2), Simon Weiner (7), Nick Schumm (6), Michael Müller (6), Tom Schumm (3), Max Puschner (3), Christian Karl (1).

    TG Höchberg - FC Bad Brückenau 24:14 (10:9).

    Lange Zeit hielten die Sinnstädterinnen in der Mainlandhalle gut mit. Als Jennifer Frank per Siebenmeter zum zwischenzeitlichen 12:11 (37.) verkürzte, gab es leise Hoffnung auf einen Punktgewinn. Doch es folgte eine Serie von sechs Treffern der Höchbergerinnen, die nach 49 Minuten mit 18:11 komfortabel in Führung lagen. Besonders die wurfgewaltige Wiebke-Marijke Schindler machte den Bad Brückenauerinnen mit ihrem Tempo und ihrer Athletik schwer zu schaffen. Stolze acht Mal traf sie in die Gäste-Maschen. Wie so oft in dieser Saison, gaben die Sinnstädterinnen das Heft in der Schlussphase komplett aus der Hand. Mit bislang nur einem Sieg auf der Habenseite ist der Kampf gegen den Abstieg auch mental eine Herausforderung. Das Kellerduell am Wochenende gegen den MHV Schweinfurt 09 wird eine erste Vorentscheidung bringen.

    Tore für FC Bad Brückenau: Anna Pragmann (4), Melissa Kalmund (3), Lena Übelacker (3/1), Selina Vogler (1), Sabrina Beck (1), Jennifer Frank (1/1), Marie König (1).

    TV Königsberg - DJK Nüdlingen 29:25 (13:10).

    Ordentlich gespielt, aber Zählbares gab es nicht für die Nüdlinger Handballer, und damit auch keinen Befreiungsschlag im Abstiegskampf der Bezirksliga. Der nach Krankheit wiedergenese DJK-Torjäger Bastian Kiesel hatte die Gäste mit 2:0 in Führung gebracht. Die Wende folgte mit dem ersten Treffer vom Königsberger "Kanonier" Felix Käb, der per Siebenmeter zum 4:4 ausglich - acht weitere Treffer sollten folgen. Julius Rauch stellte später für die Gäste noch auf 5:5, aber eine Nüdlinger Führung sollte es in diesem Match nicht mehr geben. "Unsere Chancenverwertung war noch schlechter als die des Gegners. Außerdem hat uns die härtere Spielweise der Königsberger doch etwas den Wind aus den Segeln genommen", konstatierte DJK-Coach Harry Rauch, der zumindest einen Lichtblick gesehen hatte: "Unser Keeper Manuel Bott hat eine richtig starke Leistung gezeigt."js

    Tore für Nüdlingen: Bastian Kiesel (8), Andreas Petsch (6), Vincent Przybilla (3), Julius Rauch (3), Jonathan Kaim (2), Jonas Rendl (1), Kai Kunzmann (1), Felix Planetosch (1).

    TSV Mellrichstadt II - FC Bad Brückenau II 41:35 (24:15).

    Was für ein irres Torfestival beim Rhönderby. Durchschnittlich alle 47 Sekunden trafen die hochmotivierten Akteure in des Gegners Maschen. Obwohl bei der ersten Mannschaft der Sinnstädter aktuell der Kader sehr dünn besetzt ist, schickte der FC eine recht schlagkräftige Truppe ins Grabfeld, für die stolze 35 Auswärtstore nicht zum Punktgewinn reichten. Kreisläufer Christian Karl, der am Vortrag im Bezirksoberliga-Team einspringen musste und dort eine souveräne Vorstellung ablieferte, steuerte vier Treffer zum Spektakel bei. Auf Seiten der Mellrichstädter waren Max Weber und Steffen Pfeiffer mit gemeinsam über 20 Treffern die umjubelten Matchwinner. Ein bisschen mehr Chancen auf einen Sieg hatten sich die Sinnstädter schon ausgerechnet, zumal der FC in der Vorrunde einen deutlichen Triumph gegen die Freunde aus "Mellerscht" gefeiert hatte, denen nun mit einem starken Kader eine deutliche Revanche geglückt ist.

    Tore für FC Bad Brückenau II: Jan Markovics (8/1), Dominik Hüfner (6), Tom Leidel (5), Christian Karl (4), Yannick Reim (4), Urs Grewen (4), Niklas Gerlach (3), Florian Sulzer (1).

    TG Höchberg III - TV/DJK Hammelburg 8:13 (19:25).

    Weshalb die Würzburger Vorstädterinnen in der Bezirksklasse außer Konkurrenz spielen, ist schwer nachzuvollziehen. Verstärkt durch zwei Spielerinnen der ersten Mannschaft, gestaltete Höchbergs dritte Mannschaft das Spiel jederzeit offen. Den favorisierten Hammelburgerinnen gelang es nie, einen höheren Vorsprung von mehr als sieben Toren herauszuwerfen. Des Öfteren wurden die Angriffe unkonzentriert abgeschlossen und getroffene Absprachen in der Abwehrmitte nicht konsequent umgesetzt. Sollte der angestrebte Aufstieg realisiert werden, muss man sich diesem erhöhten Anforderungspotential stellen. Überzeugen konnte in diesem Spiel die rechte Angriffsseite um Tabea Hüfner und Katrin Simon.spion

    Tore für Hammelburg: Laura Finke (6/3), Lea Schlereth (5), Annika Keller (5), Nicole Simon (4), Tabea Hüfner (2), Katrin Simon (1), Lina Heilmann (1), Lena Doschko (1).

    FC Bad Brückenau II - HG Maintal 22:15 (11:6).

    Eine gut aufgelegte Keeperin Larissa Schneider führte die Zweitvertretung der Sinnstädterinnen mit ihren Paraden frühzeitig auf die Siegerstraße. Was aber auch daran lag, dass Anna Pragmann fast alles gelang. Ihre sprunggewaltigen Würfe aus dem Rückraum waren der Schlüssel gegen die hoch gewachsenen Abwehrspielerinnen der HG. In der Defensive sorgten die erfahrenen Sinnstädterinnen dafür, dass die HG Maintal immer wieder zu Abschlüssen aus großer Tordistanz gezwungen war. Spielerisch überzeugten beide Teams mit einer hochkonzentrierten Leistung und viel Geschwindigkeit auf der Platte. FC-Coach Stefan Bott ließ in seinem stark besetzten 14-köpfigen Kader nach und nach kräftig rotieren. Auffällig: Die Unterstützung von der Bank in Sachen Stimmung und Motivation war hervorragend, was ebenfalls ein Schlüssel zum ungefährdeten Sieg war.

    Tore für Bad Brückenau II: Anna Pragmann (8), Katharina Probeck (4/1), Mareike Schneider (3), Maria Römmelt (2), Katharina Schneider (2), Melissa Kalmund (1), Jana Gebhard (1), Irina Trotno (1).

    HSV Bergtheim III - SG Garitz/Nüdlingen II 20:25 (6:11).

    Nach zum Teil sehr unglücklichen Niederlagen freute sich die SG-Reserve über einen Sieg und gesteigertes Selbstvertrauen. Die Torausbeute von Milena Schmitt und Melissa Schäfer hätte fast schon gereicht zum Erfolg der Spielgemeinschaft, die den Gegner damit in der Tabelle überholen konnte. Freilich auch dank einer exzellenten Defensivleistung insbesondere vor dem Wechsel, als Torfrau Francesca Grob lediglich sechs Treffer kassierte. "Das war ein aggressives, auch hartes Spiel. Aber unser Zusammenhalt hat den Unterschied gemacht, jeder hat für jeden gekämpft", freute sich Melissa Schäfer.js

    Tore für die SG: Milena Schmitt (9), Melissa Schäfer (9/2), Ina Rothaug (4), Theresa Przybilla (2), Anna-Lena Höchemer (1).

    Sebastian Schmitt

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