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    Fuchsstadt

    Der FC Fuchsstadt belohnt sich für seine Leiden

    Für Fuchsstadts Trainer Martin Halbig (rechts) eine Rote Karte: Ein Coburger Spieler räumt Johannes Feser ab. Es gab nur gelb. Foto: ssp
    Für Fuchsstadts Trainer Martin Halbig (rechts) eine Rote Karte: Ein Coburger Spieler räumt Johannes Feser ab. Es gab nur gelb. Foto: ssp

    FC Fuchsstadt - FC Coburg 2:1 (1:1). Tore: 0:1 Ricardo König (13.), 1:1 Johannes Feser (45.+2), 2:1 Dominik Halbig (66.). Gelb-Rot: Yannick Teuchert (42., Coburg).

    Tiefe Wunden . Übel zugerichtet war das vormals grüne Spielfeld, das nun mit erdigen Brauntönen und kleinen Kratern durchsetzt war. Gelitten hatten aber auch die Fuchsstädter nach diesem Spiel, in dem Kampf und Einstellung die wichtigsten Trumpfkarten der Kohlenberg-Elf waren. Hiobsbotschaften gab es für Martin Halbig schon vor dem Anpfiff. Neben Philipp Pfeuffer und Tim Kolb mussten auch Steffen Schmidt und Tobias Bartel passen. Dann humpelte kurz nach Spielbeginn Innenverteidiger Lukas Lieb vom Feld. "In meinem 27-Mann-Kader fehlen mir aktuell zwölf Mann, mehr Pech kannst du eigentlich nicht haben. Aber wir wollten das Spiel trotzdem gewinnen, um Coburg auf Distanz zu halten und wegzukommen von den drei Relegationsplätzen. Und die Aufgaben werden ja auch nicht einfacher", sagte Halbig.

    Coburgs starker Start

    Die auf einem Abstiegsplatz stehenden Oberfranken stellten zunächst das klar bessere Team, das auf dem durchweichten Platz seine Spielkultur und offensiven Fähigkeiten ausspielte. Nach dem knapp verzogenen Schuss von Sertan Sener brachte Ricardo König die Coburger mit seinem Volley-Strahl aus 20 Metern verdient in Führung, die Sener, König und Rene Knie mit seinem Lattenschuss hätten ausbauen können - vielleicht sogar müssen.

    "Dann bringen wir uns selber in Schwierigkeiten. Es sind letztlich immer Kleinigkeiten, die uns aus der Bahn werfen", sagte Gästetrainer Frederic Martin zum Platzverweis gegen Yannick Teuchert. Zweimal die gelbe Karte gezückt hatte Schiedsrichter Andreas Heidt (Nürnberg) beim üblen Foul von Dominik Halbig an den bereits verwarnten Teuchert, der sich anschließend ein Nachtreten erlaubte. Bis dahin hatten die Fuchsstädter nur durch Nico Neder und Johannes Feser zielgerichtete, aber harmlose Abschlüsse vorzuweisen, sodass der Ausgleich in der Nachspielzeit der ersten Halbzeit ein mehr als idealer Zeitpunkt war, um sich in dieses Match zurückzumelden. Jogo Feser hatte getroffen nach klugem Zuspiel von Dominik Halbig, der unmittelbar nach Wiederanpfiff den zweiten Treffer im Duell mit Coburgs Keeper Oleksandr Churilov liegen ließ.

    Von Vierer- auf Dreierkette hatte inzwischen Martin Halbig umgestellt, um die personelle Überzahl mit einem verstärkten Mittelfeld zu nutzen. Und hätte fast ein zweites Mal unfreiwillig wechseln müssen, als Feser an der Seitenlinie übel abgeräumt wurde. "Für mich eine klare Rote Karte", sagte Halbig, dessen Elf weiteren Leiden ausgesetzt war. Denn die Coburger blieben brandgefährlich. Leon Zwickl hielt das Remis mit seiner starken Aktion beim Alleingang von Marlon Schad und sah dann den Führungstreffer seiner Mannschaft, erzielt aus spitzem Winkel von Dominik Halbig, der kurz davor einen weiteren Hochkaräter versemmelt hatte.

    "Eine bittere Niederlage für uns gegen einen Gegner, der es verstanden hat, den Fußball zu spielen, der nötig war auf diesem Geläuf: Hoch und weit auf Feser, der verlängert und ablegt", bilanzierte Frederic Martin nach dem achten sieglosen Spiel. Derweil hatte Martin Halbig ein Sonderlob parat für sein Innenverteidiger-Paar um Sebastian Bartel und Michael Emmer, "die überragend verteidigt haben." Mit einer Portion Gelassenheit fahren die Fuchsstädter jetzt zu starken Haibachern, wo wieder eine große Portion Leidensfähigkeit gefragt sein wird. Erholen darf sich derweil nur das übrig gebliebene Kohlenberg-Grün.

    Fuchsstadt : Zwickl - L. Baldauf, S. Bartel, L. Lieb (9. D. Schmidt/76. Glykos), F. Lieb - Neder, Bolz, Emmer, Graser (83. Jendraschewski) - Halbig, Feser.

    Jürgen Schmitt

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