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    LKR Bad Kissingen

    Der TSV Oberthulba muss abreißen lassen

    Rassiges Kopfballduell: Mahmud Hassani (SG Reiterswiesen, links) steigt gemeinsam mit Philipp Wagenpfahl (SG Gräfendorf) hoch. Am ende hatte Reiterswiesen das bessere Ende für sich. Foto: Hopf
    Rassiges Kopfballduell: Mahmud Hassani (SG Reiterswiesen, links) steigt gemeinsam mit Philipp Wagenpfahl (SG Gräfendorf) hoch. Am ende hatte Reiterswiesen das bessere Ende für sich. Foto: Hopf

    FC Untererthal - TSV Oberthulba 3:0 (0:0). Tore: 1:0 Mathias Tartler (53.), 2:0 Patrick Heilmann (62.), 3:0 Lukas Tartler. Gelb-Rot: Fabian Zahaczewski (57., Oberthulba).

    Überraschend klar und verdient fiel der Untererthaler Sieg gegen das eigentliche Spitzenteam aus Oberthulba aus. Und wieder mal spielten die beiden Tartler-Brüder eine entscheidende Rolle. Der FC begann das Spiel laut seinem Pressewart Thomas Tiedemann sehr forsch. Mathias Tartler setzte den Ball nach einem Steckpass seines Bruders Lukas knapp übers Tor (2.),. Ebenso zielte Daniel Virnekäs mit seiner Direktabnahme knapp drüber (7.). Während die Gastgeber in den ersten 20 Minuten von überall versuchten, zum Abschluss zu kommen, verbuchte Tiedemann für Oberthulba keine echte Torchance. Das 1:0 fiel, als Mathias Tartler ein Zuspiel von Maurice Pache verwerten konnte. Der Knoten war geplatzt, erst recht nach der gelb-roten Karte für einen Oberthulbaer wegen wiederholten Foulspiels (57.). Kurz darauf das 2:0. Patrick Heilmann setzte ein "trockenes Pfund vom rechten 16er-Punkt ins linke obere Toreck" ab. Bedient wurde er von Lukas Tartler. Der belohnte sich selbst mit dem 3:0 - ein kurioser Treffer. Seinen Kopfball fast von der Außenlinie links vom Tor über den Torwart sahen die meisten Zuschauer schon rechts im Aus. Stattdessen ging er ins rechte untere Eck. Danach gab es noch Hochkaräter für Untererthal und wenig Zwingendes für Oberthulba.

    SC Diebach - BSC Lauter 1:2 (0:2). Tore: 0:1 Julian Kühnlein (17.), 0:2 Simon Kessler (40.), 1:2 Markus Schernich (68.).

    Souverän hat der BSC Lauter seine Aufgabe in Diebach erledigt und die Tabellenführung ausgebaut. In der ersten Halbzeit war es nach Angaben von Diebachs Abteilungsleiter Bernd Resenberger "ein maues Spiel, außer die beiden Tore". Das 0:1 kam nach einem langen Schlag der Lauterer zustande, den SC-Abwehrmann Alexander Drachenberg nach hinten verlängerte. BSC-Akteur Dominik Schlereth nahm den Ball auf und passte zu Julian Kühnlein, der ihn ins Tor schob. Das 0:2 besorgte Simon Kessler nach Querpass von Kühnlein im Strafraum . Natürlich drängten die Diebacher nach der Pause - und hatten einen Lattenfreistoß durch Florian Ullrich (47.). Den Anschluss besorgte Markus Schernich erst Mitte der zweiten Halbzeit. Er profitierte von einer Vorlage von Daniel Schaub, der einen hohen Ball per Kopf verlängerte. Seltsamerweise kam vom SC dann nichts mehr. Im Gegenteil: Lauter hätte das 1:3 machen können: Stefan Edelmann stand frei vor Torwart Lukas Wahler; der lenkte seinen Schuss über die Latte.

    SG Reiterswiesen/Arnshausen/Bad Kissingen II - SG Gräfendorf /Dittlofsroda/Wartmannsroth 3:1 (1:0). Tore: 1:0 Sven Kleinhenz (34., Foulelfmeter), 1:1 Linus Wilm (51.), 2:1 Hendrik Diener (55.), 3:1 Marlon Schwientek (83.)

    Einen "von den Großchancen her verdienten, aber auch etwas glücklichen Sieg" feierte die SG Reiterswiesen laut ihrem Abteilungsleiter Tobias Vogel gegen die SG Gräfendorf. In der ausgeglichenen ersten Hälfte eines eher schlechten Spiels gab es mehr Chancen für das Heimteam. Alexander Brakk scheiterte am Gäste-Pfosten; Tobias Windberg überlupfte den Gräfendorfer Keeper, zielte dabei aber auch am Tor vorbei. Das 1:0 fiel dann durch einen berechtigten Elfmeter ; Marlon Schwientek war gefoult worden. Gräfendorf gelang trotz gefälligem Spielaufbau wenig. Vor dem Strafraum der Gastgeber war meist Schluss. Das änderte sich in Hälfte zwei. Die Gräfendorfer machten Betrieb; Reiterswiesen konnte kaum noch in Ruhe aufbauen. Der Ausgleich fiel nach einem Schuss aufs Tor, den Heim-Torwart Stathis Kathsimpras nicht festhalten konnte. Linus Wilm staubte ab. Doch die SG aus Reiterswiesen konnte früh und kurios zurückschlagen: Nach einer "Einwurf-Flanke" wurde Hendrik Diener geschubst, sodass er den Ball auf den Hinterkopf bekam. Von da aus segelte er ins kurze Eck. Die Gräfendorfer drückten nun erneut; Tobias Windberg klärte für die Heimelf auf der Linie. Wäre der erneute Ausgleich gefallen, "gucken wir dumm aus der Wäsche", sagte Vogel. Zumal eine sehr junge Mannschaft, urlaubsbedingt gecoacht von Stefan Krauss, auf dem Feld stand. Die Entscheidung fiel spät bei einem Konter. Schwientek schüttelte zwei Gegner ab und tunnelte den Keeper.

    FC WMP Lauertal II - SV Obererthal 1:2 (0:0). Tore: 1:0 Maik Fella (48., Eigentor), 1:1 Michael Strasheim (66.), 1:2 Fabian Voigt (88.).

    Die Gastgeber wollten unbedingt den ersten Saisonsieg feiern. Der wäre möglich gewesen, "wenn wir unsere klaren Torchancen einigermaßen verwertet hätten", berichtete Lauertals Pressesprecher Volker Kneuer. Er sah haushoch überlegene Platzherren: " Obererthal stand sehr tief und verlegte sich auf Konter." Schon vor der Pause ergaben sich für Martin Baumgart und Christopher Schneider Möglichkeiten zum 1:0; doch scheiterten sie entweder an SV-Keeper Matthias Helm oder zielten daneben. "Typisch für den Spielverlauf war, dass der Gegner für uns das Tor erzielt hat", informierte Kneuer weiter. Nach einer Hereingabe versuchte Maik Fella in höchster Not zu retten, grätschte die Kugel aber in die Maschen. Die Platzherren setzten sofort nach, vergeigten nun Hochkaräter. Unter anderem hatte der eingewechselte Christopher Markert das 2:0 auf dem Fuß. "Dann kam, was kommen musste", so Kneuer. "Wie so oft im Fußball wird das Auslassen bester Chancen bestraft." Die erste nennenswerte Offensivaktion der Rot-Weißen, die mit nur einem Ersatzspieler angereist waren, nutzte Michael Strasheim zum Ausgleich, die zweite kurz vor dem Abpfiff Fabian Voigt, der Keeper Niklas Hart keine Abwehrmöglichkeit ließ. "Spielerisch und kämpferisch war unser Auftritt okay", schloss Kneuer, "ergebnismäßig werden bessere Zeiten kommen". sbp

    FC WMP Lauertal - TSV Aubstadt II 1:2 (0:2). Tore: 0:1 Julian Grell (4.), 0:2 Jona Köhler (38.), 1:2 Christopher Schneider (75.).

    Nach vier Siegen in Serie musste sich der FC WMP Lauertal erstmals geschlagen geben. "Aufgrund des kämpferischen Einsatzes und der Willensleistung hätten wir uns ein Unentschieden verdient, aber dafür war der Gegner unter dem Strich einfach zu clever. Und außerdem sehr gut besetzt", sagte FC-Pressesprecher Sven Gessner, dessen Elf früh in Rückstand geriet durch den Kopfballtreffer von Julian Grell nach der Flanke von Jannik Binder. In der Folge gab es weitere gute Einschussmöglichkeiten für die Regionalliga-Reserve, sodass das 0:2 zur Pause durchaus seine Berechtigung hatte. Erzielt von Jona Köhler nach einem Eckball samt Kopfballverlängerung von Julian Grell. Auch die Anfangsphase der zweiten Halbzeit gehörte den Gästen, ehe sich der Wind etwas drehte. Die Aubstädter verlegten sich auf Konter und hielten den Gegner vom eigenen Strafraum fern, mussten aber dennoch den Anschlusstreffer hinnehmen, als das Leder Christopher Schneider nach einem geblockten Schuss vor die Füße fiel. "Danach kippte das Spiel zu unseren Gunsten, aber Zählbares sprang für uns nicht mehr heraus", sagte Gessner.js

    SG Haard/Nüdlingen - SG Sandberg/Waldberg II 1:0 (0:0). Tor: 1:0 Jens Mammitzsch (75.).

    Nach zwei Niederlagen und zwei Punkteteilungen feierte die SG Haard/Nüdlingen ihren ersten Saisonsieg - und damit ihren Premierensieg als Spielgemeinschaft. "Der Dreier war verdient, weil wir mehr vom Spiel hatten. Es geht aufwärts", freute sich SG-Abteilungsleiter Peter Haupt, der vor dem Wechsel zwei sehr gute Möglichkeiten für sein Team notiert hatte: Jan Niklas Kiesel hatte freistehend das Leder übers Gästetor gejagt, dann zischte der stramme Schuss von Jens Mammitzsch knapp am Kasten vorbei. "Der Gegner hat eigentlich gut mitgespielt, war aber offensiv zu ungefährlich. Für unseren Keeper Fabian Winkler wurde es nur einmal gefährlich, als ein Kopfball der Gäste auf die Oberkante der Latte ging", sagte Haupt. Nach dem Wechsel sicherte sich Vincent Kiesel einen Platz auf dem Chancen-Zettel mit seinem 30-Meter-Freistoß. Und natürlich auch Jens Mammitzsch, der aus 16 Metern das Tor des Tages erzielte nach dem klugen Querpass von Fahed Harba.js

    DJK Waldberg - SV Aura 2:2 (2:1). Tore: 1:0 Elias Seufert (14.), 2:0 Julian Raab (31.), 2:1 Jan Graser (45. + 2), 2:2 Florian Schießer (53.). Rot: Mirko Hälbig (17., Aura, grobes Foulspiel).

    "Das einzig Positive ist, dass wir nach fünf Spielen noch unbesiegt sind", gewann DJK-Spielertrainer Mirko Kleinhenz dem 2:2 eine positive Seite ab. "Letztlich hat sich der SV Aura den Punkt verdient. Wir haben eine sehr gute erste Halbzeit gespielt, hätten deutlicher als 2:0 führen müssen und kassieren mit der letzten Aktion der ersten Halbzeit den Anschluss." Das Tor war deshalb für Kleinhenz zum Kopfschütteln, weil ein DJKler einen schlampigen Rückpass zum Torwart spielte und sich Jan Graser dafür bedankte. Da befand sich Aura bereits in Unterzahl und schaffte durch Florian Schießers Freistoß nach dem Seitenwechsel noch den Ausgleich. "Zu diesem Zeitpunkt hatte die DJK das Fußballspielen eingestellt", ärgerte sich Kleinhenz. Dabei lief's für den Hausherrn in der ersten Halbzeit. Elias Seufert erzielte die Führung. Dann die Schrecksekunde, als Auras Mirko Hälbig den DJK'ler Philipp Hillenbrand (er musste verletzt raus) foulte und Knallrot sah. Julian Raab erhöhte nach Vorarbeit von Mirko Kleinhenz auf 2:0 für Waldberg. Dem 3:0 - Julian Raab steuerte allein auf Keeper Nico Kaiser zu - stand der Pfosten im Weg. Vor dem 2:2 (53.) hatte Nicolas Krapf zentral zehn Meter vor dem Tor den Ball um Zentimeter über die Latte geschossen (47.) und das 3:1 vergeben. "Trotz Unterzahl hat Aura vorne gepresst und clever gespielt", lobte Kleinhenz. "Wir hatten zu viele Abspielfehler und keinen Zugriff mehr bekommen." rus

    Steffen Standke, Jürgen Schmitt

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