• aktualisiert:

    Hammelburg

    Dieser Hammelburger Höhenflug war eingeübt

    Der vorzeitige Saisonabbruch macht die TV/DJK-Frauen zum Meister in der Bezirksklasse. Für Bernhard Hereth ist dieser Titelgewinn aber kein Geschenk.
    Unser Bild zeigt (hinten, von links) Helen Faust, Luisa Herterich, Viola Schmitt, Lea Schlereth, Tabea Hüfner, Lina Heilmann, Ute Leidner und Trainer Bernhard Hereth (Trainer) sowie (vorne, von links) Katrin Simon, Lena Doschko, Nicole Simon, Vanessa Simon, Annika Keller, Nicole Schröter und (liegend) Hannah Eich. Es fehlen: Sandra Fischer und Annika Schmitt. Die Aufnahme entstand selbstverständlich noch vor den Kontakt-Beschränkungen - und wird hiermit mangels Alternativen zum offiziellen Me...       -  Unser Bild zeigt (hinten, von links) Helen Faust, Luisa Herterich, Viola Schmitt, Lea Schlereth, Tabea Hüfner, Lina Heilmann, Ute Leidner und Trainer Bernhard Hereth (Trainer) sowie (vorne, von links) Katrin Simon, Lena Doschko, Nicole Simon, Vanessa Simon, Annika Keller, Nicole Schröter und (liegend) Hannah Eich. Es fehlen: Sandra Fischer und Annika Schmitt. Die Aufnahme entstand selbstverständlich noch vor den Kontakt-Beschränkungen - und wird hiermit mangels Alternativen zum offiziellen Meisterfoto aufgewertet. Foto: Alexander Oeding
    Unser Bild zeigt (hinten, von links) Helen Faust, Luisa Herterich, Viola Schmitt, Lea Schlereth, Tabea Hüfner, Lina Heilmann, Ute Leidner und Trainer Bernhard Hereth (Trainer) sowie (vorne, von links) Katrin Simon, Lena Doschko, Nicole Simon, Vanessa Simon, Annika Keller, Nicole Schröter und (liegend) Hannah Eich. Es fehlen: Sandra Fischer und Annika Schmitt. Die Aufnahme entstand selbstverständlich noch vor den Kontakt-Beschränkungen - und wird hiermit mangels Alternativen zum offiziellen Meisterfoto aufgewertet. Foto: Alexander Oeding

    Der vorzeitige Saison-Abbruch hat ja auch seine guten Seiten für Hammelburgs Handballerinnen. Denn die TV/DJK-Mädels stehen nun definitiv als Meister der Bezirksklasse Nord und Aufsteiger in der Bezirksliga fest. "Meine Mannschaft hat mich vom ersten Spieltag an überzeugt mit harter Arbeit. Geschenkt wurde uns sicher nichts", sagt Trainer Bernhard Hereth. Nach 15 von 16 Spielen standen die Saalestädterinnen an der Tabellenspitze mit 26:4 Punkten und einem Torverhältnis von 353:238. Die endgültige Platzierung aller Teams wurde anhand einer Quotientenregelung getroffen.

    Eine faire Lösung

    "Die Landesverbände hatten sich darauf geeinigt, dem Beispiel der 1. und 2. Bundesliga zu folgen. Ich finde das unter dem Strich eine faire Lösung", so Hereth. Verloren wurden lediglich Spiele gegen den TSV Waigolshausen (3.) und Vizemeister TV Gerolzhofen, der angesichts seiner 23:5 Punkte die TV/DJK-Frauen noch hätte abfangen können. Dazu hätten die Hammelburgerinnen allerdings ihr abschließendes, dem Corona-Virus zum Opfer gefallenes Saisonspiel bei der HG Maintal verlieren müssen. Ein Unentschieden hätte zum Titelgewinn gereicht durch den gewonnenen direkten Vergleich.

    "In Gerolzhofen hatten wir mit einem Tor Unterschied verloren, das Rückspiel aber mit acht Treffern Vorsprung gewonnen. Spätestens da waren wir überzeugt davon, dass es mit dem großen Wurf klappen kann", sagt Bernhard Hereth. Vorab-Glückwünsche zur Meisterschaft gab es bereits Anfang März, als Gerolzhofens Frauen bei der zweiten Mannschaft der SG Garitz/Nüdlingen verloren hatten. Bernhard Hereth hatte dieses Match damals mit einigen seiner Spielerinnen in der Nüdlinger Schlossberghalle verfolgt und sich natürlich über die Schützenhilfe der Landkreis-Konkurrenz gefreut .

    In der Spielzeit zuvor hatte der 53-Jährige, der bis 1991 in der Herrenmannschaft des TV/DJK aktiv war, das Frauenteam nach einer längeren Pause im Handball-Geschäft übernommen und auf Anhieb zur Vizemeisterschaft geführt. "Damals hatten wir nur die beiden Spiele gegen die erste Mannschaft der SG Garitz/Nüdlingen verloren. Und waren eigentlich die einzige Mannschaft, die den Meister etwas ärgern konnte", erinnert sich der Lehrer an der Anton-Kliegl-Mittelschule .

    Für Hereth sind Geschlossenheit, Zusammenhalt und die stetige Trainingsbereitschaft herausragende Eigenschaften seiner Mannschaft, in der die meisten Spielerinnen unter 24 Jahren sind. "Das macht uns Hoffnung für die Zukunft, zumal die Truppe zusammenbleibt. Wären wir nicht aufgestiegen, hätte uns eine Leistungsträgerin verlassen", sagt der Übungsleiter, der in der neuen Saison in Person von Alexander Oeding einen Co-Trainer zur Unterstützung bekommt.

    Den Nachwuchs im Fokus

    Überhaupt soll der Handballsport in Hammelburg eine Aufwertung erfahren. "Die Nachwuchsarbeit wird in den nächsten Jahren forciert. Uns fehlt derzeit einfach der Unterbau", sagt Hereth, der auch die Männermannschaft trainiert. "Das hat aber Hobbycharakter, weil es für einen regulären Spielbetrieb in personeller Hinsicht schlichtweg nicht reicht." Dass die TV/DJK-Frauen in der Bezirksliga eine gute Rolle spielen können, davon ist der 53-Jährige überzeugt, "weil die Spielerinnen aus der zweiten Reihe enorme Fortschritte gemacht haben." So waren alle Positionen quasi doppelt gut besetzt.

    "Dass wir so viele junge Spielerinnen haben, ist natürlich super. Da kann ich mich auch mal zurücknehmen und die Bank wärmen", sagt Abteilungsleiterin und Spielerin Nicole Schröter, die auch ein Kompliment in Richtung Trainer ausspricht: "Hut ab, wie viel Energie Bernhard für die Mannschaft aufbringt und diese zusammenhält."

    Freuen dürfen sich Hammelburgs Handballerinen schon jetzt auf die kreativen Einfälle ihres Trainers, was das Teambuilding betrifft. In der Meistersaison durften die Spielerinnen jedenfalls Entschlossenheit und Mut zugleich beweisen auf der Hindernisbahn der Bundeswehr sowie beim Segelfliegen . Schneid haben sie, die Mädels aus der Saalestadt.

    Jürgen Schmitt

    Kommentare (0)

      Der Diskussionszeitraum für diesen Artikel ist leider schon abgelaufen. Sie können daher keine neuen Beiträge zu diesem Artikel verfassen!