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    Hammelburg

    Ein Volleyball-Pur-Wochenende in Hammelburg

    Am Samstag empfangen die Hammelburg Volleys in der 2. Bundesliga das Team aus Delitzsch, am Sonntag wartet Karlsruhe im Pokal.
    Beachtlicher Entwicklungssprung: Moritz Zeitler hat sich zum Führungsspieler der Hammelburg Volleys gemausert. Foto: Jens Feistel
    Beachtlicher Entwicklungssprung: Moritz Zeitler hat sich zum Führungsspieler der Hammelburg Volleys gemausert. Foto: Jens Feistel

    Samstag zur Primetime Liga (20 Uhr), tags darauf Pokal (14 Uhr) - mit der historischen Chance, erstmals in der Vereinsgeschichte ins Achtelfinale des Deutschen Volleyball-Pokals einzuziehen. Ein kräftezehrendes Wochenende also für Hammelburgs Bundesliga-Cracks. "Erstmals in dieser Saison müssen meine Jungs gleich zweimal ran, und das gegen zwei Ligaschwergewichte", sagt Headcoach Cornel Closca. Tränendrüse? Allzu großer Respekt? Fehlanzeige! "Wir haben uns gut vorbereitet und ich vertraue meinen Jungs, dass sie alles geben werden!"

    Die bisherigen Auftritte der Saalestädter lassen in puncto Kampfgeist und Spielwitz wenig Interpretations-Spielraum. Drei Siege in drei Begegnungen lassen die Saalestädter nicht übermütig werden, haben aber das Feuer bei den Volleys weiter angeschürt. Ein Spieler, der sich für den derzeitigen Brandherd verantwortlich zeichnet, ist "Feuerteufel" Moritz Zeitler: Außenannahmespieler und in den vergangenen beiden Spielzeiten alles andere als ein Spieler der ersten Reihe. Mit großem Trainingseifer und einer großen Portion "Bock" hat sich der 25-Jährige vom Bankdrücker zum Stammspieler entwickelt und überzeugte in den bisherigen Spielen durch Dynamik, Schlagkraft und viel Emotion.

    Zeitler, der vor zwei Jahren von Drittligist Niederviehbach zu den Volleys stieß, studiert im dritten Semester Informatik und wohnt in Würzburg mit Angreiferkollege Moritz Rauber zusammen. Bescheiden gibt sich Zeitler, wenn er seine neue Führungsrolle erklären soll: "Natürlich habe ich von einigen Spielerabgängen profitiert, allerdings hat mir Cornel auch das nötige Selbstvertrauen geschenkt. Dazu kommt ein Team, in dem jeder für den anderen arbeitet und alle Bock auf Volleyball haben."

    Gegen Aufsteiger Delitzsch (6./7 Punkte) wird es erneut auf Zeitlers Schlagfertigkeit ankommen. Nach einjähriger Abstinenz, hatte sich das Team von Trainerfuchs Frank Pietzonka eindrucksvoll in der Bundesliga zurückgemeldet. Traditionell hat man in Hammelburg gegen sächsische Teams ein Spannungs-Abo abgeschlossen, sodass sich die Zuschauer sicher auf ein hochklassiges Match im heimischen Wohnzimmer freuen dürfen.

    Beide Teams haben sich den Klassenerhalt auf die Fahnen geschrieben. Während Hammelburg (3./8) unerwartet einen tollen Saisoneinstand feiern konnte, sieht die Ausbeute der hungrigen Sachsen bisher ausgeglichen aus: Zwei Niederlagen stehen zwei Erfolge gegenüber, unter anderem gegen das starke Team aus Mimmenhausen zum Ligaauftakt. "Delitzsch hat eine sehr erfahrene Mannschaft, die uns im taktischen Bereich vor große Herausforderungen stellen kann. Natürlich werden wir versuchen, vom Schwung aus dem Schwaig-Spiel zu profitieren, um unser tolles Publikum erneut zu begeistern", so Headcoach Cornel Closca.

    Während die Saalestädter die Begegnung gegen Delitzsch in den Knochen haben werden, kommt der Sonntagsgegner aus Karlsruhe ausgeruht in die Saalestadt. Beim Regionalpokal Süd hatten die Baden Volleys mit Mimmenhausen und Freiburg zwei schwergewichtige Ligakonkurrenten aus dem Weg geräumt. Dass der Pokalfight zur Mittagszeit kein Zuckerschlecken wird, ist den Hammelburger Protagonisten bewusst, kommt mit Karlsruhe immerhin der ungeschlagene Tabellenführer der 2. Bundesliga nach Hammelburg , der als Referenz ein 3:0 gegen Vize-Meister Grafing in der Bewerbungsmappe stehen hat.

    "Das ganze Team brennt darauf, gegen Karlsruhe zu gewinnen und wir freuen uns auf jeden, der uns unterstützt", beschreibt TV/DJK-Kapitän Oscar Benner die Stimmung und fügt hinzu: "Nur einen Schritt entfernt zu sein von der Möglichkeit, zu Hause gegen einen Erstligisten zu spielen, ist für alle sehr aufregend". Der Gewinner der Partie empfängt im Achtelfinale am 2. November Erstligst Giesen Grizzys. Es darf an der Saale geträumt werden...

    Oliver Wendt

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