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    Bad Kissingen

    Endlich heißt es wieder: schneller, höher, weiter

    Gleich im ersten Wettkampf trumpfen die Saale-Sportler auf. Warum die weiß-blauen Titelkämpfe jetzt in Erding stattfinden.
    Hanna Schmitt (in grün) vom TV/DJK Hammelburg erzielte beim Saisonauftakt der Leichtathleten in Aschaffenburg gleich vier persönliche Bestleistungen. Fotos: Reinhold Nürnberger       -  Hanna Schmitt (in grün) vom TV/DJK Hammelburg erzielte beim Saisonauftakt der Leichtathleten in Aschaffenburg gleich vier persönliche Bestleistungen. Fotos: Reinhold Nürnberger
    Hanna Schmitt (in grün) vom TV/DJK Hammelburg erzielte beim Saisonauftakt der Leichtathleten in Aschaffenburg gleich vier persönliche Bestleistungen. Fotos: Reinhold Nürnberger

    In Aschaffenburg unterzogen sich einige heimische Leichtathleten einem ersten Test nach der langen Zwangspause. Der überwiegende Teil der Leichtathleten hatte aufgrund der Pandemie kein geregeltes Training. Sportplätze waren bekanntermaßen gesperrt und Training in Gruppen verboten.

    "Wir haben viel improvisiert und auch zu Corona-Zeiten gut weiter trainiert", begründet Heiko Schmitt die gute Form seiner Tochter Hanna, die in Aschaffenburg gleich vier neue persönliche Bestmarken in der U18 verbuchte. Im Hochsprung übersprang sie 1,59 Meter, sprintete die 100 Meter in 13,31 Sekunden und wurde für die gleich lange Strecke in 15,45 Sekunden gestoppt. Im Kugelstoßen scheiterte die Gymnasiastin aus Westheim mit 11,74 Meter nur knapp an der anvisierten Marke von zwölf Metern, die sie im Training bereits übertraf. Auch im Diskuswurf (29,65 Meter) und im Weitsprung (4,98 Meter) war die Vielstarterin dabei. Jetzt sucht das Vater-Tochter-Gespann eine Startmöglichkeit im Siebenkampf . "Bei idealen Bedingungen und einem guten Tag ist die Qualifikation zur deutschen Meisterschaft realistisch. Aber da muss es ähnlich gut wie in Aschaffenburg laufen", meint der Vater und Trainer.

    Es ist noch Zeit...

    Die Hammelburger Trainingsgruppe von Paul Fella und Angelika Franz-Fella ist da noch nicht ganz so weit und gab einen dezenten Einstand am Untermain. In einem ungemein stark besetzten Weitsprung der Jugend U18 musste sich Lilian Heid mit 5,03 Meter und Rang acht zufrieden geben. Die aktuelle bayerische Hallenmeisterin ist aber bekannt dafür, dass sie erst bei den wichtigsten Meisterschaften ihre besten Sprünge auspackt. Da die weiß-blauen Titelkämpfe erst für Ende September in Erding angesetzt sind, könnte ihr dies auch in der aktuellen Freiluftsaison wieder gelingen.

    Bei ihrem ersten Rennen über 400 Meter Hürden, gab Elisa Eich einen ordentlichen Einstand und qualifizierte sich mit guten 68,98 Sekunden souverän für die bayerischen Meisterschaften der U18. Teamgefährtin Anna Lukaschewitsch darf ebenfalls auf einen Start in Erding hoffen. Sie erfüllte in 73,16 Sekunden die B-Norm. Sollten weniger als 40 Läuferinnen die A-Norm erfüllt haben, wovon auszugehen ist, werden Athletinnen mit B-Norm bei den Landesmeisterschaften zugelassen.

    Maxima Maiwald lief die 300 Meter der Altersklasse W15 in 46,34 Sekunden und unterbot damit ebenfalls die B-Qualifikationsnorm für die Teilnahme an den Landesmeisterschaften der U16, die für den 5./6. September in Erding terminiert sind.

    Auch die von Bernd Neumann betreute Sprintgruppe der LG Fulda war in Aschaffenburg am Start. Nick Przeliorz aus Nüdlingen wurde bei den Aktiven über 100 Meter in 11,14 Sekunden Achter. Der Maßbacher Timo Reinhard wurde in 11,82 Sekunden und Clemens Schmitt in 11,95 Sekunden gestoppt. Auf der 200 Meter langen halben Stadionrunde Nick Przeliorz 23,33 Sekunden, Timo Reinhard 24,17 Sekunden und Clemens Schmitt 24,35 Sekunden.

    Eigentlich hätte Schweinfurt Austragungsort der bayerischen Leichtathletik-Meisterschaften für Männer , Frauen und U18 männlich/weiblich sein sollen. Doch die Titelkämpfe finden nun über verschiedene Wochenende komplett im oberbayerischen Erding statt, weil der Leichtathletik-Kreisverband Schweinfurt/Haßberge für dieses Jahr alle Wettkämpfe in seinem Geltungsbereich abgesagt hat. Grund: das Coronarisiko. "Wir konnten nicht gewährleisten, dass alle notwendigen Regelungen so eingehalten werden, wie es nötig ist", sagte Kreis-Vorsitzender Detlef Müller . Obwohl das vorgesehene Willy-Sachs-Stadion ein durchaus weitläufiges Areal ist, sei es kaum möglich, Abstandsregeln korrekt umzusetzen.

    Eine weitere Schwierigkeit, die Distanz zueinander zu wahren, berge der Umstand in sich, dass bei bayerischen Leichtathletik-Meisterschaften verschiedene Wettbewerbe gleichzeitig stattfinden, und die Sportler deshalb Gefahr liefen, einander zu nah zu kommen. In Schweinfurt zum Beispiel im Bereich der Weitsprunganlage. Und in der Kabine für die Kampfrichter sei ebenfalls zu wenig Platz, um das komplette Gremium darin vorschriftsmäßig unterzubringen.

    Reinhold Nürnberger

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