• aktualisiert:

    Hammelburg

    Für Adrian Zych endet in Hammelburg "ein wunderbares Abenteuer"

    Der Zweitligist TV/DJK stellt offiziellen Lizenzantrag für die neue Saison und verkündet mit dem Abgang von Adrian Zych die erste Personalie. Der Pole kann Beruf und sportliche Karriere zeitlich nicht mehr miteinander vereinbaren.
    Adrian Zych wird den Hammelburg Volleys in der neuen Saison nicht mehr angehören. Foto: Jens Feistel       -  Adrian Zych wird den Hammelburg Volleys in der neuen Saison nicht mehr angehören. Foto: Jens Feistel
    Adrian Zych wird den Hammelburg Volleys in der neuen Saison nicht mehr angehören. Foto: Jens Feistel

    Lange war es ruhig um die Hammelburg Volleys. Doch nach dem vorzeitigen Saisonende wird fieberhaft für die kommende Bundesligasaison gearbeitet. "Wir dürfen verkünden, dass wir fristgerecht den Lizenzantrag für eine weitere Saison in der 2. Bundesliga eingereicht haben", berichtet Olly Wendt. Indes wird Adrian Zych den Verein verlassen. Auf eigenen Wunsch.

    Den Ausschlag dafür gab die Doppelbelastung aus beruflicher Situation und weitester Anfahrt. "Mein Job im Schichtdienst und die Entfernung zu Hammelburg , waren so nicht mehr leistbar", sagt der 26-jährige Pole, der in der Nähe von Kitzingen wohnt und dort im Lager eines großen Discount-Marktes arbeitet.

    Oft konnte er nach einer anstrengenden Frühschicht seiner Verlobten Domenika nur kurz "Hallo" sagen, bevor er sich zum Training nach Hammelburg aufmachte."Adrian hat trotz kräftezehrendem Schichtdienst einen bewundernswerten Einsatz für das Team und den Verein gezeigt. Das verdient größte Anerkennung", sagt Wendt, dem auch "Adrians superhöfliche Art und seine Verlässlichkeit in positiver Erinnerung bleiben werden".

    Kapitän Oscar Benner ergänzt: "Man wusste immer, wenn Adrian im Teambus saß; dann roch nämlich alles nach Energydrink. Adrian wurde trotz der etwas schwierigen Sprachbarriere nach kurzer Zeit vollkommen als Teammitglied akzeptiert und das hatte nicht nur den Grund, dass er uns mehrmals in der Saison mit feinstem polnischen Bier und Schnaps versorgt hat. Die Doppelbelastung auf Frühschicht in Kombination mit dem späten Training hat ihm sehr viel abverlangt. Danke für alles, Adi"

    Schlagkräftige Truppe aufbauen

    Auch Zych blickt auf eine Saison mit vielen schönen Erfahrungen und neuen Freundschaften zurück. "Es ist schon fantastisch,wie in einer so kleinen Stadt wie Hammelburg eine so großartige Atmosphäre bei den Spielen herrscht. Jedes gewonnene Match wurde nicht nur von den Spielern, sondern von uns allen gewonnen: Fans und Spielern."

    Der Abwehrmann dankt "am Ende dieses wunderbaren Abenteuers allen, die vor der Saison an mich geglaubt und mir nach dreijähriger Volleyballpause eine Chance gegeben haben." Ganz besonders erwähnt Zych Trainer Cornel Closca, der dem Team eine großartige Atmosphäre verleihe und nicht nur ein sehr guter Trainer, sondern ein toller Mensch sei.

    Und wie geht's weiter in puncto Kaderplanung bei den Hammelburg Volleys? "Wir werden in den nächsten Wochen noch einmal mit jedem Spieler sprechen und unsere interessierten Fans zeitnah informieren. Man kann aber schon so viel verraten, dass das Team in großen Teilen zusammenbleiben wird",  so Wendt.

    Er und seine Kollegen im Arbeitskreis Bundesliga haben an einem Finanzkonzept gebastelt, "mit dem wir seriös planen können, welches coronabedingt aber mit erheblichen Einsparungen einhergehen wird". Ab sofort liegt für Hammelburgs Kaderplaner der Fokus darauf, eine schlagkräftige Truppe zusammenzustellen. olly

    Oliver Wendt

    Kommentare (0)

      Der Diskussionszeitraum für diesen Artikel ist leider schon abgelaufen. Sie können daher keine neuen Beiträge zu diesem Artikel verfassen!